Orientierungslaufgruppe Biberist Solothurn

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Saisonbericht 2019 Adrian Jäggi

Lies jetzt den Saisonbericht von 2019 von Adrian Jäggi:

ADRIAN JÄGGI – SPORTPREISTRÄGER 2019

Adrian Jäggi erhält für seine herausragende sportliche Leistung im Bike OL den kantonalen Sportpreis 2019.

In einer stimmungsvollen Feier wurde Adrian Jäggi, Lohn-Ammannsegg, am 13. Mai 2019 mit einem Sportpreis von 7000 Fr. ausgezeichnet. In Anwesenheit des Gesamtregierungsrates des Kantons Solothurn fand die 35. Vergabe in der gut besetzten Mammuthalle in Hofstetten-Flüh statt. Die Organisatoren scheuten keine Mühe, den zwölf Preisträgern und
sportbegeisterten Besuchern einen tolles Erlebnis zu bieten.

ADRIAN JÄGGI ERHÄLT DEN SPORTPREIS VON LANDAMMANN ROLAND FÜRST

In der Laudatio wurde der eindrückliche Einsatz des jungen Sportlers unter anderem wie folgt gewürdigt: “Mit dem Mountainbike in hohem Tempo einen Orientierungslauf absolvieren, das ist Bike-OL. In dieser Disziplin ist Adrian Jäggi amtierender Junioren Weltmeister.
Der 21-Jährige trainiert allerdings schon wie ein Profi. Er schätzt den familiären Umgang in der Bike-OL Community. Die Spitzenfahrer sind sich nicht zu schade alle anfallenden Arbeiten wie Unterkunftorganisation, Veloflicken oder Kochen selbst zu erledigen. Der Aufwand, den man für professionelles Training in zwei Sportarten betreiben muss, ist enorm: Wöchentlich acht bis neun mehrstündige Trainings auf dem Bike für Kraft und Ausdauer sind physische Herausforderungen. Ebenso darf das Kartentraining nicht unterschätzt werden. Adrian Jäggi bringt das neben einem Vollzeitstudium offenbar bestens auf die Reihe. Sicher auch dank dem grossen Support seiner Familie. Adrian Jäggi ist mit seinen bisherigen Erfolgen im Bike OL das grosse Zugpferd in der noch jungen Sportart.“

Das Video zur Preisverleihung unter: https://www.youtube.com/watch?v=D-fer7aWr0E

Sportpreis 2019
ADRIAN JÄGGI WIRD VON RETO SCHLÄPPI, PRÄSIDENT DER KANTONALEN SPORTKOMMISSION, INTERVIEWT.

Der sichtlich relaxte Preisträger genoss die Ehrung und das anschliessende Quiz zum Bike-OL. Auf seine nächsten Ziele als Elitefahrer angesprochen, nannte er die Europameisterschaft in Polen (8.6.-10.6.2019), für die er Ende April selektioniert wurde. Danach
steht die Weltmeisterschaft in Dänemark im Fokus.
Adrian Jäggi betreibt auch eine Homepage: www.ajaeggi.ch
(Text und Fotos: Jacqueline Bill)

Interview mit Adrian Jäggi zum härtesten Mountainbike-Rennen der Welt

ADRIAN JÄGGI UND SIMON BRÄNDLI STARTEN. (Quelle: Sportograf)

 «Einmaliger Traum und cooles Abenteuer in Südafrika»
„Dr Adrian Jäggi het mit em Simon Brändli am Cape Epic (630km/16650 m HD) teilgnoh und het dr 40. Gsamtrang beleit“, so die erste Kurznachricht.

Grund genug sich auf Spurensuche zu machen: Die beiden Bike-OL-Spitzenathleten Simon Brändli und Adrian Jäggi, amtierende Bike-OL Weltmeister bei der Elite und den Junioren über die Mitteldistanz, qualifizierten sich für das prestigeträchtige Abenteuer und kamen als Team «#suimtbo racing» zu einem begehrten und teuren Startplatz. Traum jedes ambitionierten Bikers!

Adrian Jäggi, die OLG Biberist SO gratuliert dir ganz herzlich zu deinem super Rennen. Wir sind stolz auf dich und gleichzeitig neugierig mehr von dir zu erfahren:

Wie hast du dich auf diesen achttägigen Bike-Marathon vorbereitet?
Wie sah die physische und mentale, aber auch die finanzielle Vorbereitung aus?

Seit November habe ich mein Training hauptsächlich aufs Cape Epic ausgerichtet. Zusammen mit meinem neuen Trainer Benoît Babey habe ich verschiedene neue und vor allem längere Intervall-Trainings absolviert und so meine Form markant steigern können. Der Leistungstest anfangs Februar zeigte einen riesigen Sprung in meiner physischen Entwicklung, und das im Vergleich zum Juli 2018!
Mental habe ich mich eigentlich nicht speziell vorbereitet. Wir wussten, dass es lang und hart wird, aber wir waren dennoch überrascht, wie lang und hart es wirklich war. Speziell darauf vorbereiten kann man sich eigentlich nicht, aber Erfahrungen aus anderen Marathon(-Etappen)-Rennen helfen auf jeden Fall.
Das Startgeld fürs Cape Epic war mit fast 6000CHF ein grosser Brocken. Dank einem sehr erfolgreichen Crowdfunding-Projekt auf ibelieveinyou.ch konnten wir uns aber diesen Traum verwirklichen. Auch an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an alle Unterstützer, es hatte auch etliche aus der OLG!

Welche Renntaktik hast du mit deinem Partner Simon Brändli verfolgt?

Unser Ziel formulierten wir so: So schnell wie möglich ins Ziel kommen, mit Betonung auf ins Ziel kommen. Bei diesem Rennen kann so viel passieren, und ein Sturz kann schnell mal schwere Verletzungen oder irreparable Schäden nach sich ziehen. Deshalb wollten wir einfach ins Ziel kommen, aber dies natürlich schon so schnell wie möglich. Es lief darauf hinaus, dass wir eigentlich jeden Tag voll ans Limit gingen, und manchmal auch darüber hinaus.

Welche besonderen Herausforderungen bot das Rennen nebst der Ultra-Distanz von 680 km und rund 17 000 Höhenmetern?
Wie waren die Streckenführung, die klimatischen Bedingungen und wie hast du dich verpflegt?

Das Rennen findet teilweise in absoluter Wildnis, fernab von jeder Zivilisation, statt. Es gab Etappen ohne einen Meter Asphalt, und die Kieswege sind auch bei weitem nicht so wie wir sie hier in der Schweiz haben. Man war konstant am Kämpfen, sei es mit dem Untergrund, dem Wind, der Vegetation, dem Sand oder sich selbst. Das Wetter war sehr angenehm. Nur die letzten drei Etappen waren mit über 30°C sehr heiss, an den anderen Tagen war es mit 20-25°C angenehm warm. Wir starteten jeweils schon um 7:00 morgens und waren meist vor dem Mittag wieder zurück, die extreme Hitze bekamen wir also nie zu spüren.
Bei einem Etappenrennen, wo man jeden Tag deutlich mehr als 3 Stunden fährt, braucht man sehr viel Energie. Diese muss irgendwo herkommen. Wir assen am Abend und am Morgen jeweils wie Mähdrescher alles, was wir irgendwie runterbrachten. Mit der Verpflegung während dem Rennen hatten wir ein wenig Mühe. Feste Nahrung in der Form von Riegeln war für uns aufgrund des heftigen Atmens sehr schwierig. Die Alternative Gel hat den Nachteil, dass sie zwar kurzfristig einen heftigen Energieschub gibt, man aber danach in ein sogenanntes „Zuckerloch“ fallen kann, wenn man nicht aufpasst. Wir vertrauten trotzdem hauptsächlich auf die Energie aus Gels und Sportgetränken.

Inwieweit war die Sicherheit in Cape Town (Südafrika) ein Thema für dich?

Kapstadt und Stellenbosch empfand ich als sehr ruhige und sichere Gegenden. Es gibt dort natürlich die Slums (Kayamandi in Stellenbosch zum Beispiel), wo einem abgeraten wird dorthin zu gehen. Dort wohnen sehr viele Menschen auf engem Raum in Wellblechhütten, was ich als sehr erschütternd empfand. Wir hielten uns aber nie in diesen Gegenden auf, aber die Profis bestritten in der Woche vor dem Cape Epic in Kayamandi ein kurzes Charity-Race. Diese hatten auf jeden Fall keine Probleme, auch wenn ihre Bikes ausgesprochen teuer sind.
Ich persönlich hatte aber nie Angst, dass mich jemand ausrauben würde. Am letzen Tag probierten wir sogar die berühmten Minibus-Taxis aus (das EDA warnt vor deren Gebrauch), und trafen nur sehr freundliche und ehrlich Leute an. Beim einen Taxi hat Simon den Preis nicht richtig verstanden, gab viel zu viel Geld, und sie gaben auf den Rand genau Rückgeld. Dies kann natürlich auch anders sein, aber wir hatten wirklich keine Probleme mit der Sicherheit.

Was bedeutet dieser 40. Rang für dich persönlich? Für deine weitere Bike-Saison?

Das Resultat zeigt, dass wir auch über solche, für uns ungewohnt lange Distanzen mit den Schnellsten zumindest teilweise mithalten können. Für mich war es vor allem ein einmaliger Traum und ein cooles Abenteuer. Ich bin stolz darauf, dieses berühmte Rennen mit einem sehr illustren Teilnehmerfeld so beendet haben zu können. Es bestätigt mich in meiner Entscheidung, neben dem Bike-OL vor allem diese Saison auch mehr auf Marathon-Rennen zu setzen. Ich werde dieses Jahr die nationale Serie der Swiss Marathon Bike Classics auf der Mitteldistanz fahren. Mein Hauptschwerpunkt aber ist und bleibt der Bike-OL. Nur ist dort die „Langdistanz“ mit ca. 2h Rennzeit eher ein Sprint im Vergleich zum Cape Epic…

Mehr Informationen zum Rennen unter: https://www.cape-epic.com/riders/the-2019-race/2019-route

Interview: Jacqueline Bill

Start ins Wintertraining – Nachwuchs macht Kung Fu

Fotos Biberister OL

Die Fotos vom Biberister OL 2018 in Corcelles findest du hier: https://www.flickr.com/gp/148732891@N05/2qWREA

© Rainer Burmann

Saisonbericht 2018 Adrian Jäggi

Saisonbericht 2018

Grundlagentraining in der Wärme

Mein Jahr 2018 startete 10h früher als das der meisten Leser dieses Berichts. Ich startete mein Jahr 2018 in Sydney, Australien. Ich verbrachte 3 Monate von Ende Dezember 2017 bis Ende März 2018 im australischen Sommer, weil ich dort deutlich bessere Trainingsbedingungen vorfinde als in der Schweiz zu dieser Zeit, weil ich meine Englischkenntnisse verbessern wollte und auch weil ich etwas Neues entdecken wollte. Ich wohnte bei Bekannten aus der Bike-OL-Szene. So hatte ich auch immer Guides, die mir die besten Trainingsgebiete zeigen konnten und mich an Wettkämpfe mitnahmen. Ich erkundete Sydney, Canberra und Melbourne und erkundete während 2 Wochen die Insel Tasmanien. Ein detaillierter Bericht findest du hier.

Erste Wettkämpfe

Die ersten Wettkämpfe in Europa waren die Wettkämpfe anfangs April in Besançon. Sie waren Teil der neukreierten «Young Guns MTBO Series», die eine Jahreswertung für Junioren und Jugend-Fahrer ist, vergleichbar mit einem Weltcup. Ich konnte beide Juniorenrennen gewinnen, und dies gegen die 2 grössten Mitkonkurrenten Thomas Steinthal und Jan Hasek. Wir 3 waren es denn auch, die alle Junioren-WM-Goldmedaillen unter uns ausgemacht haben. Dazu aber später mehr. Mein Australienaufenthalt resultierte in einer sehr guten Frühform. Ich hatte im April einiges an Trainingsvorsprung auf meine Konkurrenten, was ich auch umsetzen konnte. Drei Wochen darauf folgte die erste Massenstart-SM der Schweizer Bike-OL-Geschichte, und dies in meinem Heimwald in der Martinsfluh. Aufgrund einer leichten Verletzung eine Woche zuvor konnte ich nicht mein ganzes physisches Potential ausschöpfen, gewann aber trotzdem die Silbermedaille bei der Elite. Dies war nicht meine erste Elite-Silbermedaille, und es soll auch nicht die letzte bleiben.

Trainingslager Dänemark

In Dänemark findet jedes Jahr im Frühling ein Bike-OL Trainingslager statt. In Anbetracht der WM 2019, die Dänemark stattfinden wird, und der kartentechnisch anspruchsvollen Geländen, beschlossen wir (das Schweizer Team), an diesem Camp teilzunehmen. Es gab an jedem Tag mindestens ein Training und zudem noch einige Wettkämpfe, die teilweise auch zur «Young Guns MTBO Series» zählten. Das flache Gelände lag mir jedoch irgendwie nicht so, und ich war ziemlich müde, da ich viel arbeiten musste und am Sonntag vor dem Camp noch ein Cross-Country-Rennen bestritt. Die Resultate fielen deshalb nicht nach meinen Vorstellungen aus, aber ich nahm eine gute Erfahrung aus Dänemark mit. Diese wird mir in der Vorbereitung auf die WM 2019 sicher viel helfen. Am besten am ganzen Camp gefiel mir, neben dem Wiedersehen mit internationalen Freunden, vor allem der Abschlusswettkampf, die Ultra-Langdistanz, auch Høker genannt. In einem Bike-OL von über 3h kann so viel passieren, das fasziniert mich. Ich fände es super, wenn die Ultra-Langdistanz eine WM-Disziplin werden würde!

Erste Wettkampfphase

Von Mitte Mai bis Mitte Juni bestritt ich 2 Marathons und einen Bike-OL-Wettkampf. Beim Elsa Bike Trophy in Estavayer le lac konnte ich eine starke Leistung zeigen: Ich bewältigte die 60km mit 1791 Höhenmeter in 2:37:08 und belegte damit den 17. Rang Overall auf der langen Distanz. Den 2. Marathon, der Bergibike von Rossens nach Bulle, musste ich nach ca. 4km schon abbrechen. Ein Konkurrent (ein Idiot) fuhr mir ins Hinterrad, so dass eine Speiche riss. Da die Speiche einer sehr hohen Zugkraft ausgesetzt ist, zerstörte sie nach dem Zerreissen auch gleich das Felgenband, die Luft war draussen. Wütend lief ich zum nächsten Streckenposten, wo mich glücklicherweise jemand vom Veranstalter zurück zum Start mitnahm. Von da gings dann direkt nach Hause, ich musste sofort die Reparatur des Rades organisieren, denn nur 2 Tage später fuhren wir an die EM nach Budapest.

EM in Budapest, Ungarn

Die EM in Budapest ging da weiter, wo ich beim BergiBike aufgehört habe: Mit einem Defekt. Im ersten Rennen, einem Sprint in einem super spannenden Gelände (ein flacher Stadtwald mit sehr vielen schnell befahrbaren Trails), schnitt mir eine Glasscherbe den Vorderreifen auf. Das Loch war zu gross, als dass die Dichtmilch es hätte dichten können. Mein Rennen war somit mit einem DNF beendet. Das 2. Rennen, die Langdistanz in einem sehr matschigen Gelände, endete ebenfalls ohne Resultat für mich. Auf dem Weg zum 8. Posten verlor ich meine SIAC aus mir unerklärlichen Gründen aus dem extra von SPORTident dafür geschaffenen Halter. Nach 15min suchen fand ich ihn wieder, und brach mein Rennen danach ab. Die Mitteldistanz am Tag darauf misslang mir ebenfalls komplett. Ich wollte ganz einfach zu viel und beging mehrere grobe Fehler und quittierte noch einen falschen Posten. 3 Einzelrennen an dieser EM, kein einziges mit einem Resultat. Das war eine riesige Enttäuschung. Zum Glück kam noch die Mixed-Staffel, die ich mit Maja und Simi in der Elite fuhr. Nachdem für uns alle die Einzelwettkämpfe nicht wie gewünscht liefen, konnten wir alle in der Staffel solide Leistungen zeigen, und belegten den grossartigen 4. Platz! Hier findest du einen detaillierteren Bericht auf meiner Website.

WM in Zwettl, Österreich

Auf die WM habe ich mich sehr akribisch vorbereitet. Während den 5 Wochen, die zwischen der EM und der WM lagen, konzentrierte ich mich vollständig auf die WM-Vorbereitung. Ich zeichnete Karten der WM-Gelände, machte Bike-O-Trainings mit den Nationalkader-Kollegen und richtete auch sonst fast alles auf die WM aus. Denn diese WM war meine letzte als Junior, und ich wollte, dass es auch meine Beste wird. Die Woche begann sehr gut, von Anfang an fühlte ich mich wohl im hügeligen Gelände im Waldviertel. Der erste Wettkampf war der Massenstart, wo ich sogleich Silber gewann. Im 2. Wettkampf, der Mitteldistanz, wurde ich dann sogar Weltmeister. Und tags darauf gewann ich zusammen mit Noah Rieder und Silas Hotz die Bronzemedaille in der Staffel, die erste Staffelmedaille bei den Junioren in der Schweizer Bike-OL-Geschichte! Das war ein grandioser Start in eine super Woche. In der Langdistanz belegte ich den 4. Rang und im Sprint wurde ich 9. Ich fühlte, dass gegen Ende Woche etwas die Luft draussen war bei mir, ich hatte all meine Ziele bereits erreicht und schaffte es nicht mehr, ans absolute Limit zu gehen. Aber ich beendete jedes Rennen in der Top10, hatte keine Aussetzer und gewann 3 Medaillen und ein Diplom. Was will man noch mehr? Hier ein Detailbericht.

Nach-WM-Depression oder wie man sie am besten übersteht

Nach der WM kommt bei den meisten Athleten ein psychisches Tief. Nach einer extrem intensiven Wochen mit sehr vielen Emotionen fühlt sich die Woche danach meist sehr leer an. Deshalb nahm ich zusammen mit Simon am Grischa Trail Ride teil. Das ist ein Trail-Contest, wo es darum geht, in einer vorgegebenen Zeit möglichst viele möglichst anspruchsvolle Trail-Kilometer zu sammeln. Diesen konnten wir sogar gewinnen! Eine Woche danach bestritt ich den Nationalpark-Bike-Marathon. Aufgrund des schlechten Wetters musste dieser leider verkürzt werden, wir durften nur die 47km Strecke mit rund 1000 Höhenmeter fahren. Es war ein eher langweiliges Rennen ohne Trails. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug trotz einer taktischen Startphase über 30km/h. Trotzdem konnte ich den 5. Platz Overall und den 2. Platz in der Open 1 Kategorie belegen.

Off-Season-Camp bevor die Saison zu Ende ist

Anfang September fand in der Lenzerheide die WM der Cross-Country- und Downhill-Fahrer statt. Ich fand, dass sei eine perfekte Möglichkeit, um mit den internationalen Bike-OL-Kollegen ein Off-Season-Camp zu organisieren. Nach langem hin und her konnten wir ein Plan auf die Beine stellen, der verhielt. Wir gingen zuerst 2 Tage campen am Walensee, um am Wochenende von Chur aus jeweils die Rennen in der «Heid» schauen zu gehen. Wir verbrachten eine super Zeit dort! Ich fand es super, mit diesen Freunden nicht nur Trainingslager und Wettkampfwochen zusammen zu verbringen, sondern auch mal einfach zusammen Spass zu haben.

Swiss Epic, die härteste Woche der Saison

Nur 2 Tage, nachdem ich aus der Lenzerheide nach Hause kam, fiel auf der Bettmeralp im Wallis der Startschuss zu meinem ersten Etappenrennen. Während den 5 Etappen über 622km und 12550 Höhenmeter haben wir viel gelitten, aber auch viel Spass gehabt und viele schöne Aussichten genossen. Für mich war es eine neue Erfahrung, 5 Marathonrennen an 5 aufeinander folgenden Tagen zu bestreiten. Ich kam gegen Ende der Woche definitiv an mein Limit, wir konnten aber die Tage durchstehen ohne einzubrechen. Wir erreichten in der Kategorie Men den 18. Rang, als bestes Team ohne UCI-Pro-Team-Status! Dadurch haben wir uns auch fürs ABSA Cape Epic qualifiziert, das grösste und bekannteste Mountainbike-Mehretappenrennen der Welt, das jeweils im März in Südafrika stattfindet. Diese Startplätze sind sehr begehrt und meist innerhalb weniger Sekunden ausverkauft. Im März 2019 ist für uns nun soweit, die 624km mit 16650 Höhenmetern während 8 Tagen unter die Räder zu nehmen. Es ist die Höhenmeterreichste Cape-Epic-Ausgabe der Geschichte! Mein Swiss-Epic Bericht findest du hier.

Saisonabschluss

Gleich einen Tag nach der letzten Swiss-Epic-Etappe fand die Schweizermeisterschaft über die Mitteldistanz statt. Völlig übermüdet fuhr ich mit einem ziemlich sauberen Lauf zu Silber. Ein weiteres Mal… Die Woche darauf fand der Weltcupfinal in Odemira, Portugal, statt. In den 3 Rennen erreichte ich die Plätze 28, 21 und 18. Ich konnte die lange und intensive Saison spüren, ich fühlte mich sehr müde. Trotzdem bin ich stolz, mein vorher definiertes Ziel einer Top 20 Platzierung in einem Elite-Weltcup erreicht zu haben. Ein detaillierter Bericht findest du hier. Das letzte Rennen vor der Trainingspause war wiederum ein Marathon: Das Iron Bike Race in Einsiedeln. Die finalen 77km und 2700Hm der Saison 2018 brachte ich in 3:35:55.1 hinter mich. Dies ergab den 10. Platz Overall und den 2. Platz in der Kategorie Herren Fun 1. Ich war sehr froh, dass danach eine Pause kam. Ich fühlte mich müde und ausgebrannt, aber gleichzeitig auch stolz auf all die Resultate, die ich im 2018 erreichen konnte!

Bike-OL Schweizermeisterschaft Massenstart

Der Auftakt zum diesjährigen Swiss Cup war in doppelter Hinsicht eine Premiere: Erstmals fand in der Schweiz nämlich ein Massenstart-Rennen statt, perfekt organisiert von der OLG Biberist SO.

Prächtiges Frühlingswetter, blühende Bäume und leuchtende Rapsfelder, die zwischen den Baumstämmen hervorlugten, begrüssten die knapp hundert Teilnehmenden gestern Samstag am 3. Biberister Bike-OL, der als Schweizer Meisterschaft im Massenstart auf der Karte Martinsflue ausgetragen wurde. Ein Wettkampf mit Massenstart verspricht Spannung – und der Wettkampfleiter und Bahnleger Thomas Jäggi verstand es meisterhaft, diese Erwartungen zu erfüllen. Gestartet wurde in Gruppen von bis zu fünfzehn Fahrern, je nach Kategorie und Bahn. Innerhalb einer Stunde waren alle Wettkämpfer/innen auf ihrer Bahn unterwegs.

Diese umfasste zwei Schlaufen mit Gabelungsposten und eine pro Kategorie identische Schlusslaufe. Der Wald nordöstlich von Solothurn ist übersät mit grossen und kleinen Findlingen und gilt als ein geniales Bikegebiet, denn er bietet ein dichtes Netz an Wegen und Pfaden. Die zahlreichen umgestürzten Bäume, die dem Sturm Burglind zum Opfer gefallen waren, stellten nicht nur bei der Routenwahl, sondern auch beim Aktualisieren der Karte eine zusätzliche Herausforderung dar. Gepaart mit den Felsblöcken schufen sie zudem eine Atmosphäre, die bezeugte, dass zu einem Bike-OL manchmal auch eine Prise Abenteuer gehört.

Kategorie D14 bereit zum Start (Foto: Ursula Häusermann)

Kategorie D14 bereit zum Start (Foto: Ursula Häusermann)

Die Teilnehmenden zeigten sich begeistert vom Wettkampf. Auch Maja Rothweiler, souveräne Siegerin bei den Damen Elite, war des Lobes voll: „Es war megaschön und hat mir super gefallen! Die Bahn war interessant und es hatte viele coole Trails.“ Gut zwei Minuten hinter Maja klassierte sich Ursina Jäggi, die letztes Jahr den Rücktritt aus dem Elitekader gab, sich aber immer noch viel auf dem Bike bewegt. Das Podest wurde von der mehrfachen Ex-Weltmeisterin Christine Schaffner komplettiert.

Podest der DE (Foto U. Häusermann)

Podest der DE (Foto U. Häusermann)

Schweizer Meister bei den Herren Elite wurde Simon Brändli. Dies kommt nicht ganz unerwartet, errang er doch im Massenstartrennen an der WM 2017 in einem packenden Finish die Bronzemedaille. Im gestrigen Schweizer Rennen war der Gegnerkontakt wegen der geringeren Teilnehmerzahl natürlich nicht so intensiv. „Ich habe erst auf der zweiten Schlaufe Adrian Jäggi gesehen“, meinte Simon, dem die erste Schlaufe nicht ganz optimal gelang, der insgesamt aber mit seinem Rennen zufrieden war. Adrian Jäggi, der eigentlich noch bei den Junioren startberechtigt wäre, zeigte mit der Silbermedaille bei den Herren Elite sein grosses Potenzial und wies einen Vorsprung von mehr als sechs Minuten auf Altmeister Beat Schaffner auf. Dieser beklagte einen administrativen Fehler, der ihn mehrere Minuten kostete.

 Podest der HE (Foto: U. Häusermann)

Podest der HE (Foto: U. Häusermann)

Resultate

Bericht & Fotos: Ursula Häusermann

Saisonrückblick Miron Rulka

Diese Saison begann schon im Dezember 2016 nach den letzten Wettkämpfen. Ich wertete meine letzte Saison aus und steckte erste Ziele für das Jahr 2017. Nach der Trainingspause fing ich dann im Dezember an mit meinem Wintertraining. Ich konnte den ganzen Winter ohne grössere Unterbrüche trainieren und konnte durch den Winter eine gute Laufbasis für die Wettkampfsaison erarbeiten. Ich bestritt auch einige Strassen-und Cross-Läufe um mich vorzubereiten. In den Trainingswochenenden des Regionalkaders konnte ich meine Form in der Rumpfkraft testen, ermittelte aufgrund von Pulsmessungen mein Schwellentempo und lernte sehr viel Theorie in Bezug auf die Trainingslehre.

Ich startete relativ gut in die Wettkampfsaison und erzielte gute Resultate an den Regionalen Läufen und an der Schweizermeisterschaft im Nacht-OL. Ich hatte aber das Problem, dass ich pro Lauf immer noch einen grösseren Fehler gemacht habe. Meistens konnte ich gegen Schluss die Konzentration nicht immer behalten und macht noch einen unnötigen Fehler. Also versuchte ich im Trainingslager um Ostern an diesem Problem zu arbeiten.
Das Frühlingstrainingslager fand in Bonaduz in Graubünden statt. Das voralpine Gelände war sehr spannend und war technisch sehr herausfordernd. Vor allem in Bezug auf das Orientieren mithilfe des Reliefs konnte ich enorm profitieren. Zudem ermöglichten die vielen Trainingsstunden und Höhenmeter eine Verbesserung der physischen Form. Die Stimmung innerhalb des Kaders war so toll, dass diese Woche wie im Flug zu Ende gegangen war.

Nach dem Trainingslager standen die Testläufe für die EYOC in der Slowakei bevor. Diese fanden im französischen Jura statt und ich bereitete mich mit ausgiebigem Kartenstudium auf die Hauptwettkämpfe vor. Als erstes fand der Langdistanz Testlauf statt. Das Wetter war mit Hagel und starkem Regen zum davon laufen. Doch genau das gelang mir während des Laufes überhaupt nicht. Mir unterlief schon zum dritten Posten ein grosser Fehler von über 10 Minuten. Am Ende lief ich auf den 21. Rang. Auch der Mitteldistanztestlauf am nächsten Tag lief für mich überhaupt nicht gut. Ich verlor auf einer Teilstrecke über 17 Minuten! Nur am Sprinttestlauf in Horgen konnte ich eine gute Leistung zeigen und lief auf den 12. Platz. Die Testläufe liefen überhaupt nicht wie vorgestellt und mir war klar, dass ich an meinem Fehlerkonzept arbeiten musste.
Eine Möglichkeit dafür war das Juniorenweekend der OLG Biberist SO welches auch im Jura stattfand. Dort konnte ich mich wieder ein bisschen mit dem Jura versöhnen und genoss die schönen Trainings. Ich verpasste dieses Jahr leider die Schweizermeisterschaft in der Langdistanz und im Sprint, weil ich zu dieser Zeit auf einer Studienwoche in Italien war. Ein weiteres schönes OL-Erlebnis war meine erste Pfingststaffelteilnahme mit der OLG Biberist SO. Ich lief die 2. Nachtstrecke und kam einigermassen gut zurück. Nach diesem Lauf ging es mir so gut wie noch nie und ich war mir von neuem ganz sicher warum ich OL so liebe.

Schon in den Sommerferien folgte das nächste Highlight dieser Saison. Ich ging das erste Mal nach Skandinavien OL machen! Die Vorfreude auf die zwei Wochen Trainingslager mit dem Nachwuchskader in Norwegen und Schweden war riesig und ich wurde auch nicht enttäuscht. Wir reisten mit dem Zug nach Kiel und von dort mit der Fähre nach Göteborg. Ab Göteborg ging es mit kleinen Büslis weiter nach Norwegen. Das Gelände war einfach nur wunderbar und zudem spielte das Wetter für skandinavische Verhältnisse auch gut mit. Ich trainierte so viel wie noch nie und machte technisch enorm viele Fortschritte. Ich verbesserte endlich mein Fehlerkonzept, konnte aber auch mein Selbstvertrauen stärken. Da ein Bild bekanntlich mehr als tausend Worte sagt: In der Herbstsaison zeigten sich dann die Fortschritte aus dem Trainingslager. Ich lief sehr konstant ohne Fehler an fast allen Wettkämpfen. Besonders stolz bin ich auf den 5. Patz am 3. Nationalen im Jura. Es kann also auch mal im Jura klappen …;) Wir gewannen als Nachwuchskader zudem diese Saison mit dem Motto „Mir si es Gschänk vom Himu“ den Jugendcup. In den Herbstferien ging es weiter mit dem nächsten Abenteuer. Ich ging das erste Mal ohne meine Eltern in die Ferien und bestritt zugleich meine erste skandinavische Staffel. Ich ging mit einem Kollegen aus dem Kader für eine Woche nach Stockholm und nahm mit dem finnischen Klub Pyrintö an der 25manna-Staffel teil. Den Rest der Woche konnten wir mit dem schwedischen Eliteläufer Jonas Leandersson trainieren.
Auch der Saisonabschluss verlief toll für mich. Ich lief am Schlusslauf auf den ersten Platz und war auch im BKW-Cup auf dem 1. Rang. Auch am letzten Wettkampf der Saison, der Team-OL Schweizermeisterschaft konnte ich mit meinem Team in meinem „Heim“-Wald auf den 3. Platz laufen.

Abschliessend möchte ich allen danken die mich diese Saison unterstützt haben. Ganz besonders meinen GönnerInnen und der OLG Biberist SO, für ihre grosszügige Unterstützung. Aber auch all meinen Trainern aus dem Kader und aus der OLG Biberist.
AUF IN DIE SAISON 2018!

GV 2018

Am 20. Januar 2018 findet die diesjährige GV der OLG Biberist SO statt. Wie jedes Jahr gibt es auch 2018 einen GV-OL am Nachmittag. Hier findest du alle Informationen zur GV und zum OL:

Rückblick TOM 2017

Liebe TOM-Läuferinnen und Läufer, liebe Besucher unseres 40-Jahre Jubiläums-Dorf-OL

Im Namen des Laufleiterteams und der ganzen OLG Biberist SO möchte ich mich bei euch für den Besuch bei uns in Biberist bedanken. Ich hoffe, wir konnten euch einen tollen, spannenden und herausfordernden Wettkampf bieten und ihr ward auch im Allgemeinen zufrieden mit unserer Organisation – für’s Wetter konnte ich leider nicht viel tun…

Geniesst auch die Wettkampfanalyse und ein paar visuelle Eindrücke auf unserer Webpage www.tom2017.ch sowie die Erholung in der Wintersaison.

Mit sportlichen Grüssen, Thomas Kämpfer, Laufleiter TOM 2017

Vermisst du etwas?

Hier ist eine Liste der Fundgegenstände

Die Bilder der TOM 2017

Vielen Dank an die Sponsoren!

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