Foto: Gruppe grün mit Betreuerin Malin Lüthi (rechts)
Am Dienstag, 6. Juni 2023 hatten Dritt- bis Sechstklässler die Wahl: entweder in die Schule gehen oder der Einladung zum Talentbox Event Derendingen folgen. 104 Kinder frönten an diesem Jubiläumsanlass zu 20 Jahren sCOOL in den Schulen ihrer Begeisterung für den Orientierungslauf. Es war einer von zwölf Events, welche in der Schweiz vom 5.-9.6.23 stattfanden. Das Ziel war sich für den Talentbox Final in Olten zu qualifizieren. Die organisierende OLG Biberist SO konnte zusammen mit den Bucheggberger OL auf 17 Helfer: innen zählen. Darunter die versierte sCOOL-Verantwortliche Ursula Spycher und die amtierende Schweizermeisterin im Sprint-OL, Eline Gemperle.
Foto: Schweizermeisterin Gemperle erklärt die Routenwahl
Am Vormittag wurden die Schülerinnen und Schüler, gruppenweise, weiter in den OL eingeführt. Beim Workshop Routenwahl ging es darum, zu zweit die schnellere Route um ein Hindernis (Gebäude, Dickicht, Teich) herauszufinden. Im Workshop Signaturen konnten die „Buchstaben“ zum Lesen einer OL-Karte in einer Stafette und einem OL trainiert werden. Der dritte Workshop schulte das Orientieren im Raum: Wo bin? Wohin will? Wie laufe ich? Bei allen Workshops wurden die Anforderungen im Verlaufe der 40 Minuten erhöht, indem mit elektronischer Posten-und Zeitangabe ein direktes Feedback erfolgte.
Für das Picknick in der Mittagspause waren viel Eistee und ein schattiger Ort gefragt.
Am Nachmittag fieberten die 58 Knaben und 46 Mädchen auf ihr drei Wettkampläufe hin. Die Startenden stellten sich vor die Startlinie, nahmen eine OL-Karte und hatten eine Minute Zeit ihre Bahn zu studieren. Dann piepste die Startuhr den Countdown und die Kinder zählten mit: 5, 4, 3, 2, 1, los! Nach dem Spurt auf die sechs verschiedenen Startposten verschwanden sie im Schulareal. Knapp drei Minuten später tauchten sie wieder hinter der Turnhalle auf und liefen ins Ziel.
Es war mäuschenstill in der Aula. Die Rangverkündigung begann. Die drei ersten jeder Bahn durften aufs Podest steigen und einen Preis entgegennehmen. Eine zusätzliche Verlosung mit der Glücksfee Gemperle liess Kinderaugen strahlen. Höhepunkt des Anlasses war dann die Qualifikation von vier Schulteams (2 Mädchen/2 Knaben) für den schweizerischen Talentbox-Final. Diesmal am schulfreien Samstag vom 17. Juni in Olten
Mädchen 1. Rang: Primarschule Lohn Ammannsegg
Mädchen 2. Rang: Gemeinsame Schule Unterleberberg, GSU Flumenthal
Wir gratulieren Noé und Adrian bestens zu ihren herausragenden Platzierungen an der Mountainbike-OL-Europameisterschaft in Loulé, Portugal.
Noé Henseler auf dem Weg zum Europameistertitel
Noé brillierte gleich im ersten Rennen in der Mitteldistanz: Rang 1 und somit Europameister in der Jugend-Kategorie. In der Langdistanz und im Sprint bei der Jugend sowie der Staffel bei den Junioren zeichnete er sich durch eine eindrückliche Konstanz und cleveres Rennverhalten aus. In jedem Rennen belegte er einen Rang in den ersten Sechs und holte sich gleich drei Diplome. Siehe: https://www.swiss-orienteering.ch/de/news/bike-ol.html
Adrian Jäggi als Zielfahrer in der MIxed-Staffel
Adrian Jäggi überzeugte am zweiten Renntag beim Massenstart trotz eines defekten Reifens mit dem 7. Rang. Sein bisher bestes Ergebnis als Elite-Fahrer. In der Mixed-Staffel holte er überraschend Bronze mit Ursina Jäggi und Noah Rieder. Adrian Jäggi zeigte in diesem Rennen eine taktische und kämpferische Meisterleistung. Dadurch sicherte er die erste Medaille für ein Schweizer Elite-Team im Mixed Relay seit über 10 Jahren (2012). Siehe: https://www.swiss-orienteering.ch/de/news/bike-ol.html
Noé gibt uns Einblick:
Noé, wie war die Vorbereitung? Hattest du gemerkt, dass du in Top-Form warst, oder kamen die Leistungen überraschend?
Ich trainierte für die EM seit dem Neujahr und konnte so mit einer guten Physis starten. Zudem bereitete ich mich mit Google Street View auf jedes Rennen vor. Das half mir besonders in der Mitteldistanz und Langdistanz, um mich in den Dörfern zu orientieren. Ich setzte mich vor dem ersten Rennen stark unter Druck, da ich wusste, dass viel möglich ist, jedoch kann man in der Mitteldistanz auch sehr schnell Fehler machen, die einen viel Zeit kosten. Was bedeutet dir der errungene Europameistertitel? Und der „Plämpu“?
Dieser motiviert mich natürlich für die kommenden Meisterschaften im nächsten Jahr. Jedoch zeigten mir die weiteren Rennen, dass nahezu alles zusammenspielen muss, um aufs Podest fahren zu können.
Mit dem “Plämpu” verbinde ich viele gute Erinnerungen, der für mich schönen Europameisterschaft. Dein Vater reiste ebenfalls kurz vor dem ersten Rennen an. Wie konnte er dich unterstützen?
Er hat mich und das Team, wo es nötig und möglich war, wie z. B. im Notfall Wassermelonen aufzutreiben, unterstützt.
Du freutest dich am meisten auf dieJunioren-Staffel. Flurin Schnyder kanntest du ja schon, Silas Lützelschwab kam neu dazu. Wie erlebtest du dein Team?
Wir haben alle untereinander einen respektvollen und lustigen Umgang, so konnten wir mit viel Freude in die Staffel starten. Dass es am Schluss für den vierten Rang gereicht hat, ist um so schöner.
Welche internationalen Kontakte mit anderen Fahrer:innen bleiben dir in nachhaltiger Erinnerung?
Ich habe mich viel mit Tomas Zçrnik, Matteo Traversi oder Eemil Koskkinen unterhalten. So konnten wir über unsere Routen nach dem Wettkampf diskutieren oder Spass am Bankett haben.
Was meint dein Haupt-Sponsor Thömus zu deinem Erfolg?
Diese Frage kann ich nicht für ihn beantworten. Aber es ist natürlich schön, wenn ich mit diesem Sieg Thömus etwas zurückgeben kann.
Wie geht es nach diesem Höhepunkt nun weiter mit deiner Bike-OL-Saison?
Anfangs Juli werde ich in Tschechien meine MTBO-Fähigkeiten im Trainingslager u. a. mit Wettkämpfen verbessern. Im Herbst folgen die Wettkämpfe der nationalen MTBO Swiss Cup Serie.
Als Bike-Saison Höhepunkt ist der Eigerbike-Marathon geplant. So kann ich mich auch auf physischer Ebene mit Athleten aus der “Bike-Szene” vergleichen.
Adrian, der Teamleader Elite, gibt uns Einblick:
Adrian, welches Fazit ziehst du für dich von dieser Europameisterschaft?
Ein sehr positives, auch wenn zwei von vier Rennen nicht nach meinen Vorstellungen liefen. Im Middle sowie im Sprint konnte ich nicht mein Potential abrufen. Auch wenn mir längere Distanzen besser liegen, wäre da deutlich mehr drin gelegen. Im Massenstart war alles auf meine Fähigkeiten ausgerichtet: Es war steil und gab viele Höhenmeter zu bewältigen, und es war heiss. Ich denke ich kann allgemein die Hitze deutlich besser vertragen als andere Athleten, was an diesem Tag sicher ein Vorteil war.
Wie fühlst du dich in der Lage als Teamleader?
Diese Rolle ist dank unserer sehr erfahrenen und engagierten Trainerin Christine nicht allzu gross. Aber klar gebe ich gerne meine Erfahrungen, die ich während den vergangenen 8 Jahren im Bike-OL-Leistungssport gesammelt habe, an die Jungen weiter.
Während des Rennens am Massenstart hast du deinen defekten Reifen «fliegend» während eines Aufstiegs repariert. Bist du zugleich auch Servicemann für deine Bikes? Inwiefern unterstützt dich dein Sponsor Velo-Art dabei?
Es war ein langsamer Defekt, und dank der Dichtmilch im Reifen reparierte sich der Defekt von selbst. Ich überprüfte beim Hochrennen (eher Klettern) fliegend, indem ich zuerst die Patrone bereit machte und dann überprüfte, ob ich ein Tubeless Würmchen brauche oder ob das Loch klein genug ist, damit die Milch dichtet. Ich konnte dann zuoberst nur kurz die Patrone rein lassen und weiterfahren, der Zeitverlust betrug ca. 20’’, die Route, die ich wegen des Defekts gewählt hatte, war zusätzlich ca. 30’’ länger, also fast nichts.
Ich bin mein eigener Servicemann, sowohl zuhause als auch unterwegs. Bei Velo-Art gebe ich oft nur aufwändigere Reparaturen, wie z.B. einen Gabelservice in Auftrag.
Du verfügst über ein eindrückliches Wissen als Mountainbike-Fahrer. Wie die vier Rennen gezeigt haben, lassen sich Erfolge trotzdem nicht einfach so planen. Was hat deiner Einschätzung nach in der Mixed-Staffel zur Bronze-Medaille geführt?
Der Weg zu Bronze wurde zuerst einmal durch sehr stabile Leistungen meiner Teamkolleg:innen geebnet. Ich konnte als 6. mit weniger als 2’ Rückstand auf die Spitze mein Rennen starten. Ich konnte meine Strategie gut umsetzen und meine Stärken an den steilen Anstiegen ausspielen. Beim 10. Posten gab es einen grossen Zusammenschluss und wir waren gut sechs Fahrer zusammen. Mir war nicht bewusst, dass wir die Spitze des Rennens bildeten. Beim Posten 12 unterlief dann allen, bis auf Teemu Kaksonen und Riccardo Rossetto ein Fehler. Ich konnte mich am schnellsten auffangen und war so an 3. Stelle, verlor aber ca. eine Minute auf die Spitze. Teemu machte dann noch einen Fehler, und Riccardo fuhr kurz vor dem Übergang einen Platten ein. So fand ich mich ganz am Schluss nur noch 13 Sekunden hinter Gold im Ziel wieder, der Titel wäre drin gelegen. Aber auch so bin ich mehr als zufrieden mit der Medaille!
In der World Ranking List bist du als bester Schweizer auf Rang 17 vorgerückt. Was heisst das für dich?
Das World Ranking ist aktuell nicht so aussagekräftig, da der Modus kürzlich umgestellt wurde und meiner Meinung nach da noch etwas schief gegangen ist. Meine bisher beste Platzierung war Rang 12, und mein Ziel ist es sicher mich in der Top15, also in der letzten Startgruppe, festzusetzen.
An dieser Europameisterschaft wurden meines Wissens zum ersten Mal täglich Interviews mit euch auf Youtube angeboten. Wie hast du das erlebt? Wie wichtig ist Social Media für eure Sportart?
Wir versuchen immer wieder neue Wege, die Wettkämpfe unseren Supportern und Fans näher zu bringen. Da die Möglichkeiten, die Rennen live zu verfolgen, diesmal äusserst beschränkt waren, nutzen wir ein neues Format. Zusammen mit den sehr spannenden Berichten von Silas konnten wir so trotzdem etwas Nähe schaffen. Social Media ist allgemein sehr wichtig, da wir so zeitnah und mit attraktiven Bildern (von Noé und Patrick, danke!) von unseren Rennen erzählen können und Sponsoren auf dem Laufenden halten können, sowie für sie etwas Publicity schaffen können.
Wir danken Noé und Adrian für ihre Beiträge und wünschen den beiden alles Gute für die weitere Bike-OL-Saison.
Wir gratulieren Adrian und Noé herzlich zur Selektion und wünschen viel Erfolg bei den Rennen im Süden von Portugal.
Vor ihrer Abreise stehen uns die beiden noch Rede und Antwort.
Hier erfahren wir mehr von Adrian Jäggi:
Wie schätzt du deinen aktuellen Trainingsstand ein?
Ich fühle mich aktuell sehr gut und konnte den ganzen Winter durch optimal trainieren. Die ersten Rennen haben gezeigt, dass meine Form nicht schlecht ist.
Mit welchen Erwartungen fährst du an die Elite-Europameisterschaften in Portugal?
Ich möchte meinen Formstand optimal nutzen und neue persönliche Bestleistungen erreichen. Auch wenn meine Paradedisziplin, die Langdistanz, nicht ausgetragen wird, erhoffe ich mir Top10-Platzierungen mit Luft nach oben.
Wann und wie wirst du nach Loulé, Portugal reisen?
Das ganze Team reist gemeinsam am Samstag 22.4. schon nach Loulé. Es wird dort sehr warm sein und wir werden die Zeit zur Akklimatisierung und für kurze Trainings nutzen.
Wirst du alle Rennen bestreiten? Mitteldistanz, Massenstart, Sprint, Mixed Relay? Ist es schon klar, mit wem du die gemischte Staffel fahren wirst?
Ich werde alle Rennen fahren. In der Mixed Staffel ist die Selektion relativ klar, höchstwahrscheinlich werde ich gemeinsam mit Ursina und Noah um eine gute Platzierung kämpfen.
Ist es richtig, dass es gleichzeitig ein CX80 WCUP Rennen ist, und du da Punkte sammeln kannst?
Genau, der CX80-Weltcup umfasst normalerweise 3 Runden. Eine davon ist die EM, eine die WM und dann gibt es oft noch einen Weltcupfinal.
Worauf freust du dich am meisten?
Ich freue mich am meisten darauf, meine Form an einer internationalen Meisterschaft testen zu können und bei sommerlichen Temperaturen Wettkämpfe auf spannendem Terrain und mit hoffentlich herausfordernden Bahnen absolvieren zu können.
Wie kann man deine Rennen am besten mitverfolgen?
Via orienteering.sport wird man die Wettkämpfe mit Livetracking und Liveresults mitverfolgen können. Von einem Stream weiss ich leider nichts.
Und hier gibt uns Noé Henseler Einblick:
Wie schätzt du deinen aktuellen Trainingsstand ein?
Im Trainingslager vor vier Wochen konnte ich mich mit dem internationalen Feld vergleichen. Physisch bin ich momentan auf einem guten Niveau, kartentechnisch konnte ich in dieser Woche wichtige Erkenntnisse sammeln.
Mit welchen Erwartungen fährst du an die Jugend-Europameisterschaften in Portugal?
Mein Ziel ist es, auf den Resultaten des vergangenen Jahres aufzubauen.
Mit wem wirst du nach Portugal reisen?
Natürlich werde ich mit dem Team anreisen. Zur Unterstützung reist mein Vater kurz vor dem ersten Rennen an.
Wirst du Langdistanz und Relay bestreiten? Mit wem könntest du die Staffel fahren?
Ich werde Sprint, Mittel- und Langdistanz in der Jugend Kategorie bestreiten und die Staffel (mit Silas Lützelschwab & Flurin Schnyder) werden wir bei den Junioren fahren.
Worauf freust du dich am meisten?
Die Staffel ist für mich ein klares Highlight. Die Vorbereitung und das Bestreiten im Team macht es aus. Zudem ist der internationale Kontakt mit anderen Fahrer:innen für mich von grosser Bedeutung.
Wie kann man deine Rennen am besten mitverfolgen?
Auf meiner Website https://www.noehenseler.ch/ sind die wichtigsten Links, wie Live-Übertragung aufgelistet.
So die spontane Aussage des Vertreters des Hauptsponsors Raiffeisenbanken Untere Emme und Weissenstein, der an der Kasse darauf bestand seinen Kaffee als Dankesgeste zu bezahlen.
Ein grosses Dankeschön gebührt all unseren Helferinnen und Helfern für ihren ausserordentlichen und sehr engagierten Einsatz! Nur mit eurer grossartigen Unterstützung konnte der Nationale Mitteldistanz OL in der Martinsflue am 1. April für die 1571 Teilnehmenden realisiert werden.
Jost Hammer, Laufleiter Urs Hofer, Technischer Delegierter Swiss Orienteering Patrick Henseler, Sponsoring, Festwirtschaft und Auswertung Mirjam Lüthi, Logistik und Festwirtschaft Ari Lüthi, Verkehr/Markierung Hans-Ueli Lüthi, Wettkampfzentrum Karin Schaller und Markus Marti, Dopingkontrolle/Info Petra Henseler, Kinderhort Alina Fadel und Daniel Notz, Kinder-OL Regula Gygax, Daniela Burki, Markus Lüthi und Jacqueline Bill, Festwirtschaft Thomas Jäggi, Technik und Wettkampfrichter Beat Roth und Martin Gygax, Bahnleger, Kontrolle und Postensetzer Brigitte Hammer, Anmeldung/Auswertung Roland Schneider, Start Thomas Reinhart, Ziel Dano Schwarz und Daniel Laubscher, Offen OL/Info Ruedi Bösch, Medien und Gästebetreuung Remo Bill, Gästebetreuung Noé Henseler, Fotos Malin Lüthi und Lotta Lüthi, Instagram und Festwirtschaft Regula Jäggi, Finanzen und Start sowie Noé E., Ruedi, Bruno, Markus, Annik, Matti, Daniela, Sandra, Daniel, Lisa, Nils, Anders, Fabian, Laurin, Elio, Nora, Annelise, Hannelore, Stefanie, Siri, Anne-Françoise, Janik, Thomas B., Fabian, Adrian J., Miron, Ueli, Daniel, Alfons, Heinz, Beatrice, Andrzej, Noé R., Sabrina, Adrian v. F., Ursi, Len, Jano und Timo.
«Ihr habt alle einen super Job gemacht, yeah!»
Ebenso bedanken wir uns bei unseren Sponsoren: Raiffeisenbanken Untere Emme und Weissenstein, COMP-SYS, JABIL, GLB, SWISSLOS Sportfonds Kanton Solothurn, Neuenschwander AG und Ypsomed.
Lotta hat an der Jugend-EM vom 31. Januar bis am 4. Februar 2023 in Madona (Lettland) überzeugt. Von Rennen zu Rennen konnte sie sich steigern und erreichte in der Langdistanz und in der Staffel je einen Platz in der Top-Ten.
Janik sammelte in den drei Rennen wichtige internationale Erfahrungen. Er konnte zudem in einer finnisch-schweizerischen Staffel mitlaufen.
Dienstag, 31. Januar 2023, Sprint
Aus Schweizer Sicht überzeugten insbesondere die Jugendläufer Lavio Müller und Nesa Schiller mit einem zweiten resp. dritten Rang sowie die Juniorin Alina Niggli mit dem Gewinn der Bronzemedaille.
Lotta lief auf Rang 12 bei D17 ein. Lotta war nicht so zufrieden mit ihrem ersten internationalen Einsatz: «Es hatte gute Abschnitte drin, aber die Routenwahl war nicht immer so optimal.»
Janik Burki platzierte sich auf Rang 23 bei H17. Er sagte: «Ich bin gut gestartet, war zurückhaltend. Nach zwei grossen Fehlern hat es gedauert, bis ich mich wieder zurechtfand.» Janik zeigte sich zufrieden mit seinem ersten Lauf auf internationalem Parkett.
Alina Niggli krönte sich zur neuen Junioren-Weltmeisterin. Eine weitere Medaille gab es für Lavio Müller an der Jugend-EM, währenddem Nicola Müller (Elite-EM) und Nesa Schiller (Jugend-EM) je ein Diplom holten.
Lotta erreichte den 13. Rang bei D17. Auf die Frage wie es gelaufen sei, meinte sie: «Leider nicht besser als gestern. Die Planung war gut, aber an der Umsetzung hat es gefehlt.»
Janik platzierte sich bei H17 auf Rang 26. Er bilanzierte: «War nicht gerade so mein Lauf. Eine Schlaufe habe ich zweimal gemacht. Da habe ich auch mental eingebüsst.» Er buchte es als weitere Erfahrung ab und blieb motiviert weiter Gas zu geben.
Aus Schweizer Sicht überzeugten dabei insbesondere Nicola Müller mit dem Gewinn der Bronzemedaille in der Elitekategorie, sowie Nesa Schiller und Alina Niggli mit Medaillen an der Juniorinnen-WM und der Jugend-EM.
Lotta platzierte sich mit ihrem 8. Rang bei D17 in der internationalen Top Ten. «Die erste Erfahrung mit Massenstart war nicht so gut. Ich brachte die Karte nicht in den Halter. So war es ein bisschen blöd, weil die andern schon weg waren. Bei der ersten Schlaufe war ich mega unsicher und dachte sogar, dass ich einen falschen Posten hätte. Doch dann lief ich auf Risiko weiter und holte bis fast zum vordersten Tram auf. Im Zielsprint merkte ich, dass ich physisch nicht mithalten mochte.»
Janik platzierte sich bei H17 auf Rang 27 von 34 Teilnehmern.
Erstmals gewann ein Schweizer Damen-Team an internationalen Titelkämpfen auf Elite-Stufe eine Staffelmedaille: Lea Widmer, Flurina Müller und Eliane Deininger laufen zu Bronze. Auch das Herren-Team überzeugte mit der Silbermedaille. Daneben gibt es je eine Silber-Medaille bei den Junioren und eine Bronze-Medaille bei den Juniorinnen.
Lotta war Startläuferin in der Staffel mit Nesa Schiller und Coralie Widmer der Jugendkategorie D17. Sie erreichten den 4. Schlussrang und holten ein Diplom!
Janik Burki konnte sich nicht für die Schweizerstaffel qualifizieren, bekam aber die Möglichkeit in einem finnisch/schweizerischen Team zu laufen. Er schaffte es, den Rückstand auf die Erstplatzierten mit + 09:20 in Grenzen zu halten.
Die Ski-OL-Europameisterschaften der Elite, die Junioren-WM sowie die Jugend-EM werden vom 31. Januar bis am 5. Februar 2023 in Madona (Lettland) ausgetragen.
Fotos: Martin Jörg
An der Ski-OL Schweizermeisterschaft Langdistanz im Val Mustair erreichten Lotta Marit Lüthi, 2008, den 2. Rang bei D17 und Janik Burki, 2008, den 3. Rang bei H17.
Nun sind sie für die Jugend EM in Litauen selektioniert und nehmen zum ersten Mal an einer internationalen Meisterschaft statt. Ein schöner Erfolg, zu dem wir ganz herzlich gratulieren!
Sie sind am vergangenen Samstag angereist, um Skis zu testen und an einem Modelevent teilzunehmen. Ihr/Das Wettkampfprogramm ist wie folgt:
Dienstag, 31. Januar 2023 Sprint
Mittwoch, 1. Februar 2023 Mitteldistanz
Freitag, 3. Februar 2023 Langdistanz (Massenstart)
Samstag, 4. Februar 2023. Staffel (bei Qualifikation)
Sonntag, 5. Februar 2023 Sprint-Staffel (nur Elite)
Die 45. Generalversammlung der Orientierungslaufgruppe Biberist SO konnte diesmal ohne Auflagen in der Alten Turnhalle in Biberist durchgeführt werden.
Der Präsident Patrick Henseler begrüsste die 39 Anwesenden darunter auch das 91-jährige Gründungsmitglied Hans Schneider.
Gleich zu Beginn gedachten die Anwesenden des kürzlich unerwartet verstorbenen Mitgliedes Markus Sieber. Aufgrund der tiefen Trauer wurde die vorgesehene Verabschiedung seiner Frau Tanja Uhlmann aus dem Vorstand vertagt.
Regula Jäggi trat nach neun Jahren als Kassierin aus dem Vorstand zurück. Nebst ihrem Amt hat sie sich vielfältig, so auch am Kinderfest Biberist, für den Orientierungslauf engagiert. Der Präsident verdankte ihr die langjährige und gewissenhafte Arbeit als Kassierin und ihr Engagement für den Verein.
Präsident Henseler dankt der Kassierin Jäggi
Präsident Henseler wirbt nachdrücklich um neue Vorstandmitglieder!
Das Tätigkeitsprogramm 2023 sieht zu den wöchentlichen Jugend- und Erwachsenen-Trainings, den Nationalen OL am 1. April in Solothurn im Rahmen des solothurnischen OL-Weekends vor. Der Verein engagiert sich mit 19 sCOOL-Etappen in den Schulen der Region und organisiert den sCOOL-Cup in Gerlafingen. Anlässlich des 20-jährigen sCOOL-Jubiläums findet neu ein Talentbox-Event statt.
Patrick Henseler gratulierte den drei Junior*innen zur Selektion ins BE/SO Nachwuchskader sowie dem Nachwuchs- und dem Elite-Fahrer zur Selektion ins MTBO Kader.
Alle Geschäfte wurden einstimmig angenommen. Der Präsident und die Vorstandsmitglieder wurden mit Applaus wieder gewählt.
Im gemütlichen zweiten Teil gab der Doppelbürger Miron Rulka äusserst unterhaltsam Einblick in seine wahr gewordene WUC-Teilnahme unter polnischer Flagge.
Regula Jäggi wurde an der 36. GV im Saalbau Derendingen einstimmig zur Kassierin der OLG Biberist SO gewählt. Nach neun Jahren gibt sie nun ihr Amt weiter. Wir danken Regula für ihre geschätzte, umsichtige und gewissenhaft Arbeit. Im Gespräch lassen wir ihre Arbeit Revue passieren.
Adrian Jäggi, 1998, selektioniert sich im zweiten Jahr für das A-Kader der Herren. Noé Henseler, 2006, selektioniert sich wiederum für die Anschlussgruppe. Wir gratulieren den beiden herzlich und wünschen eine gute Vorbereitung für die Saison 2023.
Adrian Jäggi in Pole-Position (Foto: Lars Gustafsson)
Adrian,du hast ein befrachtetes Jahr hinter dir. Sportlich wie auch beruflich hast du Vollgas gegeben. International konntest du mit dem 8. Rang an der Europameisterschaft in Litauen dein bestes Einzelergebnis feiern. National erreichtest du in der Jahrespunkteliste 59 Punkte. Das bedeutet nur einen Punkt Rückstand auf den acht Jahre älteren, abtretenden Dominator Simon Brändli.
Was heisst das nun für dich auf nationaler Ebene?
Nach sehr guten Rennen im Frühling, als ich drei von vier Wertungen für den SwissCup gewonnen habe, lag ich sogar lange in Führung. Gegen Schluss war aber Simon dann wieder etwas schneller als ich, und so reichte es am Ende ganz knapp nicht für den Sieg. Das soll sich aber in den nächsten Jahren ändern.
Was traust du dir auf dem internationalen Parkett in der kommenden Saison zu?
Ich möchte mich stetig verbessern, und nach dem 8. Rang an der EM letztes Jahr setze ich mir ein Diplom (bis 6. Rang) zum Ziel für diese Saison. Es wird ebenfalls spannend zu sehen, ob wir nach dem Abtritt von Simon mit dem Herrenteam in der Staffel an die Erfolge der letzten beiden Jahre anknüpfen können.
Noé Henseler (Foto: Adrian Jäggi)
Noé, 2006, du giltst als Nachwuchstalent: an der Europameisterschaft in Litauen hast du mit 5. und 6. Platz, zwei Diplome erreicht, an der Schweizermeisterschaft Langdistanz als 16-Jähriger bei H20 den 1. Rang.
Welches Fazit ziehst du persönlich in Bezug auf die nationale und internationale Saison 2022?
Die Resultate in der Saison 2022 fielen deutlich konstanter aus im Vergleich zum vorherigen Jahr. Die internationalen Wettkämpfe fanden für mich zwischen März und Juni statt. Die nationalen Rennen, welche im Herbst stattfanden, konnte ich erneut erfolgreich beenden. Allerdings sind diese Wettkämpfe für den Vergleich zur Gegnerschaft nicht wirklich ausschlaggebend, da es an teilnehmenden Personen in meinem Alter fehlt. Dies ist zum Glück international nicht der Fall. So kann ich mit den konstanten Resultaten voll motiviert in die Saison 2023 starten.
Wie können wir uns das Training in der Anschlussgruppe vorstellen?
Da ich in der Anschlussgruppe bin, darf ich bei Trainings des Nationalkaders, wie z. B. zur EM-Vorbereitung teilnehmen. Diese finden vor allem vor internationalen Wettkämpfen statt, können aber auch ausserhalb der Saison sein. Der grösste Teil besteht aus MTBO-Trainings jedoch gibt es jährlich auch einen Leistungs-Test auf dem Bremerloop in Bern.
Da die meisten Trainingsstunden ausserhalb der Anschlussgruppe absolviert werden, steht bei den gemeinsamen Trainings der Vergleich zu den anderen Sportlern im Vordergrund.
Neu schaffen es Lotta Lüthi, 2008, und Janik Burki, 2008, auf Anhieb in den Kategorien Damen 16 und Herren 16 ins Nachwuchskader BE/SO. Stefanie Burki, 2006, selektioniert sich erneut für einen Kaderplatz bei Damen 18. Wir gratulieren Stefanie, Lotta und Janik ganz herzlich zu ihren erfolgreichen Selektionen für das Soubäre-Kader!
Lotta Lüthi, Foto: OL Regio Wil
Lotta,du bist die Überfliegerin der Saison 2022 in der Kategorie Damen 14. Ungezählte erste Ränge hast du erreicht. Als Krönung wurdest du am OL-Fest in Nottwil als Saisonbeste bei den D14 geehrt. Die Kaderselektion ist nun das Sahnehäubchen, nicht wahr?
Ja, ich habe mich sehr über die Selektion gefreut. Das war mein grosses Ziel.
Nebst der OLG Biberist SO läufst du auch für die OL norska. Nun habt ihr euch zu dritt von der OL norska für D16 selektioniert. Was bedeutet dir das?
Es ist schön, dass wir alle drei es geschafft haben. Da wir uns gut miteinander verstehen, wäre es schade gewesen, wenn nicht alle selektioniert worden wären.
In der kommenden Saison wirst du in der nächsthöheren Kategorie D16 laufen. Welche Herausforderungen bringt das für dich?
Bei D16 wird die Konkurrenz ziemlich gross sein, da es viele starke Läuferinnen hat, die alle schon 1-2 Jahre länger im Kader sind.
Janik Burki
Janik, noch im Herbst warst du dir nicht so sicher, ob es für die Selektion reicht. Was hat den Ausschlag gegeben, dass du dich im sechsköpfigen H16-Kader selektionieren konntest?
Nach starken Läufen im Frühling, ich gewann meinen 1. Nationalen in Bremgarten, verlief die weitere Saison mit Hochs und Tiefs. Flüchtigkeitsfehler und die damit verbundenen Postenfehler brachten mich aus dem Konzept. Ich denke, dass dann mein 5. Platz an der LOM im Toggenburg viel zur Selektion beigetragen hat.
Worauf freust du dich am meisten im Nachwuchskader?
Da ich oft allein trainiere und wir in unserem Verein auch keine gleichaltrigen Jungs haben, freue ich mich am meisten auf die gemeinsamen Trainings und das Zusammensein mit den SouBären, dich ich von den Wettkämpfen, Lagern und dem Jugendcup 2022 bereits kenne.
Nun wirst du ein Trainingstagebuch führen. Wie findest du das?
Da ich bereits auf Strava einzelne Trainings aufschalte, freue ich mich, meine Trainingseinheiten im T-Pak zu erfassen.
Stefanie Burki
Stefanie, Sprungbrett, Kaderselektion D16 und nun Kaderselektion D18. Welche Ziele waren dir wichtig in den vergangenen zwei Jahren, um das zu erreichen?
Da ich physisch fit bin, war und ist für mich das Feilen an der Technik im Vordergrund. Dank der Unterstützung des Trainerteams und von Jost, habe ich grosse Fortschritte gemacht und einige sehenswerte Resultate an den Testläufen erzielt. Auch mental gelingt es mir immer besser, Rückschläge wegzustecken und aus weniger guten Läufen zu lernen.
Was motiviert dich pro Saison zwei Lager, zehn Weekends und viele persönliche Trainings für den OL zu investieren?
Der Teamgeist im SouBären-Kader ist sehr gross und motiviert mich, auch an Regentagen meine Trainingsrunde zu absolvieren. Auch sind der Sport und das Bewegen draussen im Wald für mich ein nicht mehr wegzudenkender Ausgleich zur Schule.
In deiner Alterskategorie D18 geht es unter anderem darum Aufgaben innerhalb des Teams zu übernehmen. Welche bisherigen Erfahrungen kommen dir da zugute?
Auch ich war vor zwei Jahren froh, dass die Älteren mich in die «Regeln» des SouBären-Haufens einführten. So bin ich gerne bereit, nun auch mehr und mehr Verantwortung zu übernehmen und meinen Teil zum guten Gelingen der KAZUs und TLs beizutragen.
Die Verantwortlichen des Nachwuchskaders halten fest: «OL ist eine Familiensportart. Der Einfluss auf die OL-Karriere des Jugendlichen besteht deshalb nicht nur von Seite des Kaders.» So interessiert uns die Reaktion der Eltern auf die Selektionen.
Mirjam und Markus Lüthi: Was löst die Selektion von Lotta bei euch aus?
Wir freuen uns für Lotta und unterstützen sie gerne auf ihrem weiteren Weg.
Daniela und Manfred Burki: Nach Stefanie selektioniert sich nun auch Janik für das Nachwuchskader. Was lösen diese Selektionen bei euch aus?
Wir freuen uns sehr für Stefanie wie auch für Janik, denn beide lieben den OL Sport sehr und trainieren gerne. Somit unterstützen wir beide, indem wir sie an die Wettkämpfe begleiten und sie, wenn nötig, zum Training fahren. Wir vermitteln ihnen, dass die Freude an der Bewegung draussen nach wie vor im Vordergrund stehen soll. Nicht nur der Erfolg ist massgebend und kann insbesondere nicht erzwungen werden, sondern auch die vielen Erfahrungen und Erlebnisse, die sie in der Kaderzeit sammeln können. Vor den Läufen motivieren wir sie immer mit «Häb Fröid im Waud!» oder natürlich «i dr Stadt», wenn es ein Sprint ist.