Orientierungslaufgruppe Biberist Solothurn

Autor: Jacqueline Bill Seite 5 von 11

50. Biberister OL in Rüttenen

Laufleiter Thomas Jäggi

Das 50-jährige Jubiläum des Biberister OL war für Laufleiter Thomas Jäggi kein Grund zum Feiern, sondern viele Gründe einen attraktiven Lauf zu organisieren. Dazu gehörten die Neuaufnahme einer OL-Karte, Absprachen mit dem Bahnleger für ein funktionierendes Start- und Zielgelände sowie ein Schulhaus-OL für Einsteiger. Und dank der guten Unterstützung durch die Gemeinde Rüttenen konnten die Parkplatzsituation und die Abläufe im Wettkampfzentrum mit dem OL-Beizli zielgerichtet geplant werden.

 

Am frühen Sonntagmorgen vom 7. April 2024, Thomas Jäggi war noch mit dem Aufhängen der letzten Wegweiser beschäftigt, trafen die ersten der 539 Läuferinnen und Läufer im Schulhaus in Rüttenen ein. Mit dabei waren die Jugendlichen der Nachwuchsmeisterschaft Bern/Solothurn und die Eisenbahner, welche in diesem Rahmen ihre OL-Meisterschaften durchführten. Bei sommerlichen Temperaturen lockte die neue OL-Karte «Leewald-Jungbann» sich in der Langdistanz zu messen!

 

Vorausgegangen war eine dreiwöchige Neuaufnahme des Gebietes Leewald durch die Kartenaufnehmer Hanspeter Arm, Andi Beer und Adi Gutknecht. Beer schwärmte auch im Nachhinein: «Die gut lesbare Höhenkurvenkarte bot im lichten Frühlingswald eine ausgezeichnete Grundlage zur Aufnahme.» Herausfordernd war die korrekte Kartierung der vielen Schneisen im Leewald. Im Gegensatz zur Aktualisierung der Jungbannkarte im letzten Jahr, kartierte das Trio nur die wirklich gut erkennbaren Schneisen. Die Waldgebiete Jungbann und Leewald kamen in den letzten 50 Jahren erst fünfmal für Wettkämpfe in den Einsatz. So bot das neue Laufgebiet den Teilnehmenden ein besonderes Erlebnis.

 

Bahnleger Markus Schneider entschied sich den Start für die 42 Bahnen im Jungbanngebiet zu setzen. Mit einem dichten Postennetz forderte er von den Läuferinnen und Läufern gleich zu Beginn hohe Konzentration. Danach liess er sie den Jurahang Leewald traversieren. Mit einer Pflichtstrecke markierte er den Übergang für einige Bahnen durch ein steiles und felsiges Gebiet. Im westlichen Leewald plante er weitere Posten – für die langen Bahnen bis fast zur Talstation der Weissensteinbahn. Die kurzen Bahnen hingegen führte er direkt ins Ziel. Markus Schneider freute sich über das positive Echo zur Bahnlegung. Auch wenn das abschnittsweise gehäufte Fallholz das Laufen im Gelände erschwert hatte. «Ohne den dichten Saharastaub hätten wir den Laufenden heute sogar die Sicht auf das Alpenpanorama bieten können», bilanzierte er.

 

Das Jubiläum 50 Jahre Biberister OL ist eine rechnerische Knacknuss. Wurden doch die ersten vier Läufe von der OLG Biberist organisiert, die damals eine Sektion der Trainingsgruppe Biberist war. Erst mit der Vereinsgründung am 26. November 1977 wurde die OLG Biberist offizielles Mitglied der Schweizerischen Interessensgemeinschaft für OL-Gruppen, SIOL. Seither führte der Verein jährlich einen Biberister OL durch mit Ausnahme des Pandemiejahres 2021, wo der 48. Biberister OL als Nationaler OL nicht durchgeführt werden konnte. Im Jahr 2023 konnte dieser als 49. Ausgabe mit dem 3. Nationalen OL in der Martinsflue nachgeholt werden.

 

Thomas Jäggi konnte beim grössten Anlass der OLG Biberist SO in diesem Jahr auf 33 versierte Helferinnen und Helfer zählen. Gemeinsam organisierten sie einen Anlass, der ihnen viel Lob einbrachte.

Grund zum Feiern hat die OLG Biberist SO erneut im Jahr 2027 bei ihrem 50-Jahr Jubiläum.

Team Bahnlegung: v.l. Markus Schneider, Jost Hammer, Simi Scherrer, Fabian Bucher und Thomas Bucher
Team Anmeldung/Auswertung: v. l. Fabian Borner, Brigitte Hammer, Thomas Reinhart, Lisa Sprenger Olson mit Nils. Es fehlt Markus Lüthi.
Kartenabgabe: Markus Marti
Team Start: v.l. Beatrice Gehriger, Remo Bill, Anders Olson und Roland Schneider
Team Festwirtschaft: v.l. Daniela Burki, Mirjam Lüthi, Siri Gygax, Annelise Bucher, Manuela Ursprung, Regula Gygax und Hannelore Buser
Team Schulhaus-OL: v.l. Noé Rüeggsegger, Timo Liem und Malin Lüthi
Team Ziel: v.l. Ursi Marty und Regula Jäggi
Team Infrastruktur: v.l. Andrzej Rulka, Ruedi Bösch, Daniel Laubscher und Adrian Kaiser. Daniel Notz (Kleidertransport)

46. GV OLG Biberist SO

Neu im Vorstand: Miron Rulka und Siri Gygax (Mali
Neu im Vorstand: Miron Rulka und Siri Gygax (Malin Lüthi fehlt)

Der Präsident der Orientierungslaufgruppe Biberist SO, Patrick Henseler, begrüsste mit Vorfreude zur 46. Generalversammlung. Noch ahnten die 34 Anwesenden in der Alten Turnhalle in Biberist nicht, dass der OLG Flügel wachsen würden. Seit 2019 war der Vorstand aufgrund von Rücktritten von verdienten langjährigen Mitgliedern auf vier geschrumpft. Aufrufe und Anfragen waren erfolglos geblieben. Doch nun meldete sich die junge Generation eindrücklich für die Arbeit im Vorstand an: Siri Gygax, J+S Coach, Malin Lüthi, angehende J+S-Leiterin, und Miron Rulka, Teilnehmer der Studenten OL-WM.

Der Präsident und die neu sieben Vorstandsmitglieder wurden mit grossem Applaus gewählt.  Mit einem Schlag sinkt so das Durchschnittsalter des Vorstandes um 16 Jahre.

Wenn das nicht für das Tätigkeitsprogramm 2024 beflügelt?

Wöchentlich werden Jugend- und Erwachsenen-Trainings angeboten. Im April findet der Biberister OL und nach den Sommerferien der Bike-OL statt. Zudem haben sich drei Junioren spontan für die Laufleitung des impOLs-OL vor den Sommerferien gemeldet. Der Verein engagiert sich wiederum mit seinen Senioren bei 15 sCOOL-Etappen in den Schulen der Region und hilft beim sCOOL-Cup in Olten mit. Auch das Kinderfest in Biberist darf nicht fehlen.

Patrick Henseler konnte drei Jugendlichen zur erneuten Selektion ins Nachwuchskader BE/SO sowie dem Elite- und dem Junioren-Fahrer zur erneuten Selektion ins Bike-OL Kader gratulieren.  

Im Weiteren informierte er über die Unterlagen, welche aufgrund des neuen Datenschutzgesetzes ab 1. September 2023 auch für die OLG erforderlich sind.

Jacqueline Bill will zusammen mit Ruedi Bösch und Ursi Marty das Vereinsarchiv durchforsten und aufarbeiten. Dies auch im Hinblick auf das 50-jährige Jubiläum im Jahr 2027.

Alle Geschäfte wurden einstimmig angenommen.

v.l. Noe Emch, Patrick Henseler

Vor dem gemeinsamen Essen präsentierte Noe Emch seine Maturaarbeit: ein OL-Simulationsspiel. Zur Freude aller liess er es nicht beim Erklären bewenden, sondern verteilte einen Stapel Laptops. Und los ging es mit dem Gamen!

Text und Fotos: J. Bill

Janik Burkis erstes Jahr im Nachwuchskader

Janik Burki, 2008, hat sein erstes Kaderjahr auf dem Rang 23, bei H16 abgeschlossen. Letzten Sommer hat er zudem die Lehre als Landwirt EFZ auf seinen Wunsch im Thurgau begonnen.

Janik, ich habe deinen Saisonbericht mit grossem Interesse gelesen. Du hast ein ausserordentliches Jahr erlebt mit sehr erfreulichen, aber auch herausfordernden Erfahrungen. Wie geht es nun deinen Füssen, nach der unerwarteten Diagnose «Plattfuss» von Christian Aebersold, Arzt an der SOW?

So weit, so gut. Ich muss immer noch Einlagen tragen und mache jeden Tag Fussübungen für die Fussmuskulatur.

Du lernst nun in einem Milchwirtschaftsbetrieb. Im Ausbildungsprogramm Landwirt EFZ Tierhaltung steht, dass auch an Wochenenden gearbeitet werden müsse. Die Pflege von Tieren erfordere die tägliche Anwesenheit. Wie erlebst du diese Challenge, Berufslehre zum Landwirt EFZ und Zugehörigkeit im Nachwuchskader BE/SO unter einen Hut zu bringen?

Manchmal schwierig, da ich nur alle zwei Wochen nach Hause kann. Aber in Absprache mit meinem Chef geht dies recht gut. Zudem erhalte ich Unterstützung vom meinem PB (persönlicher Betreuer des NWK BE/SO) und den Eltern. Beides braucht Zeit, darum habe ich meist einen getakteten Tag. Ich hoffe natürlich, dass ich immer mein Bestes geben kann. Somit hoffe ich, dass ich Ende Saison sagen kann: «Ich bin zufrieden mit meinen Leistungen.» Leistung ist auch, Fehler zu akzeptieren und daraus zu lernen.

Nebst der OLG Biberist SO bist du auch Mitglied der OL Regio Burgdorf. Inwiefern profitierst du von der Zugehörigkeit in zwei Klubs?

Ich habe von beiden Klubs OL-technische Inputs und kann immer meine OL-Fähigkeiten ausbauen. Zudem kann ich mich mit vielen Menschen austauschen und Wichtiges lernen.

Du bist im Ski-OL für die Anschlussgruppe des Jugend Regionalkaders nominiert. Da hast du nun zurückgezogen. Wie sieht jetzt deine Trainingsplanung im Winter aus?

Meine OL-Fertigkeiten zu verbessern, zudem viele Laufkilometer zu absolvieren und auch noch einige Kilometer mit den Langlaufskis zu sammeln. Dies sind nur grobe Ansätze, kleinere Details plane ich mit David Zürcher

Du bist auch im nächsten Jahr für das Nachwuchskader BE/SO nominiert. Da wirst du im zweiten Jahr bei H16 starten. Wie können wir uns deine persönliche Betreuung durch David Zürcher und Laura Diener vorstellen?

Mit David Zürcher besprechen ich meine OL-Resultate, jede einzelne Trainingswoche und bekomme Inputs. Von Laura Diener erhalte ich verschiedene weitere Inputs und Sachen, die mich im OL weiterbringen. Mit beiden Personen kann ich eigentlich alles bereden.

Lieber Janik, wir danken dir für das Interview. Wir wünschen dir weiterhin viel Freude und Spass beim Trainieren und alles Gute für die Lehre. Toi, toi, toi für die Vorbereitung auf die nächste OL-Saison!

 

Saisonbericht 2023 von Janik Burki

Stefanie Burkis drittes Jahr im Nachwuchskader

Stefanie Burki ist seit 2020 im Nachwuchskader Bern/Solothurn. Die 17-jährige Gymnasiastin beendet ihr aktuelles Jahr mit einer durchzogenen Bilanz. Sie zeigt sich aber optimistisch, dass sie aus ihren Fehlern auch viel lernen konnte. Das nimmt sie mit in das neue Kaderjahr 2024, wo sie erneut in der Kategorie D18 laufen wird.

Im Gespräch stellt sie sich fünf Behauptungen.

Foto/Gespräch: J. Bill

Saisonbericht 2023 von Stefanie Burki






			

Saisonrückblick 2023 von Lotta Marit Lüthi

Lotta Marit Lüthis erstes Jahr im Nachwuchskader

Wir blicken mit Lotta Marit Lüthi auf ihr erstes, sehr erfolgreiches Jahr im Nachwuchskader Bern/Solothurn in der Kategorie D16 zurück. Dazu haben wir sie mit fünf Behauptungen konfrontiert. 

 

In der Jahrespunkteliste bist du zurzeit in der Kategorie D16 auf dem 2. Zwischenrang zusammen mit Coralie Waldner und nur einen Punkt hinter der führenden Nesa Schiller.

«Du bist selbst am meisten überrascht, dass du dich in der neuen Alterskategorie so erfolgreich behaupten konntest!»

«Beim Start in die Saison habe ich nicht damit gerechnet, dass es so herauskommt. Im Verlaufe der Saison stellte ich fest, dass es gut läuft. Ich bin dennoch mehr als überrascht, dass ich es nun auf den 2. Platz geschafft habe. Es ist schön, den Platz mit meiner guten Kollegin Coralie Waldner zu teilen.»

 

Deine Mutter ist eine erfolgreiche D50 Läuferin, dein Vater läuft ebenfalls und ist ein engagierter sCOOL-Verantwortlicher und deine ältere Schwester macht sogar in Kanada OL. Auch deine Grossmütter verfolgen deine OL- Ergebnisse mit grossem Interesse. 

 «Ein wichtiger Erfolgsfaktor für dich ist, dass du in einer überaus OL-begeisterten Familie aufwächst!» 

«Dem kann ich nur zustimmen. Ohne sie wäre ich gar nicht zum Sport gekommen und würde ihn nicht ausüben. So hat mich mein Vater schon von klein auf mitgenommen, und ist mit mir die Bahn «Offen kurz» im Wald gelaufen.»

 

Im Nachwuchskader kannst du mit den gleichaltrigen Annina Kunz und Malin Niggli trainieren. Sie gehören der ol norska an, wo du ja ebenfalls Mitglied bist. 

«Simone Niggli Luder, auch Mitglied der ol norska, welche vor 13 Jahren nach 23 Weltmeistertiteln zurücktrat, ist ein grosses Vorbild für dich!»

«Das stimmt auch. Simone Niggli Luder ist zudem meine persönliche Betreuerin. Ich bin mit ihr mehrmals pro Woche im Austausch. Sie gibt mir Tipps und Tricks. Beim Erarbeiten meines Trainingsplans geht das mehrmals hin und her mit Telefon und Notizen per WhatsAPP, bis er sitzt. Sie bespricht sich mit mir z. B. auch vor dem Wettkampf.»

 

Nach der Fuss-OL Saison beginnt für dich im Dezember die Ski-OL Saison, wo du dich für das Jugend Regionalkader selektioniert hast. 

«Du bist ein Bewegungsmensch und chillen ist nicht so dein Ding. Darum ziehst du im Winter das Langlaufen einer Saisonpause vor!»

«Das stimmt nicht so ganz. Zurzeit bin ich in einer Trainingspause. Der Körper braucht auch Pausen, um leistungsfähig zu sein. Langlaufen ist für mich wichtig, um im Ausdauerbereich trainieren zu können. Allerdings werde ich über Weihnachten Neujahr mit meiner Familie nach Südafrika an einen OL reisen, und da wird das Ausdauertraining in den Hintergrund rücken.»

 

Du investierst viel Zeit für den OL mit Trainings, Läufen, Kaderzusammenzügen, Lager, …

«Deine grosse Motivation sind die Selektionen für internationale Anlässe wie die EYOC in Bulgarien oder die EYSOC in Lettland wie in diesem Jahr!»

«Sicher ist das ein grosser Motivationsschub. Es gibt aber auch schlechte Ergebnisse. Man kann sich nicht nur mit der Selektion für internationale Anlässe motivieren. Wichtig ist mir: Jeden Wettkampf immer vor sich zu sehen, und dort sein Bestes zu geben. Ich bin zudem ehrgeizig. So gilt das für mich auch beim Training. Ich fühle mich besser nach einem Intervalltraining mit müden Beinen am Abend.» 

 

Wir gratulieren Lotta zur ausgezeichneten Saison herzlich und danken ihr für das Gespräch.

 

Foto: Patrick Bryner

 

Faszination Biberister Nacht-OL

Am Freitag, den 22. September fand der 5. Biberister Nacht-OL unter der bewährten Leitung von Roland Schneider statt. Er konnte auf ein kleines, aber sehr versiertes Team von 15 Helferinnen und Helfern zählen. Es war der dritte von fünf Läufen der Berner Nacht-OL-Meisterschaft 2023.

Über 100 Läuferinnen und Läufer von klein bis gross, jung bis alt trudelten in der Sporthalle Bleichenmatt Biberist ab 18.00 Uhr ein. Bis alle Posten wieder eingezogen waren, sollte es Mitternacht werden. Doch davon später. Der junge Bahnleger Miron Rulka hatte acht Bahnen auf der aktualisierten Karte «Altisberg», M. 1:10 000 gelegt. Markus Schneider übernahm deren Kontrolle. Auf den Unterschied zwischen Bahnlegung in der Nacht und am Tag angesprochen, bemerkte Miron Rulka: «Die Bahnen in der Nacht orientieren sich stärker am Wegnetz. Dem Laufen mit eingeschränkten Sichtverhältnissen wird Rechnung getragen. Die Bahnen sind also einfacher.»

Beim Eindunkeln machten sich die Teilnehmenden ausgerüstet mit eingerollter Laufkarte, Badge, Kompass und der Stirnlampe am Kopf auf den halbstündigen Weg zum Start. Die Sorge, ob der Akku der Stirnlampe bis zum Laufende reiche, liess den einen oder die andere bei einbrechender Dunkelheit im Mondschein anmarschieren. Was fasziniert diese Leute im rabenschwarzen Wald zu laufen, wo man höchstens ab und zu den Flügelschlag eines Vogels hört? «Es ist diese unglaubliche Ruhe, welche der dunkle Wald ausströmt», sagte eine Läuferin spontan. Ein junger Läufer überlegte: «Auch wenn ich diesen Wald von vielen Trainings am Tag kenne, in der Nacht ist alles anders.» Um 20.30 Uhr gingen die ersten an den Start, wo ihnen ein Helfer die Karte entrollte. Kurzes Kartenstudium, dann rein in die Dunkelheit, auf zum ersten Posten! Der Lichtkegel verschaffte einen Einblick ins Gelände. Dennoch war es anspruchsvoll den Weg zu verlassen: es galt die Belaufbarkeit des Bodens und die Dichte der Vegetation richtig einzuschätzen. Die aufblitzenden Reflektoren am OL-Postenpfahl verschafften ein Glücksgefühl – vorausgesetzt, die Postennummer obendrauf war die gesuchte!

Je nach Kategorie mussten bis 22 Posten gefunden werden. Für Anfänger gab es aber auch eine Einsteigerkategorie «Offen kurz» mit 8 Posten und rund 2 km Länge. Um 22.30 kehrten die letzten Läuferinnen und Läufer aus dem Wald zurück. Während in der Halle ausgewertet und dann aufgeräumt wurde, mussten ein paar Unentwegte nochmals in den Wald hinaus, um die Posten einzuziehen.

Dass auch unter den Mitgliedern der OLG Biberist einige Nachteulen sind, davon zeugt die Rangliste. Erste Ränge für Jürg Schaller, H40, Stefanie Burki, OL, Mirjam Lüthi-Probst, D50, und Lotta Marit Lüthi, D16. Herzliche Gratulation!

Auf die Frage, ob er keine Angst gehabt habe im finsteren Wald zu laufen, antwortete ein Junge: «Wenn ich allein hätte laufen müssen schon, aber in der Gruppe nicht.» Zu faszinierend war wohl sein erster Nacht-OL, der seine Sinne fokussierte.

Text und Fotos: Jacqueline Bill

Die OLG am Kinderfest in Biberist

Die kleinen Finger und der Badge

Foto: Noé Henseler hilft beim Stempelsprint

Die OLG Biberist SO schätzt die finanzielle Vereins-Unterstützung der Gemeinde Biberist sehr, seien es Beiträge für den Nachwuchs oder das kostenlose zur Verfügung stellen der alten Turnhalle für die GV. So kommt es, dass sie am Kinderfest in Biberist, 10. September 2023, wiederum mit von der Partie war.

Die Verantwortliche Regula Jäggi reiste früh am Morgen mit viel Material ins Bleichenmatt-Areal. Selbst an Hammer und Locheisen, um Löcher in den ausgetrockneten Boden für die Postenstangen zu machen, hatte sie gedacht.

Das Stempellabyrinth aus 16 OL-Posten, mit rot weissen OL-Laternen beflaggt, lockte klein und gross an. So bildete sich bald eine Warteschlage bei der Anmeldung. Da gab es auch ein Badge an den Zeigefinger gesteckt. Neulinge wunderten sich, was es damit auf sich hatte. Keiner zu klein, um nicht mit ausgestrecktem Zeigefinger zu signalisieren, dass man da auch so ein Ding an den Finger möchte. Dank der Unterstützung durch die vielen Helferinnen und Helfer der OLG lernten die Kinder die Posten ihrer Bahn zu finden und auf den Pieps nach dem Stempeln zu achten. Eltern erinnerten sich: «Jö, mir hei no mit so Zange OL gmacht.» Ob die richtigen Posten gestempelt wurden, zeigte sich bei der Auswertung. Kommentare wie gut gemacht, alles richtig oder bravo, liess die Kinderaugen strahlen.

Grössere Kinder wagten sich auch an den Schulhaus-OL mit zehn Posten. Da konnte es schon vorkommen, dass Eltern im Schlepptau mitliefen. An diesem heissen Tag genoss man es auch im Baumschatten das OL-Memory zu spielen oder die Geschicklichkeit beim Stempeln mit der Angelrute zu testen.

Die OLG freut sich mit ihrem Angebot einen Beitrag zu einem gelungenen Kinderfest geleistet zu haben.

Text: J. Bill

Fotos: J. Bill / R. Jäggi

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