Orientierungslaufgruppe Biberist Solothurn

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Ehrung Brigitte Hammer, Vizepräsidentin, 2015 – 2021

anlässlich GV 2022, vom 8.01.2022, alte Turnhalle Biberist

Bildlegende: Präsident Henseler ehrt Brigitte Hammer

2015 An der GV hatte sich Brigitte Hammer bereit erklärt, das Ressort Beisitzerin zu besetzen und wurde einstimmig gewählt. Die Aufgaben dieses neuen Amtes sollten noch definiert werden.  Das Ziel war, sich in die Vorstandsaufgaben einzuarbeiten, so dass die Kontinuität bei Mutationen gewährleistet sei. Sie, die schon einmal im Vorstand mitgearbeitet hatte, und für ihre Verdienste schon Jahre zuvor als einziges weibliches OLG-Mitglied zum Ehrenmitglied ernannt wurde, liess sich nochmals für die Mitarbeit im Vorstand gewinnen.

Am 24. Juni 2015 findet sich die Protokoll-Notiz, Brigitte Hammer sei bereit das Vizepräsidium zu übernehmen, ein Pflichtenheft sei noch zu erarbeiten. Ein Pflichtenheft im Entwurf mit einer langen Aufgabenliste lässt sich in der Ablage finden.  Doch Brigitte Hammer wusste aufgrund ihrer rund 30-jährigen OL-Erfahrung wohl auch ohne Pflichtenheft, wo sie wie unterstützen konnte. Und das tat sie engagiert mit ihrer eigenen Ruhe und Gelassenheit.

Oft findet sich ihr Name bei der Laufauswertung sei es beim Biberister OL, beim Abendlauf oder Nacht-OL. Mit Brigitte Hammer in dieser Funktion ist garantiert, dass allenfalls auftretende Schwierigkeiten bewältigt werden. Bei IT-Fragen blieb sie als Fachfrau die Ruhe im Sturm. Die Website der OLG Biberist SO betreute sie umsichtig und zuverlässig. Neue Anliegen wie eine Umfrage zum Kommunikationsverhalten des Vorstandes nahm sie auf und setzte sie nach Wunsch um.

Sie organisierte das Vorstandessen auf dem Hinterweissenstein. Sie half mit bei der Trainerbestellung und bot den Mitgliedern an, Designentwürfe einzureichen. 2016 organisierte sie als Laufleiterin den Biberister OL. 2017 war sie für das Langlaufweekend in Kandersteg zuständig. Als ausgebildete J+S-Leiterin organisierte sie auch Trainings oder half beim Ferienpass mit.

Für die pandemiebedingte online-Durchführung der GV 2021 erstellte sie ein Google-Formular zum Abstimmen und Wählen. So konnten die Mitglieder zu den einzelnen Berichten und den vorgeschlagenen Wahlen online abstimmen. Danach wertete sie die Umfrage der 46 Teilnehmenden aus.

2021 Auf diese GV trat Brigitte Hammer nach sechs Jahren als Vizepräsidentin und Betreuerin der Webseite aus dem Vorstand aus.

Die OLG Biberist SO freut sich aber sehr, dass sie Brigitte weiterhin als Fachfrau zu Rate ziehen darf, sei dies im IT-Bereich oder bei Bestellungen bei Trimtex.

Wir wünschen Brigitte privat sowie beruflich viel Freude und Erfolg – auch in ihrer neuen APM-Therapie Praxis (Akupunktmassage).

30.12.2021/jbi

DEN BIBERN AUF DER SPUR

Die Jugendlichen, die Biber, der OLG Biberist SO engagieren sich bei den wöchentlichen Trainings. Dank der Jugendarbeit von Jost Hammer und Tanja Uhlmann machen einige dafür die Ausbildung zum 1418coach, die Ausbildung zur J+S-Leiterin oder sie zeichnen OL-Karten.

Wer ist dabei? Was motiviert sie? Welche Herausforderungen gibt es?

Die Antworten dazu findest du hier.

Saisonrückblick 2021 von Noé Henseler

Die Saison 2021 war voller Überraschungen. Zu Beginn des Jahres war unklar, welche Wettkämpfe unter welchen Bedingungen stattfinden würden. Da stellte sich auch sehr schnell die Frage, auf was denn trainiert werden sollte. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass mehr Wettkämpfe als erwartet ausgetragen werden konnten. Dies erfreute mich sehr, so konnte ich meine Vorbereitung mit anderen Sportlern messen.

Durch ein ausgeglichenes Grundlagenausdauertraining durch den Winter konnte ich bereits bei den ersten Rennen gute Leistungen abrufen. Dieses Training bestand aus Laufen und Skilanglauf. Das Velo benutzte ich aufgrund kalter, somit unangenehmer Wetterbedingungen eher wenig. Durch das wöchentliche Fuss-OL Training der OLG Biberist SO profitierte ich stark im Bereich der O-Technik. Sobald es wärmer wurde, trainierte ich wieder mehr auf dem Bike und Rennrad. Von diesem Zeitpunkt an, wechselte das Ausdauertraining zu intensiveren sportlichen Einheiten, welche aus kürzeren Sprints und längeren Einheiten bestanden. 

Durch das Trainings-Camp des Nationalkaders Mitte April in Burgdorf, durfte ich kartentechnisch sowie auch Bike technisch von den Kader-Athleten profitieren. Durch ein Crosscountry-Staffel Training wurde die Taktik in Verfolgungssituationen trainiert, bei dem anschliessenden Bike-O fuhren wird ca. 4-6 Posten auswendig an. Dieses Training forderte das Gedächtnis heraus. 

In den darauffolgenden Wochen folgte selbständiges intensiveres Training mit dem Fokus auf der Bike-Technik. In den Sommerferien hatte ich die Möglichkeit über 2 Wochen meine Ausdauer und Technik in Pontresina auf dem Bike zu optimieren. Diese Umgebung ist dafür optimal geeignet. Sie ist in einer guten Höhe gelegen, hat grosse Anstiege (teils auch technisch anspruchsvoll) und grossartige «flowige» Trails zum «shredden» ;). Nach einer einwöchigen «Pause» im Unterland, welche natürlich auch auf dem Rennvelo verbracht wurde, stand das nächste Trainingsweekend in den Bergen vor der Tür. In der Lenzerheide durfte ich mit den Spitzenathleten meine Bike Technik verbessern. Allerdings diesmal mit «Downhill-Einheiten», dies bereitete mir sehr viel Freude. Somit fühlte ich mich bereit für die darauffolgende Wettkampfsaison.

Voller Fokus in der Zuschauerpassage

Die nationale Wettkampfsaison startete für mich in diesem Jahr sehr spät. Der erste Wettkampf war am 04. September, die Schweizermeisterschaft in der Mitteldistanz in Möhlin. Ich schaute im Voraus verschiedene Karten des Laufgebietes an und konnte im anschliessenden Rennen eine gute Leistung zeigen. Dies war der erste Schweizermeistertitel (H/U17) in diesem Jahr. Am darauffolgenden Tag fand die Schweizermeisterschaft in der Langdistanz in Frienisberg statt. Diese war für mich etwas schwieriger zu bestreiten, da sie orientierungstechnisch anspruchsvoller war. Entsprechend haben sich einige, glücklicherweise eher kleinere, Fehler eingeschlichen. Ich hatte eine optimale Route übersehen und infolgedessen Zeit eingebüsst. Es reichte jedoch noch zum ersten Rang (H/U17).

Für den Schlusslauf in Thurgau nahm ich mir vor, die Karte besser zu lesen und entsprechend etwas vorsichtiger zu fahren. Entsprechend besser ist mir dieser letzte nationale Lauf der Saison gelungen. Auch dieser konnte ich auf dem ersten Platz (H/U20) erfolgreich beenden. So darf ich national auf eine erfolgreiche, wenn auch kurze Saison zurückblicken.

Anfahrt zum letzten Posten

Internationale Bike-O Rennen waren mir bisher unbekannt. Obwohl ich von der Jugend-EM in Portugal wusste, war für mich die Teilnahme kein Thema. Als die Cheftrainerin des Kaders mich gefragt hatte, ob ich starten möchte, traute ich meinen Ohren nicht. Zudem wurde mir auch noch mitgeteilt, dass ich die Möglichkeit hätte, mit Flurin und Noah in der Junioren-Staffel zu starten. Ab diesem Zeitpunkt stieg der Druck, nicht zu versagen, von Tag zu Tag an. Als es dann so weit war und ich mich mit viel Gepäck auf den Weg zum Flughafen machte, wurden mir bereits die vermutlich häufigste Frage von Reisenden gestellt: Was ist das für ein Sport? Darauf folgte meistens immer die gleiche Erklärung: OL auf dem Fahrrad. Diese Unterhaltungen lenkten mich von den bevorstehenden Rennen ab. Somit fühlte sich die Zugfahrt nicht mehr so lange an. Den Flug nach Lissabon nutzen wir erneut, um uns mit verschiedenen Karten und Luftbildern auf die Rennserie vorzubereiten. An den Model-Events konnte ich Erfahrungen sammeln und durfte von erfahrenen Athleten und deren Routenwahlen profitieren. 

Am nächsten Tag nahm ich an meinem ersten internationalen Bike-O teil. Der Sprint war für mich ein sehr gut passender Anfang, O-technisch eher einfach und gute Strassen, um die Kraft gut zu übertragen. Trotz den guten Strassen bzw. Sandpisten, rutschte mein vorderes Rad bereits in er ersten Kurve weg, glücklicherweise verletzte ich mich jedoch nicht. Die verlorene Zeit motivierte noch mehr, diese aufzuholen. Mit dem sechsten Rang und einem entsprechenden Diplom konnte ich das Rennen abschliessen und war damit überglücklich. Bei den zwei nächsten Rennen hatte ich weniger Glück. Bei der Mitteldistanz machte ich einen grossen kartentechnischen Fehler (30. Rang) und bei der Langdistanz wurde mein Wechsler durch ein Rindenstück verbogen (34. Rang). Dies hatte zur Folge, dass ich mit einem etwas mulmigen Gefühl auf die Staffel blickte. 

Durch eine hervorragende Leistung von Flurin Schnyder, welcher als Startfahrer in der Staffel begann, hatte ich sehr gute Voraussetzungen für meine Schlaufe. Vor Beenden meines Rennes übergab ich an Noah Rieder, der wiederum eine gute Leistung zeigen konnte. Vor allem im Schlusssprint. Er überholte auf dem Zielsprint zuerst den finnischen Fahrer und konnte mit einem fulminanten Schlussprint auch noch den russischen Athleten von der Spitze verdrängen. Noah sicherte uns damit den Staffel-Europameister-Titel.

Obwohl ich am ersten internationalen Wettkampf Lehrgeld bezahlen musste, freue ich mich sehr über die zwei Erfolge. Ich hoffe, dass wir auch im nächsten Jahr wiederum tolle Bike- und Fuss-OL Anlässe erleben dürfen.

Junioren Staffel-Europameister

Vielen herzlichen Dank für die grosse Unterstützung, die ich auch diesem Jahr wieder erfahren durfte. 

Noé Henseler

 

Saisonrückblick 2021 von Miron Rulka

Saisonbericht 2021 Miron Rulka

Was machen «Rentner», wenn sie in ihrem Leben viel Tolles erlebt haben? Genau, sie versuchen sich an einer Autobiographie. Dass ich mit 20 schon eine Autobiographie schreiben würde, wäre vielleicht etwas übertrieben und ich gehe ja auch nicht als echter «Rentner» in den Ruhestand. Ich blicke aber dankbar und wehmütig auf eine tolle Zeit als «Soubär» zurück und möchte gerne nochmals darüber berichten.

Diese Saison war nun also meine letzte bei den «Soubären» und gleichzeitig die erste volle Saison als Student. Aufgrund der Pandemie und dem Studium trainierte ich durch den Winter häufig allein und lief meine Runden einsam mit der Stirnlampe bewaffnet durch den Wald. Da waren die einzelnen Tage, an welchen wir trotzdem zusammen in kleineren Gruppen als Kader trainieren konnten grosse Highlights. Es war nicht nur toll, die Kolleg:innen wieder zu sehen, sondern es motivierte auch noch über mehrere Wochen hinaus. 

Fun O im TL Tessin

Konkret fand ein Langlauf-Tag in Kandersteg bei besten Bedingungen statt, bei welchem wir in kleineren Gruppen in einem Postenlauf mit Ski-OL bis Langlauf-Impro-Theater gefordert wurden. Der allgemein beliebte indoor-Rumpfkrafttest konnte pandemiebedingt leider nicht stattfinden (und die Trauer unter den Athleten war begrenzt😉). Dafür konnten wir im Februar an einem Sprint-Kazu im Februar an unserer Technik feilen und testen, ob wir nach dem Winter noch schnelle Beine haben. Ich kam ohne grosse Verletzungen durchs Winter-Training und war bereit für den Saisonstart.

Da aber wiederum viele Wettkämpfe nicht stattfinden konnten, beschränkte sich der Saisonstart auf ein Kazu in den Wäldern in der Nähe von Neuchatel und auf einzelne Trainingswettkämpfe nur für die Junioren. Umso erfreulicher war deshalb die Nachricht, dass das Frühlingstrainingslager des Regionalkaders trotzdem im Tessin stattfinden konnte. Ich genoss eine richtig tolle Woche in den fordernden Hängen und engen Gassen der italienischen Schweiz und hatte trotz den vielen Kastanien-Stacheln unter meiner Haut eine großartige Zeit. Speziell die Regenerationsbäder im eiskalten Ticino blieben mir gut in Erinnerung. 

Nach dem Trainingslager standen mit den Testläufen für die Junioren-WM endlich die ersten richtigen Wettkämpfe auf dem Programm. Ich fand mich aber in den Hägen oberhalb von Neuchatel nicht so gut zurecht, wie ich erwartet hatte und war ein bisschen enttäuscht von den Resultaten. Noch schlechter lief es mir an der Sprint Schweizermeisterschaft, als ich einen Posten ausliess und somit nicht klassiert wurde. Die Enttäuschung verflog aber schnell, als ich an einem Nationalen OL auf den 4. Platz lief und eine neue PB über 3000m aufstellen konnte.

Auch das Sommer-Trainingslager durfte stattfinden und ermöglichte mir eine wichtige Pause in der strengen Lernphase. Zusammen mit dem Regionalkader machte ich die Wälder und Sprintgelände im Wallis unsicher und genoss wahrscheinlich das schönste Wetter des ganzen Sommers. Im wunderbaren alpinen Gelände erkannte ich immer wieder, warum ich diesen wunderbaren Sport ausübe. Aber auch neben den Trainings gab es schöne Momente, z.B. das gemeinsame Rätseln, was die Moderatorin vom Radio Oberwallis wohl gerade gesagt haben könnte oder das gegenseitige Haare schneiden.

OL Genuss im TL Wallis

OL-Genuss im TL Wallis

Nach dem Trainingslager und mit überstandenen Prüfungen war ich bereit für die Herbstsaison. Der alljährliche Jugendcup war Motto-mässig definitiv top, aber sportlich leider ein Flop. Als Trump-Meute verkleidet und unter dem Motto: «Make Soubäre great again» starteten wir in den Wettkampf der Regionalkader. Ich macht aber leider einen Misstritt und bangte schon um den Rest der Saison.

Glücklicherweise erholte ich mich schnell und konnte and den diversen OL-Weekends auf der Bettmeralp, rund um die Marbachegg und auf dem Flumserberg in «Bijoux»-Gelände starten. Dabei lief ich solide Läufe, klassierte mich regelmässig in den Top 10 und schlug zu meiner Freude auch immer wieder Juniorennationalkaderathleten. Mein bestes Relsultat gelang mir mit einem 7. Rang an der Langdistanz Schweizermeisterschaft. 

Die Saison ging dann mit meinen letzten Kazu’s im Regionalkader zu Ende. Dazu gehörte auch der emotionale Abschied nach 6 tollen Jahren im Regionalkader. Ich entwickelte mich dabei nicht nur als Athlet, sondern genoss auch eine richtige Lebensschule. Mit 15 allein früher aus dem Trainingslager in Frankreich nach Hause fahren, einfach so für 30 Leute kochen oder auch eine «halb-legale Aktion» auf einem Golfplatz, sind nur einige Lektionen dieser Lebensschule. Dazu kommen noch die vielen Freundschaften aus dieser Zeit. Die wichtigste Lektion ist für mich aber, dass egal wie schwierig und unbekannt das Gelände (im übertragenden Sinn auch die Lebenssituation) ist, am Schluss findet man immer aus dem Wald und nach ein paar weiteren Versuchen wird man sogar richtig gut darin.

Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, welche mich in dieser Zeit unterstützt haben: Bei all den Klubmitgliedern, welche mich mit diesem Sport angefixt haben und mir die Selektion ins Regionalkader ermöglicht haben (ein besonderes Merci an meinen PB Jost!), bei meinen Trainern, welche mich zu einem immer besseren OL-Läufer gemacht haben und auch bei meinen Gönnern, welche mich und das Kader finanziell unterstützt haben. Ganz speziell bedanke ich mich natürlich auch bei meiner Familie.

Ich freue mich nun auf meine Zeit in der «Elite» und hoffe, dass ich noch viele Dinge auf meiner OL-Bucketlist werde abhaken können!

Mein letzter Wettkampf als Junior

Klubmeisterschaft OLG Biberist SO

Klubmeister Janik Burki (Mitte), Thomas Kämpfer, 2. Rang, Lotta Lüthi, 3. Rang

Am 4. Dezember 2021 wurde zur Klubmeisterschaft der OLG Biberist SO eingeladen.

Der letztjährige Klubmeister und die beiden Zweitplatzierten hatten die Organisation übernommen; denn zur unbestrittenen Ehre Klubmeister zu werden, ist es Tradition, die nächste Meisterschaft zu organisieren. Die drei lockten mit einer Klubmeisterschaft Surprise, Apéro, Musik und einer Dezember-Überraschung ins Klubhaus des FC Rüttenen. Rund
dreissig Mitglieder meldeten sich an. Aufgrund des garstigen Wetters sagten ein paar kurzfristig ab.


Um 14 Uhr standen die Unentwegten mit Badge, Kompass, Mütze und Handschuhen ausgerüstet bereit, den Orientierungslauf auf der Karte «Martinsflue», M. 1:10’000, in Angriff zu nehmen. Jost Hammer, der Bahnleger, erklärte den Surprise-Modus: Ein oder zwei Posten führten jeweils zu einem von drei Postennestern, wo unterschiedlich viele Posten
geholt werden mussten. So konnte Alt oder Jung Klubmeister werden.

Dann ging es los zum Startpunkt im Jungbann. Der Countdown zum Massenstart liess die Spannung steigen. 14- bis 70-Jährige machten sich auf die Suche der ersten beiden Posten. Die Jungen sprangen behende über Äste und Wurzeln hangab, während die Senioren ihr Tempo vorerst dosierten. Beim ersten Postennetz mussten je nach Alter und Können 1 – 4 Posten geholt werden. So glich sich das Feld wieder aus. Kurz danach forderte der «Biathlon-Posten» genaues Zielen mit 5 Stöcken in ein vorgegebenes Feld. Pro Fehlwurf musste im nächsten Postennetz ein zusätzlicher Posten gestempelt werden. Auch wer fünf Fehlwürfe machte, würde später noch siegen. Im feincoupierten Gelände der Martinsflue waren Brillenträger gefordert, klare Sicht auf die Karte zu behalten. Nochmals galt es beim letzten Postennetz 1 – 4 Posten zu suchen, je nach Vorgabe des präsenten Bahnlegers. So blieb die Spannung hoch bis zum Schlusspurt über den Bach entlang der triefenden Wiese zum Ziel. Wer zuerst im Ziel einlief, wurde Klubmeister. Janik Burki liess sich nicht mehr einholen, auch wenn die Verfolger ihm dicht auf den Fersen folgten.

Der Holzofen im Klubhaus war eine willkommene Wärmequelle für durchnässte Glieder. Trockene Kleidung war angesagt. Die mit Bänzli, Mandarinli, Nüssli und Schöggeli gedeckten Tische luden ein, sich hinzusetzen und zu geniessen. Dazu trug auch die Musik von Harper Seven und Melvin mit Mundharmonika, Keyboard und Gitarre bei. Weitere Mitglieder kamen zum zweiten Teil dazu. Die Dezember-Überrraschung war der Besuch des Samichlauses. Würdevoll und mit launigen Worten liess er das Jahr Revue passieren. Er beschenkte die Jungen mit Lebkuchen und Gutscheinen für die lückenlose Laufteilnahme am BKW-Cup und Podestplätze bei Meisterschaften.

Nach der Rangverkündigung der Klubmeisterschaft freuten sich alle auf das gemütliche Beisammensein mit köstlicher Kürbissuppe sowie feinem Salat- und Dessertbuffet. Die Organisatoren Brigitte Hammer, Regula Jäggi und Jost Hammer hatten keinen Aufwand gescheut, eine tolle Klubmeisterschaft zu bieten. Herzlichen Dank!

Organisationsteam v.l.n.r.: Regula Jäggi, Jost Hammer und Brigitte Hammer
Harper Seven und Melvin
Dr Samichlaus brichtet

Text/Fotos/Ton: J. Bill

Saisonrückblick 2021 von Stefanie Burki

Stefanie Burki hat einen Saisonrückblick für ihr erstes Jahr bei den Soubären verfasst. Stefanie hat es in diesem Jahr vom Sprungbrett nun ins Kader geschafft. Ein grosser Schritt! Herzliche Gratulation!

Viel Spass beim lesen und dir Stefanie wünschen wir weiterhin viel Erfolg und Freude am OL-Sport.

J+S Leiterinnen-Kurs Orientierungslauf in Schwarzsee, 9.8.-14.8.2021

J+S Leiterinnen-Kurs Orientierungslauf in Schwarzsee. Bericht von Alina Fadel und Noemi Uhlmann.

Am Montagmorgen machten wir uns auf den Weg nach Schwarzsee. Uns erwarteten 6 harte Tage J+S Ausbildung in der Theorie wie auch in der Praxis. Das Wetter spielte mit und so konnten wir uns am Abend immer eine Abkühlung im See gönnen. Jedoch war es auf keinen Fall nur ein bisschen «Chille am See», sondern ein sehr durchgetaktetes und strenges Programm.

Wir lernten, wie man Anfängern und kleinen Kindern den OL niveaugerecht näherbringen kann. Auch brachten sie uns bei, wie man ein alters- und niveaudurchmischtes Training am besten plant und durchführt. Wie immer, wenn man etwas Neues erlernen will, mussten auch wir uns die ersten Tage mit Theorieblöcken herumschlagen, bei welchen die grösste Herausforderung war, das Vermittelte zu verstehen, da meistens in Französisch unterrichtet wurde. Danach wurde es aber zum Glück praxisorientierter. Zum Beispiel mussten wir in kleineren Gruppen Trainingseinheiten planen und durchführen. Ebenfalls verbrachten wir einen Halbtag in der Halle und lernten OL spezifische Spiele kennen, welche wir natürlich gleich selbst ausprobierten😊. Zwei Mal besuchten uns externe Fachleute. So kam an einem Abend Thomas Bührer, ehemaliger Spitzenorientierungsläufer, welcher uns viel über seine Erfahrungen im OL-Sport erzählte. Am nächsten Morgen wurden wir auf eine spielerische Art von einem J+S Mitarbeiter auf das Thema Kinder im Sport sensibilisiert. Anschliessend machten wir noch einen Überraschungs-OL, welcher sich als Jass-OL herausstellte, bei welchem es auch mehr oder weniger erlaubt war Abkürzungen durch den See zu nehmen😉.

Den letzten Abend verbrachten wir bei einem gemütlichen Abendessen und anschliessenden Kartenspielen in einem kleinen Alprestaurant, bevor es am nächsten Morgen wieder mit dem Bus und Zug nach Hause ging. Wir haben mit 27 anderen Kursteilnehmer*innen eine sehr spannende und lehrreiche Woche in Schwarzsee verbracht, und freuen uns darauf, das Gelernte im Training praktisch anwenden zu dürfen.

Saisonrückblick Adrian Jäggi

Lies hier, wie es unserem Bike-OL-Athlet Adrian Jäggi in dieser Saison gelaufen ist:

EUROPAMEISTERSCHAFT BIKE-OL IN PORTUGAL, 7.-10.10.21

JUNIOREN

Noé Henseler, Noah Rieder und Flurin Schnyder sind Junioren Staffel-Europameister!

Noah Rieder gewinnt Bronze im Sprint der Junioren.

ELITE

Simon Brändli wird Mitteldistanz-Europameister bei der Elite.

Adrian Jäggi, Langdistanz

Adrian Jäggi, Jahrgang 1998, schaffte seinen ersten Top Ten-Rang in der Elite an einer internationalen Meisterschaft. Super! Wir sind stolz über seinen 9. Rang in der Langdistanz und gratulieren ganz herzlich! In der Mixed-Staffel erreichte er mit Christine Schaffner und Simon Brändli den sehr guten 5. Platz und somit ein Diplom. In der Mitteldistanz schaffte er den 46. Rang.

Was meint Adrian zu folgenden drei Behauptungen?

1. Als ehemaliger Junioren Welt- und Europameister in der Mitteldistanz dachtest du, die Mitteldistanz in der Elite, das wird mein Ding!

Nach der WM in Finnland dachte ich mir viel mehr, dass ich Risiko nehmen muss, um ein gutes Resultat zu erreichen. Das war leider die falsche Taktik, schon zum 3. Posten „versenkte“ ich mich komplett und verlor über 10min. Der Rest der Mitteldistanz war dann nur noch Vorbereitung auf die Langdistanz.

2. Je länger ein Rennen dauert, desto besser kannst du deine ausgezeichnete Physis ausspielen!

Das stimmte für die Langdistanz in Portugal, die mit unzähligen steilen Anstiegen gespickt war, durchaus! Ich denke, wenn das Rennen etwas länger gewesen wäre (wir fuhren massiv schneller als die Richtzeiten), hätte ich noch einige Plätze gut machen können. Aber auch so ist mir die Langdistanz sehr gelungen, und ich hoffe auf mehr steiles Gelände in den nächsten internationalen Meisterschaften!

3. Simon Brändli ist dein grosses Vorbild, aber auch dein grösster Konkurrent!

Diese Aussage könnte wohl nicht treffender sein. Obwohl wir im selben Jahr angefangen haben mit internationalem Bike-OL, bringt er aus dem Fuss-OL sehr viel Erfahrung mit. Zudem hat er wohl auch ein riesiges Talent, nicht nur auf der Karte, sondern gerade auch auf dem Bike. Er ist definitiv mein grösstes Vorbild!

Adrian Jaeggi, Radsportler mit Leib und Seele, gibt uns auf seiner Homepage Einblick in diese letzten Rennen der Saison. http://www.ajaeggi.ch/

JUGEND

Noé Henseler, Mitteldistanz

Noé Henseler,15-jährig, holte an seinem ersten internationalen Wettkampf auf Anhieb den 6. Diplomrang bei der Jugend M17. Doch damit nicht genug! Gemeinsam mit Noah Rieder und Flurin Schnider wird er Europameister in der Junioren-Staffel. Wir finden das mega cool und gratulieren von Herzen!

Was meint Noé zu folgenden drei Behauptungen?

1. Der 6. Diplomrang bei den M17 stärkte dein Selbstvertrauen ungemein!

Ja, ich wusste somit, dass ich trotz meines Alters im vorderen Feld mitfahren kann.

2. Du liebst es beim Biken so richtig Gas zu geben und rasant um die Kurven zu flitzen!

Ganz genau, am liebsten beides zusammen 😉

3. Für die Zukunft musst du dich für Bike- oder Fuss-OL entscheiden!

Ich mache beides sehr gerne und kann das Kartenlesen aus dem Fuss-OL gut beim Bike-OL anwenden. Da ich beigeisteter Mountainbiker bin, liegt mir der Bike-OL sehr am Herzen.

Spannende Details zu den Rennen finden sich hier: http://www.solv.ch/de/news/bike-ol

Adrian Jäggi (r.) übergibt an Simon Brändli in der Mixed-Staffel

Fotos: Beat Schaffner

European MTB-O Championships, 7th to 10th October Portugal

Das schweizer Bike-O Team nimmt vom 7. bis 10. Oktober 2021 an den Bike-OL Europameisterschaften der Elite (EMTBOC) und der Junioren und Jugend (EJYMTBOC) teil.

Von unserem Verein sind Adrian Jäggi und Noé Henseler mit dabei.

Auf der SOLV-Seiten sind weitere Infos verfügbar:

https://www.swiss-orienteering.ch/de/startseite-bike.html

https://www.swiss-orienteering.ch/de/news/bike-ol/2218-bike-ol-em-in-portugal.html

Wer es live mitverfolgen möchte (Portugal hat 1h Zeitverschiebung):

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