Zum Finale der bernisch-solothurnischen OL-Saison 2019 reisten 15 Teams der OLG Biberist SO nach Urtenen Schönbühl. Bei goldenem Herbstwetter starteten sie in 13 Kategorien zur Postensuche auf der Karte GRAUHOLZ-SCHÖNBÜHL Obwohl der Wald recht grün war, überraschte er mit offenen Partien voller Pilze und Federmoos. Doch nicht geruhsames Pilzeln, sondern Posten suchen und diretissima finden war angesagt. Diese Teams durften auf die Schwedenkästen steigen:
D12: 2. Rang: Lotta Lüthi, Annik Henseler und Meret Montadon D16: 2. Rang: Noemi Uhlmann, Malin Lüthi, Nina Weber H150: 2. Rang: Thomas Jäggi, Patrick Henseler, Peter Roth D180: 3. Rang: Ursula Marty, Claudia Ziegler, Jacqueline Bill
Wie immer wurden alle Teilnehmenden mit einem
feinen Erinnerungspreis, Lebkuchen, belohnt.
Ein äusserst erfolgreiches Jahr für Orientierungslauf in den Schulen, sCOOL, neigt sich dem Ende entgegen. Rekordverdächtige neun sCOOL Tour de Suisse Etappen für insgesamt 710 Primarschüler/-innen der 3.-6. Klassen koordinierte Markus Lüthi, OLG Biberist SO, mit den beiden erfahrenen Tourleitern Ursula Spycher und Heinz Hosner.
Dabei hatte der Swiss Orienteering Verband die Etappen aufgrund von kleinerem Budget kontingentiert: Für die OLG Biberist SO waren gerade einmal drei Etappen in ihrem Einzugsgebiet vorgesehen. Das wollten die OL-Begeisterten nicht einfach so hinnehmen. Dank dem Verhandlungsgeschick der Tourleiterin Ursula Spycher und dem Entgegenkommen des Vorstandes der OLG Biberist SO- weitere drei Etappen einmalig zu finanzieren – wurde Unmögliches möglich gemacht und alle interessierten Schulen konnten ihre Etappen durchführen.
Folgende Primarschulen kamen in den Genuss einer sCOOL-Etappe: Gerlafingen 2x, Langendorf, Deitingen, Biberist, Flumenthal, Bellach, Kriegstetten, Solothurn Vorstadt.
Ohne OL-Karte geht gar nichts! So wurde zusätzlich für die neue Schulanlage in Gerlafingen noch eine Karte im Masstab 1:10’000 durch Walter Kämpfer und Thomas Jäggi aufgenommen.
Am sCOOL-Tag selber ging es nach einer kleinen Einführung in Karte und Kompass gleich zur Sache. Mit einfachen lustvollen Übungsformen konnten sich die Schülerinnen und Schüler im Orientieren und Laufen üben. Erfahrene OL-Läufer/-innen der OLG Biberist SO standen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Die Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Schulareal kennen, schafft Vertrauen. Doch welche Route ist die schnellste? Habe ich den richtigen Posten? Nach Trainingsläufen kam es zu einem kleinen, finalen Wettkampf. Die digitale Zeitauswertung lässt die Postensuche sehr genau nachverfolgen und vergleichen. Wettkampffieber wurde spürbar und die Faszination OL war da!
Ein grosser Dank gebührt natürlich den OLG- Biberist-Etappenhelfer/-innen: Ursi Marti, Hannelore Buser, Jacqueline Bill und Dani Notz, welche die Tourleitung an den sCOOL-Etappen tatkräftig unterstützten.
Ein wunderbarer Vollmond und 127 Stirnlampen leuchteten durch den dunklen Pfaffenweiher-Wald. Punkt 20.20 Uhr startete die erste Orientierungsläuferin mit Stirnlampe, Karte und Kompass zur Postensuche. Eine eingeschworene Gemeinschaft frönt dem Abenteuer Nacht-OL! Einer weiss es besonders gut, was es für einen Nacht-OL braucht: Der Laufleiter Roland Schneider.
Roland, Nacht-OL, nichts für Hasenfüsse? „Vielleicht organisiere ich gerade deshalb lieber, als selbst zu laufen. In der Nacht sieht alles ganz anders aus, man sieht nur noch das, was gerade vor einem, im Lichtschein seiner eigenen Lampe, ist. Das gilt es auch bei der Organisation zu beachten.“
Du hast in diesem Jahr schon den Biberister OL, an der SOW Week in Gstaad den Start neutrass und den Ferienpass organisiert. Was ist das Besondere beim Organisieren eines Nacht-OL? „Es ist ein verhältnismässig kleiner Anlass und dennoch braucht es alle Disziplinen, die bei einem normalen Regionalen anfallen. Vieles lässt sich aus der Erfahrung abschätzen und adaptieren. Auch hier steht der OL-Läufer, die OL-Läuferin im Vordergrund.“
Du hast die Bahnlegung der 26 Bahnen Miron Rulka, einem jungen OLG Mitglied übergeben. Wie war die Zusammenarbeit? „Miron hat in der Vergangenheit bereits einige Erfahrungen als Bahnleger sammeln können. Als Kaderläufer kennt er die Anforderungen an eine gute Bahn selber bestens. Miron hat zu einem grossen Teil selbstständig gearbeitet, wir haben uns per Mail, per Telefon und einmal ganz kurz persönlich ausgetauscht. Er hat seinen Job ausgezeichnet gemacht und dafür danke ich ihm auch recht herzlich.“
Rund 30 Helferinnen und Helfer haben den Anlass in der Zweienhalle in Deitingen erst möglich gemacht. Was motiviert die Freiwilligen wohl zur Mithilfe? „Es ist ein doch sehr begrenzter Einsatz – dieser fängt irgendeinmal am späten Nachmittag an und ist für die allermeisten vor Mitternacht zu Ende. Als Helfer sind alle Teil einer grossen Familie – die OL Familie.“
Wie wird an einem Nacht OL der Umwelt Rechnung getragen? „Auch wenn der Anlass nur wenige Teilnehmende hat, so gelten dieselben Auflagen, wie bei einem grossen Lauf. Es wird mit derselben Sorgfalt am Bahnkonzept, an den Postenstandorten und Routenwahlen gearbeitet. Das Wild soll so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Die Anreise mit dem ÖV ist schwieriger, da es vorkommt, dass die letzte Verbindung vor Wettkampfschluss stattfindet. In der Festwirtschaft hingegen liesse sich noch einiges optimieren durch den konsequenten Einsatz von Mehrweggeschirr zum Beispiel.“
Welches Fazit ziehst du von diesem Lauf? „Es war wiederum ein gelungener Anlass, mit zufriedenen Teilnehmern. Es sind die kleinen und einfachen Dinge, die wir gut machen müssen und das ist uns gelungen.“
Vor Mitternacht traf auch der letzte Läufer im Ziel ein. Nach der Rückkehr der Posteneinzieher kehrte wieder Ruhe und Dunkelheit im Pfaffenweiher-Wald ein. Nur der Vollmond streute sein magisches Licht über die Landschaft. Roland Schneider und mit ihm die letzten Helfer starteten ihr mit Material vollbepacktes Auto zur Heimreise.
Punkt 14 Uhr waren sie da beim Keller Fahnen Biberist: 16 Kinder und Jugendliche von 9 – 14 Jahren, welche Lust auf Orientierungslauf hatten. Roland Schneider, Wettkampfkoordinator der OLG Biberist hatte für die Teilnehmenden des Solothurner Ferienpass drei Bahnen im Wald , „Buechhof“ gelegt. Mit Karte, Kompass und Badge (elektronischer Stempel) ging es auf Postensuche. Auch die Helferinnen Regula Jäggi und Jacqueline Bill, freuten sich über den Eifer der sportlichen Mädchen und Buben. Im zweiten Teil lockte ein Irrgarten OL. Als die 30 Sekunden-Zielzeit von einem Mädchen geknackt wurde, gab es für die Knaben kein Halten mehr. Und siehe da: 26 Sekunden wurden erreicht! Zum kühlenden Abschluss spendete eine Mutter allen spontan eine Rakete, Wasserglace. Da strahlten Kinder und Erwachsene.
Nach der winterlichen Wettkampf-Pause war der erste Regionale Orientierungslauf zugleich Saisonauftakt. Am frühen Morgen machten die beiden Laufleiter Roland Schneider und Markus Schneider den letzten Check im Wettkampfzentrum „Bleichenmatt“ in Biberist. Die auf den neusten Stand gebrachte OL-Karte „Buechhof“ lockte 284 wetterfeste Sportlerinnen und Sportler an. Die Sturmwarnungen liessen einige wohl zu Hause bleiben. In der Tat war es regnerisch und windig, doch die milden Temperaturen liessen Unentwegte schon kurzärmelig laufen. Viele Jugendliche von 10 bis 18 Jahren nutzten diesen Lauf für die Nachwuchsmeisterschaft der Kantone BE / SO.