Am 26.03.2022 fand der erste Bike-OL des Swiss Cup auf der Karte „Pfaffenweiher-Gensberg-Tannhubel“ mit Wettkampfzentrum in Wangenried statt. Laufleiter Thomas Jäggi von der OLG Biberist SO hatte sein ganzes Fachwissen als Kartograph, Bahnleger und Organisator eingesetzt, um der Bike-OL Community interessante und herausfordernde Bahnen und Routenwahlen zu bieten. So hat er für diesen Anlass eine neue Bike-OL-Karte geschaffen. Sie basiert auf der bisherigen Bike-OL-Karte des Pfaffenweihers und der Fuss-OL-Karten der beiden Wälder Gensberg und Tannhubel. Beim Bike-OL geht es darum, ausschliesslich auf etablierten Wegen die schnellste Route zu finden. 91 Teilnehmende, so auch das Bike-Kader, freuten sich nach zwei Jahren mit abgesagtem oder reduziertem Programm auf den ersten Lauf eines vollen Rennkalenders. Adrian Jäggi, Nummer 2 der nationalen Bike-OL Szene und Sohn von Thomas Jäggi, zeigte sich nach dem Start überrascht über die anforderungsreiche Tannhubel-Karte. Doch mit zunehmendem Rennverlauf und Wälder-Wechsel drehte er auf und fuhr seinem Sieg in der Kategorie «Herren lang» entgegen. Ein Saisonauftakt nach Mass, zumal er Simon Brändli, Nummer 1 im Bike-OL, um 26 Sekunden distanzieren konnte. Weitere erste Plätze holten sich Noé Henseler, H17 und Alina Fadel, D20 beide OLG Biberist SO. Thomas Jäggi strahlte mit der Sonne um die Wette: Der grosse Aufwand und die Arbeit der mehr als zwanzig Helfer/-innen wurde belohnt! Das motiviert für einen nächsten Bike-OL.
Autor: Jacqueline Bill Seite 7 von 10
Nun ist es so weit! Ab 24. März 2022 kann die Stadt Solothurn mit der OL-Karte «Solothurn»der OLG Biberist SO von Spaziergängern und Sportlichen neu entdeckt werden. Der Trail bietet an 11 Posten interessante Einblicke und Geschichten zur Ambassadorenstadt. https://www.swiss-o-finder.ch/stadt-solothurn/
Das etwas andere OL-Abenteuer kann mit Hilfe der Swiss-O-Finder APP auf dem Handy rund um die Uhr gestartet werden. Bei Solothurn Tourismus kann man sich während den Öffnungszeiten auch eine ausgedruckte Karte besorgen und so auf Spurensuche begeben.
Thomas Jäggi, Kartenchef der OLG Biberist SO, hat aufgrund der Initiative von Solothurn Tourismus Jürgen Hofer, die Umsetzung begleitet. Swiss-O-Finder, Christoph Schönenberger, ist ein Projekt von Swiss Orienteering, Christopher Gmür, mit den nationalen Partnern Stiftung OL Schweiz und Fixcontrol, Markus Zbinden. Sie waren als Gäste bei der stimmigen Eröffnung dabei.
Beitrag auf Radio 32
Beitrag auf Radio Canal 3
Text und Bilder: Jacqueline Bill
Weitere Impressionen vom Anlass:



Lotta, Janik, Malin, Miron und Mirjam frönen dem Ski-OL und holen an Schweizer-Meisterschaften 2021 und 2022 gleich Podestplätze. Dazu gratulieren wir herzlich!

Wir tauchen mit ihnen in die Welt des Ski-OL ein:
Lotta sagt: «Mich fasziniert am Ski-OL die Kombination von Langlauf und Kartenlesen. Ich weiss selbst nicht, warum ich so erfolgreich bin. Ich denke aber, da ich viel langlaufe und mich vom Fuss-OL her schnell orientieren kann.»
Janik berichtet: «Ich habe das Langlaufen entdeckt und bin dann ins Ski-OL-Lager gegangen. Dort nahmen wir an zwei Rennen teil und ich fand es eine gute Kombination zwischen Schnee, Langlaufen und OL. Es ist zudem auch ein gutes Fitnesstraining und man verbessert die Kondition. Es ist eine gute Abwechslung zum Fuss-OL. Kartentechnik und Routenwahlen sind auch sehr wichtig. Nach dem Rennen ist zudem eine gute Stimmung unter den Teilnehmern.»
Auf seine Podestplätze angesprochen meint er: «Ich mache viel Fuss-OL und dadurch bin ich gut in der Kartentechnik. Ich habe ausserdem eine gute Kondition, was mir zugutekommt. Auch ist die Konkurrenz nicht sehr gross.»
Malin meint:«Mich fasziniert es, mich in einer schönen Winterlandschaft zu bewegenund dabei noch Posten zu finden.»
Zu ihrem 3. Platz bemerkt sie: «Da eine Konkurrentin einen Postenfehler machte, erreichte ich den dritten Rang.» (Anmerkung: Malin mass sich mit dem Nachwuchskader.)
Mirjam bilanziert: «Ich habe es nur einmal ausprobiert, und werde es wohl auch dabei bleiben lassen.»
Miron gibt uns Einblick in seine Ski-OL Premiere: «Für mich stand wirklich nur das Erlebnis im Vordergrund, das „gute“ Resultat kommt definitiv von der geringen Teilnehmerzahl. Ich wollte persönlich einfach einmal Ski-OL ausprobieren, nachdem ich mich bereits im Bike-OL ausprobiert hatte und mich hauptsächlich im Fuss-OL zu Hause fühle. Ich würde sagen meine Premiere war ein tolles Erlebnis. Spannend war für mich vorallem, dass im Ski-OL zusätzlich zur Ausdauer und dem Orientieren auch noch die Langlauf-Technik eine Rolle spielt. Für mich als nicht so begnadeten Langläufer sicher eine zusätzliche Herausforderung, speziell auf den engen teilweise recht abenteuerlichen Scooterspuren.»
Die Ski-OL Karte Hier die Bahn von Lotta, D14 (2.6 km, 40 m Steigung,13 Posten), welche auch von Janik und Mirjam gelaufen wurde. Die grün gestrichelten Scooterspuren werden extra gelegt.

Die Karte ist ähnlich wie beim Bike-OL, nicht so detailliert. Die Massstäbe sind die gleichen wie beim Fuss-OL. Janik hatte 1:5’000, 1: 7’500 und am Wochenende im Jura war es 1:10’000. Die Loipen sind mit einem grünen, dicken Strich gekennzeichnet. Die Winterwanderwege sind schwarz gekennzeichnet und befahrbar. Es hat auch sogenannte Scooterspuren, das sind kleinere, befahrbare Verbindungen zwischen den Loipen. Man darf aber auch quer fahren, solange man kein Sperrgebiet befährt.
Die Orientierung im verschneiten Gelände
Lotta orientierte sich, indem sie auf markante Vegetationen (Waldgruppe), Häuser und auf die Verzweigungen von Scooterspuren und Loipe schaute. Miron orientierte sich so gut es ging am Loipennetz und den Scooterspuren. Zusätzlich waren ihm markante Objekte wie Häuser, Waldränder oder ein Bach sehr hilfreich. Im Ski-OL sei speziell die Routenwahl entscheidend. Er wählte aber seine Route immer so, dass sie möglichst einfach war und wich häufig auf die grossen Loipen aus. Zum Glück sehe man die Posten auch von weitem, so dass man weniger aufpassen müsse als im Fuss-OL.

Die Postenstandorte
Im Gegensatz zum Fuss-OL sind die Postenstandorte beim Ski-OL direkt neben der Loipe oder an einer Loipe-Scooterspur-Gabelung. Zudem gibt es beim Ski-OL keine Postenbeschreibung. Die Postennummern sind gleich beim jeweiligen Posten auf die Karte aufgedruckt.
Die Skitechnik
Bei der Skitechnik ist es von Vorteil, wenn man sie gut beherrscht. Sie ist wichtig für das Befahren der Scooterspuren und das Fahren abseits der Loipen. Doch nicht alline die Skitechnik ist entscheidend für den Erfolg, sondern das schnelle Orientieren und die Routenwahl sind genauso wichtig.


Fotos: Martin Jörg
Text: Jacqueline Bill
anlässlich GV 2022, vom 8.01.2022, alte Turnhalle Biberist

2015 An der GV hatte sich Brigitte Hammer bereit erklärt, das Ressort Beisitzerin zu besetzen und wurde einstimmig gewählt. Die Aufgaben dieses neuen Amtes sollten noch definiert werden. Das Ziel war, sich in die Vorstandsaufgaben einzuarbeiten, so dass die Kontinuität bei Mutationen gewährleistet sei. Sie, die schon einmal im Vorstand mitgearbeitet hatte, und für ihre Verdienste schon Jahre zuvor als einziges weibliches OLG-Mitglied zum Ehrenmitglied ernannt wurde, liess sich nochmals für die Mitarbeit im Vorstand gewinnen.
Am 24. Juni 2015 findet sich die Protokoll-Notiz, Brigitte Hammer sei bereit das Vizepräsidium zu übernehmen, ein Pflichtenheft sei noch zu erarbeiten. Ein Pflichtenheft im Entwurf mit einer langen Aufgabenliste lässt sich in der Ablage finden. Doch Brigitte Hammer wusste aufgrund ihrer rund 30-jährigen OL-Erfahrung wohl auch ohne Pflichtenheft, wo sie wie unterstützen konnte. Und das tat sie engagiert mit ihrer eigenen Ruhe und Gelassenheit.
Oft findet sich ihr Name bei der Laufauswertung sei es beim Biberister OL, beim Abendlauf oder Nacht-OL. Mit Brigitte Hammer in dieser Funktion ist garantiert, dass allenfalls auftretende Schwierigkeiten bewältigt werden. Bei IT-Fragen blieb sie als Fachfrau die Ruhe im Sturm. Die Website der OLG Biberist SO betreute sie umsichtig und zuverlässig. Neue Anliegen wie eine Umfrage zum Kommunikationsverhalten des Vorstandes nahm sie auf und setzte sie nach Wunsch um.
Sie organisierte das Vorstandessen auf dem Hinterweissenstein. Sie half mit bei der Trainerbestellung und bot den Mitgliedern an, Designentwürfe einzureichen. 2016 organisierte sie als Laufleiterin den Biberister OL. 2017 war sie für das Langlaufweekend in Kandersteg zuständig. Als ausgebildete J+S-Leiterin organisierte sie auch Trainings oder half beim Ferienpass mit.
Für die pandemiebedingte online-Durchführung der GV 2021 erstellte sie ein Google-Formular zum Abstimmen und Wählen. So konnten die Mitglieder zu den einzelnen Berichten und den vorgeschlagenen Wahlen online abstimmen. Danach wertete sie die Umfrage der 46 Teilnehmenden aus.
2021 Auf diese GV trat Brigitte Hammer nach sechs Jahren als Vizepräsidentin und Betreuerin der Webseite aus dem Vorstand aus.
Die OLG Biberist SO freut sich aber sehr, dass sie Brigitte weiterhin als Fachfrau zu Rate ziehen darf, sei dies im IT-Bereich oder bei Bestellungen bei Trimtex.
Wir wünschen Brigitte privat sowie beruflich viel Freude und Erfolg – auch in ihrer neuen APM-Therapie Praxis (Akupunktmassage).
30.12.2021/jbi
Die Jugendlichen, die Biber, der OLG Biberist SO engagieren sich bei den wöchentlichen Trainings. Dank der Jugendarbeit von Jost Hammer und Tanja Uhlmann machen einige dafür die Ausbildung zum 1418coach, die Ausbildung zur J+S-Leiterin oder sie zeichnen OL-Karten.
Wer ist dabei? Was motiviert sie? Welche Herausforderungen gibt es?
Die Antworten dazu findest du hier.
Saisonbericht 2021 Miron Rulka
Was machen «Rentner», wenn sie in ihrem Leben viel Tolles erlebt haben? Genau, sie versuchen sich an einer Autobiographie. Dass ich mit 20 schon eine Autobiographie schreiben würde, wäre vielleicht etwas übertrieben und ich gehe ja auch nicht als echter «Rentner» in den Ruhestand. Ich blicke aber dankbar und wehmütig auf eine tolle Zeit als «Soubär» zurück und möchte gerne nochmals darüber berichten.
Diese Saison war nun also meine letzte bei den «Soubären» und gleichzeitig die erste volle Saison als Student. Aufgrund der Pandemie und dem Studium trainierte ich durch den Winter häufig allein und lief meine Runden einsam mit der Stirnlampe bewaffnet durch den Wald. Da waren die einzelnen Tage, an welchen wir trotzdem zusammen in kleineren Gruppen als Kader trainieren konnten grosse Highlights. Es war nicht nur toll, die Kolleg:innen wieder zu sehen, sondern es motivierte auch noch über mehrere Wochen hinaus.

Konkret fand ein Langlauf-Tag in Kandersteg bei besten Bedingungen statt, bei welchem wir in kleineren Gruppen in einem Postenlauf mit Ski-OL bis Langlauf-Impro-Theater gefordert wurden. Der allgemein beliebte indoor-Rumpfkrafttest konnte pandemiebedingt leider nicht stattfinden (und die Trauer unter den Athleten war begrenzt😉). Dafür konnten wir im Februar an einem Sprint-Kazu im Februar an unserer Technik feilen und testen, ob wir nach dem Winter noch schnelle Beine haben. Ich kam ohne grosse Verletzungen durchs Winter-Training und war bereit für den Saisonstart.
Da aber wiederum viele Wettkämpfe nicht stattfinden konnten, beschränkte sich der Saisonstart auf ein Kazu in den Wäldern in der Nähe von Neuchatel und auf einzelne Trainingswettkämpfe nur für die Junioren. Umso erfreulicher war deshalb die Nachricht, dass das Frühlingstrainingslager des Regionalkaders trotzdem im Tessin stattfinden konnte. Ich genoss eine richtig tolle Woche in den fordernden Hängen und engen Gassen der italienischen Schweiz und hatte trotz den vielen Kastanien-Stacheln unter meiner Haut eine großartige Zeit. Speziell die Regenerationsbäder im eiskalten Ticino blieben mir gut in Erinnerung.
Nach dem Trainingslager standen mit den Testläufen für die Junioren-WM endlich die ersten richtigen Wettkämpfe auf dem Programm. Ich fand mich aber in den Hägen oberhalb von Neuchatel nicht so gut zurecht, wie ich erwartet hatte und war ein bisschen enttäuscht von den Resultaten. Noch schlechter lief es mir an der Sprint Schweizermeisterschaft, als ich einen Posten ausliess und somit nicht klassiert wurde. Die Enttäuschung verflog aber schnell, als ich an einem Nationalen OL auf den 4. Platz lief und eine neue PB über 3000m aufstellen konnte.
Auch das Sommer-Trainingslager durfte stattfinden und ermöglichte mir eine wichtige Pause in der strengen Lernphase. Zusammen mit dem Regionalkader machte ich die Wälder und Sprintgelände im Wallis unsicher und genoss wahrscheinlich das schönste Wetter des ganzen Sommers. Im wunderbaren alpinen Gelände erkannte ich immer wieder, warum ich diesen wunderbaren Sport ausübe. Aber auch neben den Trainings gab es schöne Momente, z.B. das gemeinsame Rätseln, was die Moderatorin vom Radio Oberwallis wohl gerade gesagt haben könnte oder das gegenseitige Haare schneiden.

OL-Genuss im TL Wallis
Nach dem Trainingslager und mit überstandenen Prüfungen war ich bereit für die Herbstsaison. Der alljährliche Jugendcup war Motto-mässig definitiv top, aber sportlich leider ein Flop. Als Trump-Meute verkleidet und unter dem Motto: «Make Soubäre great again» starteten wir in den Wettkampf der Regionalkader. Ich macht aber leider einen Misstritt und bangte schon um den Rest der Saison.
Glücklicherweise erholte ich mich schnell und konnte and den diversen OL-Weekends auf der Bettmeralp, rund um die Marbachegg und auf dem Flumserberg in «Bijoux»-Gelände starten. Dabei lief ich solide Läufe, klassierte mich regelmässig in den Top 10 und schlug zu meiner Freude auch immer wieder Juniorennationalkaderathleten. Mein bestes Relsultat gelang mir mit einem 7. Rang an der Langdistanz Schweizermeisterschaft.
Die Saison ging dann mit meinen letzten Kazu’s im Regionalkader zu Ende. Dazu gehörte auch der emotionale Abschied nach 6 tollen Jahren im Regionalkader. Ich entwickelte mich dabei nicht nur als Athlet, sondern genoss auch eine richtige Lebensschule. Mit 15 allein früher aus dem Trainingslager in Frankreich nach Hause fahren, einfach so für 30 Leute kochen oder auch eine «halb-legale Aktion» auf einem Golfplatz, sind nur einige Lektionen dieser Lebensschule. Dazu kommen noch die vielen Freundschaften aus dieser Zeit. Die wichtigste Lektion ist für mich aber, dass egal wie schwierig und unbekannt das Gelände (im übertragenden Sinn auch die Lebenssituation) ist, am Schluss findet man immer aus dem Wald und nach ein paar weiteren Versuchen wird man sogar richtig gut darin.
Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, welche mich in dieser Zeit unterstützt haben: Bei all den Klubmitgliedern, welche mich mit diesem Sport angefixt haben und mir die Selektion ins Regionalkader ermöglicht haben (ein besonderes Merci an meinen PB Jost!), bei meinen Trainern, welche mich zu einem immer besseren OL-Läufer gemacht haben und auch bei meinen Gönnern, welche mich und das Kader finanziell unterstützt haben. Ganz speziell bedanke ich mich natürlich auch bei meiner Familie.
Ich freue mich nun auf meine Zeit in der «Elite» und hoffe, dass ich noch viele Dinge auf meiner OL-Bucketlist werde abhaken können!

JUNIOREN

Noah Rieder gewinnt Bronze im Sprint der Junioren.
ELITE
Simon Brändli wird Mitteldistanz-Europameister bei der Elite.

Adrian Jäggi, Jahrgang 1998, schaffte seinen ersten Top Ten-Rang in der Elite an einer internationalen Meisterschaft. Super! Wir sind stolz über seinen 9. Rang in der Langdistanz und gratulieren ganz herzlich! In der Mixed-Staffel erreichte er mit Christine Schaffner und Simon Brändli den sehr guten 5. Platz und somit ein Diplom. In der Mitteldistanz schaffte er den 46. Rang.
Was meint Adrian zu folgenden drei Behauptungen?
1. Als ehemaliger Junioren Welt- und Europameister in der Mitteldistanz dachtest du, die Mitteldistanz in der Elite, das wird mein Ding!
Nach der WM in Finnland dachte ich mir viel mehr, dass ich Risiko nehmen muss, um ein gutes Resultat zu erreichen. Das war leider die falsche Taktik, schon zum 3. Posten „versenkte“ ich mich komplett und verlor über 10min. Der Rest der Mitteldistanz war dann nur noch Vorbereitung auf die Langdistanz.
2. Je länger ein Rennen dauert, desto besser kannst du deine ausgezeichnete Physis ausspielen!
Das stimmte für die Langdistanz in Portugal, die mit unzähligen steilen Anstiegen gespickt war, durchaus! Ich denke, wenn das Rennen etwas länger gewesen wäre (wir fuhren massiv schneller als die Richtzeiten), hätte ich noch einige Plätze gut machen können. Aber auch so ist mir die Langdistanz sehr gelungen, und ich hoffe auf mehr steiles Gelände in den nächsten internationalen Meisterschaften!
3. Simon Brändli ist dein grosses Vorbild, aber auch dein grösster Konkurrent!
Diese Aussage könnte wohl nicht treffender sein. Obwohl wir im selben Jahr angefangen haben mit internationalem Bike-OL, bringt er aus dem Fuss-OL sehr viel Erfahrung mit. Zudem hat er wohl auch ein riesiges Talent, nicht nur auf der Karte, sondern gerade auch auf dem Bike. Er ist definitiv mein grösstes Vorbild!
Adrian Jaeggi, Radsportler mit Leib und Seele, gibt uns auf seiner Homepage Einblick in diese letzten Rennen der Saison. http://www.ajaeggi.ch/
JUGEND

Noé Henseler,15-jährig, holte an seinem ersten internationalen Wettkampf auf Anhieb den 6. Diplomrang bei der Jugend M17. Doch damit nicht genug! Gemeinsam mit Noah Rieder und Flurin Schnider wird er Europameister in der Junioren-Staffel. Wir finden das mega cool und gratulieren von Herzen!
Was meint Noé zu folgenden drei Behauptungen?
1. Der 6. Diplomrang bei den M17 stärkte dein Selbstvertrauen ungemein!
Ja, ich wusste somit, dass ich trotz meines Alters im vorderen Feld mitfahren kann.
2. Du liebst es beim Biken so richtig Gas zu geben und rasant um die Kurven zu flitzen!
Ganz genau, am liebsten beides zusammen 😉
3. Für die Zukunft musst du dich für Bike- oder Fuss-OL entscheiden!
Ich mache beides sehr gerne und kann das Kartenlesen aus dem Fuss-OL gut beim Bike-OL anwenden. Da ich beigeisteter Mountainbiker bin, liegt mir der Bike-OL sehr am Herzen.
Spannende Details zu den Rennen finden sich hier: http://www.solv.ch/de/news/bike-ol

Fotos: Beat Schaffner
Das schweizer Bike-O Team nimmt vom 7. bis 10. Oktober 2021 an den Bike-OL Europameisterschaften der Elite (EMTBOC) und der Junioren und Jugend (EJYMTBOC) teil.
Von unserem Verein sind Adrian Jäggi und Noé Henseler mit dabei.
Auf der SOLV-Seiten sind weitere Infos verfügbar:
https://www.swiss-orienteering.ch/de/startseite-bike.html
https://www.swiss-orienteering.ch/de/news/bike-ol/2218-bike-ol-em-in-portugal.html
Wer es live mitverfolgen möchte (Portugal hat 1h Zeitverschiebung):
Ein Gespräch mit der Akkupunktur Massage-Therapeutin

Brigitte Hammer ist als langjähriges Mitglied der OLG Biberist SO wohl allen bekannt. Seit rund 30 Jahren engagiert sie sich im Verein, sei es als Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin, als versierte IT-Fachfrau in der Laufauswertung, oder als Betreuerin der Homepage und Verfasserin der Klubzeitung. Zudem ist sie das einzige, weibliche Ehrenmitglied.

Gründe genug, ihre wohl weniger bekannte Arbeit als Akupunktur Massage-Therapeutin vorzustellen und ihre Praxis am Rossmarktplatz 1 in Solothurn bekannter zu machen. https://www.praxisbrigittehammer.ch/
Im folgenden Gespräch gibt uns Brigitte einen vertieften Einblick in ihren Werdegang zur professionellen Therapeutin, die APM-Therapie nach Radloff und ihre Anwendungen.
Das Gespräch führte Jacqueline Bill.
Die Fotos stellte freundlicherweise Brigitte Hammer zur Verfügung.

Im Einzugsgebiet der OLG Biberist SO haben sich 2021 rekordverdächtige 16 Schulen für SCOOL-Tages- oder Halbtagesetappen bei Markus Lüthi angemeldet.
Markus ist seit sechs Jahren sCOOL-Verantwortlicher der Orientierungslaufgruppe Biberist SO. Er informiert die Schulen über das Angebot, nimmt ihre Anmeldung entgegen und sorgt mit dem Kartenchef der OLG Biberist SO dafür, dass eine aktuelle Schulhaus OL-Karte zur Verfügung steht oder neu erstellt wird. Gerne erfahren wir mehr von ihm:
Wie kommt es im Jahr 2021 zur Anmeldung von 16 Schulen?
«Aufgrund der Corona-Pandemie mussten im Jahr 2020 einige Etappen abgesagt werden. Nicht für alle Schulen konnte ein Verschiebungstermin im Herbst organisiert werden. Diese Etappen werden nun nachgeholt. Zudem können wir in den letzten Jahren auf einen treuen Kundenstamm von Schulen zählen, welche fast jährlich von einer sCOOL-Etappe profitieren möchten. Zudem wächst die Anzahl der Schulen, die von einem zwei- oder dreijährigen Abonnement profitieren wollen, denn tatsächlich steht der OLG Biberist SO nur ein Kontingent von 3-4 Tagesetappen zur Verfügung, die vom SOLV teilsubventioniert werden.
Zudem ist man als Schule «fast gezwungen» OL zu machen, um die Kompetenzen gemäss Lehrplan 21 im fächerübergreifenden Unterricht (z.B. Sport, Geografie, Physik, Zeichnen) zu erreichen.»
Warum mieten Schulen sogar Abos um jährlich mitzumachen?
«Eine Schule kommt in der Regel jedes dritte Jahr in den Genuss einer teilgesponserten sCOOL-Etappe, weil die Nachfrage grösser ist als das Kontingent. Das heisst die Schulen, die erst kürzlich eine Etappe hatten, kommen auf die Warteliste. Schulen, die jedes Jahr eine Etappe in ihre Jahresplanung aufnehmen möchten, lösen somit das Abo.»
Was wird den Schulen an einer Etappe geboten?
«Während eine sCOOL-Etappe erleben die Schüler*innen einen abwechslungreichen und spannenden Schulhalbtag. Ihnen werden verschiedenste Spiel- und Wettkampfformen rund um die Themen Kartenlesen und Orientieren geboten. Neben Stempelsprint und verschiedenen Schlaufen-OLs wird zum Schluss auch ein richtiger Wettkampf mit Rangverkündigung durchgeführt. Die Kinder sammeln so Orientierungslauferfahrungen in bekanntem Gelände ohne Gefahr zu laufen sich zu verirren. Zudem profitiert die Schule von einer aktuellen Schulhauskarte, die im alltäglichen Unterricht eingesetzt werden kann. Das Lehrmittel «It’sCOOL», welches sich am Lehrplan 21 orientiert, hilft den Lehrpersonen bei der Vorbereitung auf die sCOOL- Etappen und beim Erreichen der fächerübergreifenden Kompetenzen.»
Wieviel kostet das die Schule?
«Teilsubventionierte sCOOL- Anlässe kosten pro Halbtagesetappe Fr. 300.-, pro Ganztagesetappe: Fr. 400.-. Dazu kommen Druckkosten für die Karten. Die Preise für das ABO kosten z.B. pro Halbtagesetappe 430.- und für eine Ganztagesetappe 580.-. Diese ABO-Preise gelten jeweils für die nächsten drei Durchführungen.»
Der sCOOL-Anlass findet auf dem Schulgelände statt. Wer stellt all die Schulhaus OL-Karten her?
«Mit dem Weltrekordversuch 2003 und dem Start von sCOOL wurden sehr viele Schulhauskarten von Fritz Gribi und Peter Wegmüller in unserer Region hergestellt. Diese müssen vor den Etappen jeweils mehr oder weniger überarbeitet werden, da sich das Schulhausgelände in der Regel mit neuen Spielgeräten, Sitzgelegenheiten oder Geländeumgestaltungen verändert hat. Für unseren Verein übernimmt dies unser Kartenchef Thomas Jäggi. Erfreulicherweise unterstützen ihn bei dieser zeitintensiven Arbeit auch unsere Nachwuchsläufer Noé Henseler und Nina Weber. Nur noch wenige Schulhauskarten müssen von Grund auf hergestellt werden.»
Welches sind deine wichtigsten Aufgaben als sCOOL-Verantwortlicher?
«Meine Arbeit besteht hauptsächlich aus Koordinationsaufgaben. Ich schreibe alle Schulen im Einzugsgebiet der OLG Biberist SO, d.h. in den Bezirken Lebern, Solothurn und Wasseramt an und informiere sie über das Angebot von sCOOL. Die Anmeldungen lasse ich dann Ursula Spycher zukommen. Diese nimmt Kontakt mit den Schulen auf und vereinbart, wenn möglich, einen Durchführungstermin. Wenn die Termine bekannt sind, muss ich im Verein Helfer*innen organisieren. Zum Glück kann ich dabei auf eine Handvoll motivierter und erfahrener OLG Mitglieder zurückgreifen, welche sich die Zeit nehmen können, die Etappen zu unterstützen. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön den Etappen-Helfer*innen für ihr Engagement. Sie machen mit ihrem Einsatz beste Werbung für unseren Verein und den OL-Sport.
In Absprache mit Ursula Spycher und Heinz Hosner, welche sich für die Durchführung der Etappen in unserem Einzugsgebiet verantwortlich zeichnen, koordiniere ich die Aufnahmen und Überarbeitung der Schulhauskarten mit unserem Kartenchef Thomas Jäggi.
Zudem bin ich für die OLG Biberist SO für die Organisation des sCOOL-Cups verantwortlich, der jährlich im Rahmen des kantonalen Schulsporttages stattfindet.»
Der Kantonale sCOOL-Cup im Mai 2021 musste leider abgesagt werden. Was heisst das?
«Am sCOOL-Cup laufen Schüler*innen in 2er-Teams, aufgeteilt in die Kategorien 3./4. Klasse, 5./6. Klasse und 7.-9. Klasse, jeweils einen kurzen Wald-OL und anschliessend einen Schulhaus-OL.
Leider musste der sCOOL-Cup in diesem Jahr wegen Covid-19 bereits zum zweiten Mal, wie auch der kant. Schulsporttag, abgesagt werden. Im Rahmen des sCOOL-Cups werden normalerweise die Kantonalmeister*innen im OL ermittelt. Die drei besten Zweierteams der Oberstufe dürfen zusätzlich am schweizerischen Schulsporttag teilnehmen, welcher jedoch auch der Pandemie zum Opfer fiel. Wir hoffen aber auf eine Normalisierung der Lage und eine Durchführung des sCOOL-Cups 2022, der voraussichtlich beim Sportzentrum in Zuchwil mit ganz vielen OL-Begeisterten durchgeführt werden kann.

Lieber Markus, besten Dank für das Interview!
Mehr zu sCOOL im Jahresbericht des SOLV.