Im Rahmen der 47. Generalversammlung der OLG Biberist SO wurde Jost Hammer für 12 Jahre Trainingsleitung vom Präsidenten Patrick Henseler geehrt und mit Dank verabschiedet.

Patrick Henseler, l. mit Jost Hammer und Regula Gygax, vorne

Jost Hammer tritt nach zwölf Jahren als Trainingsleiter der OLG Biberist SO zurück. Zeit innezuhalten, und seinen grossen Einsatz Revue passieren zu lassen. 

Vorauszuschicken ist, dass Jost schon 1991- 1995 Trainingsleiter, bzw. Technischer Leiter war (fünf Jahre). Nach einer Pause stieg er zusammen mit Fabian Borner nochmals für drei Jahre, 2000-2002, als technischer Leiter ein. So kommen also 20 Jahre zusammen.

Jost Hammer mit Noé Rüegsegger, l. und Noé Henseler, r.

2013 übernahm Jost Hammer also erneut die Trainingsleitung zusammen mit dem damaligen Präsidenten Martin Gygax. Das Projekt „Ausbildungsklub“ als Trainingsgemeinschaft zusammen mit den Bucheggbergern wurde erfolgreich gestartet. Jeweils zwischen 15–20 Jugendliche nahmen regelmässig an den Trainings teil. Hie und da fehlte eine dritte Leiterunterstützung. 

2014 war Martin Gygax für die Administration verantwortlich, Jost Hammer und neu Regula Jakob für die Trainings in zwei Stärkegruppen. Der Ausbildungsklub war durch Swiss Orienteering anerkannt. Zwei Trainings wurden mit der Juniorenabteilung der OLG Bern durchgeführt. Die kontinuierliche Arbeit zeigte sich auch an der Teilnahme aller sechs Läufe des Valiant Cups von Miron Rulka, Olivier Hongler, Noemi Uhlmann und Malin Lüthi, ebenso vier Jugendlichen der Bucheggberger OL.

2015 wurde die Trainingsgemeinschaft mit BOL unter der Leitung von Jost Hammer und Regula Jakob erfolgreich weitergeführt. Die Trainingsgemeinschaft war kein Ausbildungsklub des Swiss Orienteering mehr. Die Entschädigungen wurden geringer. Martin Gygax trat aus beruflichen Gründen als Präsident zurück. 

2016    leitete Jost zusammen mit der neu in den Vorstand gewählten Tanja Uhlmann. Er als Trainingsleiter, sie als Trainingskoordinatorin und J+S Coach. Es sollte eine erfolgreiche Zusammenarbeit werden. Acht neue Mitglieder! Neue T-Shirts! Es trainierten regelmässig ca. 15 – 20 Kids im Alter zwischen 8 und 16 Jahren in den 17 Sommer- und 11 Wintertrainings.

2017 nahmen ca. 25 Kinder teil. Miron Rulka gehörte dem Nachwuchskader an. Noemi Uhlmann wurde im Sprungbrett aufgenommen. 

Neun Biber hatten an sechs Wertungsläufen des BKW-Cups teilgenommen. Das Jubiläums-Wochenende über Auffahrt im französischen Jura und das Wettkampfwochenende auf der Rigi standen auf dem Programm. Im Juni fand ein spezielles Elterntraining auf dem Weissenstein statt.

2018 folgte ein Wochenende in der Innerschweiz. Am Samstag bestritt man bei nassem Wetter den Dorf-Sprint in Unterägeri. Am Sonntag konnte an der MOM ein zweiter und dritter Platz gefeiert werden. Die J+S-Leiterinnen Brigitte Hammer und Lisa Sprenger waren mit im Trainerstab.

2019 war das Biberweekend in Rueun, GR. Mit ca. 35 Teilnehmenden war das Weekend sehr erfolgreich. Ein herzlicher Dank ging insbesondere an Jost Hammer für seine grossartigen, technisch anspruchsvollen Trainings im Gelände um Flims. An den Schweizermeisterschaften konnten die Biber zehn Top Ten Plätze belegen.

Ab 1. November 2019 wurde die Zusammenarbeit mit den Bucheggberger OL beendet. Zu gross waren die Unstimmigkeiten geworden. 

2020 prägte die ausbrechende Pandemie das Geschehen. Trotz Coronajahr konnten 28 Trainings unter Einhaltung des Schutzkonzeptes mit vielen motivierten Teilnehmenden durchgeführt werden. Bei den Wettkämpfen sah es anders aus. Sehr viele Läufe wurden – auch sehr kurzfristig – abgesagt. Die ersten ausgebildeten 1418Coaches hiessen Alina, Malin, Noemi und Siri. 

Stefanie Burki wurde im Herbst in das Sprungbrett des «Soubäre» Kaders aufgenommen. Noé Henseler in die Anschlussgruppe im Bike-OL.

2021 war Corona immer noch präsent. Dank Schutzkonzept und konsequentem Outdoor-Sport konnte Jost 31 Trainings auch mit der Unterstützung der zwei neuen J+S Leiterinnen Alina Fadel und Noemi Uhlmann durchführen. 

2022 wurde Janik Burki ins Nachwuchskader BE/SO aufgenommen. Es war wohl das anspruchsvollste Jahr. Tanja Uhlmann musste sich einer Operation unterziehen und folglich kürzertreten. Jost konnte auf die Zusammenarbeit mit mehreren befreundeten OL Klubs zählen, aber auch auf Klubmitglieder. Gross war die Trauer, als im Dezember dann Tanjas Ehemann unerwartet verstarb. Ein Jahr, indem niemand einen Jahresbericht schreiben mochte.

2023 zog Jost alle Register, um die Trainings ohne die Koordination von Tanja Uhlmann zu organisieren. Lotta Lüthi wurde ins Nachwuchskader BE/SO aufgenommen. Fabian trat als neuer Biber der OLG bei. An die gute Trainingsbeteiligung des Vorjahres konnte man nicht anknüpfen. 

2024 erhielt die OLG Flügel. Siri Gygax, Malin Lüthi traten mit Miron Rulka dem Vorstand bei. Leonardo gesellte sich neu zu den Bibern. Die Trainingszusammenarbeit mit den beiden jungen Frauen, begann sich zu entwickeln, so dass Jost fand: «Es ist wichtig, dass die junge Generation übernimmt. Zudem kann neue Energie fliessen!»

Ich habe den Eindruck Jost konnte immer aus dem Vollen schöpfen. Ja klar, er ist ja auch J+S Experte, war Eliteläufer und Nationaltrainer. Dennoch, die Trainings organisierte er mit einer Leichtigkeit, welche die ganze Arbeit dahinter vergessen liess. Sein Anspruch war hoch: das Training sollte auf die bevorstehenden Läufe vorbereiten. Es war ihm wichtig in unterschiedlichem Gelände Trainings anzubieten. Die Jungen mussten manchmal auch hören, dass ihre Bahnlegung noch optimiert werden könnte. Die Trainingswilligen sind ihm in Scharen gefolgt, wie beim Weihnachtssprint, und manchmal habe sie ihm die Gefolgschaft fast verweigert wie einmal in Corcelles. 

“Lieber Jost, in den vergangenen zwölf Jahren hast du hunderte von Trainings geleitet, begleitet, oder besucht. Trainingsleiten heisst Zeit einsetzen, organisieren, motivieren, und ab und zu auch eine Baisse aushalten. Der Lohn war ein Dankeschön, ein Föteli, eine J+S-Entschädigung und nun ein Rückblick. Das wars?

Nein, ich denke du darfst mit Stolz und Freude sehen, dass deine jahrelange Arbeit als Leiter Früchte trägt. Adrian Jäggi, Miron Rulka, Malin Lüthi, Siri Gygax, Stefanie Burki, Noé Henseler, Noé Rüegsegger, Alina Fadel, Lotta Lüthi, Janik Burki, Noe Emch und mehr haben sich in den vergangenen Jahren zu ganz tollen jungen Leuten entwickelt, denen der OL-Sport am Herzen liegt. Sei es als Vereinsmitglied, 1418Coach, J+S Coach, J+S-Leiterin, Nachwuchskadermitglied Be/SO, MTBO Kadermitglied oder sogar als Vorstandsmitglied. 

Das Nachwuchskonzept, welches am Anfang deiner 12-jährigen Arbeit als Trainingsleiter stand, hat Früchte getragen. Und du darfst darf mit Freude und Genugtuung sehen, dass Siri Gygax und Malin Lüthi übernehmen.”

Miron Rulka, l. und Jost Hammer

Miron Rulka, der diese Zeit als Jugendlicher mit erlebt hatte, und heute Vizepräsident und Wettkampfkoordinator ist, freute sich mit Jost ein PowerPoint Karaoke als Special Guest zu machen.

Beitragsbild: Jost Hammer mit den beiden neuen Leiterinnen Siri Gygax, l. und Malin Lüthi, r.

Fotos. J. Bill