Das Jahr begann für mich mit einem Trainingslager in Finale Ligure. Dieses bot mir die Möglichkeit, mich sowohl physisch als auch biketechnisch optimal auf die bevorstehende Saison vorzubereiten. Von Januar bis März fanden noch keine Wettkämpfe statt. Diese Zeit nutzte ich, um mit dem Trainingsplan von Silas Hotz die Basis für die ersten Rennen in Sesto Calende zu legen. Dort konnte ich mich zum ersten Mal in der Saison 2024 mit internationalen Konkurrenten messen. Im direkten Vergleich mit Matteo Traversi zeigte sich, dass wir körperlich ähnlich stark waren, er jedoch im Gelände die bessere Orientierung hatte. Ich nutzte die Gelegenheit, mich an seinem Tempo zu orientieren, was mir gut gelang.

Im Frühling standen die Selektionswettkämpfe für die Europameisterschaft in Polen an. Diese konnte ich erfolgreich absolvieren, unter anderem mit einer neuen Bestzeit auf dem Bremerloop. Nach dem ruhigen Start der Saison folgte ein intensiver Mai mit zahlreichen Wettkämpfen, darunter zwei verlängerte Wochenenden in Frankreich. In Bernex traf ich auf starke französische Konkurrenten. Die Vielfalt der Formate – Massenstart, Langdistanz und Staffel – machte dieses Wochenende besonders abwechslungsreich und spannend. Abgesehen vom Massenstart, bei dem ich Zeit einbüßte, konnte ich konstant gute Leistungen abrufen und erreichte durchschnittlich den vierten Platz. Am letzten Tag trat ich mit Flurin in Les Gets zur Staffel an. Flurin zeigte wie gewohnt ein hervorragendes Rennen und übergab mir in einer guten Position. In den steilen Skipisten konnte ich meine physische Stärke ausspielen, und wir erreichten gemeinsam den zweiten Platz in der Elite – Danke, Flurin!

Am darauffolgenden Wochenende boten die Wettkämpfe bei Prémanon eine wertvolle technische Vorbereitung. Das dichte Wegenetz erforderte höchste Konzentration auf der Karte und schärfte meine Orientierung, bevor es nach Ostroda in Polen ging. 

Die Europameisterschaft begann mit dem Sprint, der auf den ersten Blick komplex und technisch anspruchsvoll schien. Überraschenderweise erwies sich das Rennen jedoch als kartentechnisch einfach, dafür aber extrem schnell. Meine physische Stärke zahlte sich aus, und ich beendete den Sprint auf dem 13. Rang, erstmals bei den Junioren. Es folgten die Lang- und die Mitteldistanz. Während ich in beiden Rennen unter die Top 20 fahren konnte, unterlief mir in der Langdistanz ein Fehler, der wertvolle Zeit kostete. Die Mitteldistanz beendete ich ohne große Fehler, jedoch stürzte ich über einen Baumstamm, den ich in einer Abfahrt übersehen hatte. Trotz kleiner Rückschläge konnte ich die Europameisterschaft mit einem positiven Gefühl abschließen. Diese internationalen Wettkämpfe markierten zugleich das Ende meiner Saison auf internationaler Ebene.

Im Sommer unternahm ich verschiedene Biketouren, darunter eine beeindruckende Tour von Le Châble ins Aosta-Tal mit Adrian Jäggi, der die Route geplant hatte. 

Ein besonderes Highlight war mein erster Bike-Marathon in Grindelwald. Vor der atemberaubenden Kulisse der Berner Alpen absolvierte ich die rund 50 Kilometer mit 2700 Höhenmetern und sicherte mir den zweiten Platz bei den Junioren.

Im Herbst folgten weitere nationale Wettkämpfe im Bike-Orientierungslauf. Mit vielen wunderbaren Erlebnissen konnte ich mein letztes Jahr als Junior abschließen und auf eine lehrreiche und erfolgreiche Saison zurückblicken.

Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die mich diese Saison tatkräftig unterstützt haben – Vielen Dank!