Orientierungslaufgruppe Biberist Solothurn

Autor: Jacqueline Bill Seite 7 von 10

Die OLG am Kinderfest in Biberist

Foto: Regula Jäggi hilft beim Start ins Stempellabyrinth

Nach zwei Jahren Zwangspause konnte das Kinderfest Biberist am Kilbisonntag, 11. September 2022, wiederum durchgeführt werden. Für alle Kinder vom Kindergarten bis zur 5. Klasse standen 20 Posten im Bleichenmatt-Areal bereit. So auch der Posten 14 der Orientierungslaufgruppe Biberist SO. Unter der engagierten Leitung von Regula Jäggi wurden OL-Erlebnisse angeboten: Bei den Kleineren war der OL-Posten «mit der Angelrute stempeln» am beliebtesten. Die etwas grösseren Kinder standen Schlange für das Stempellabyrinth, das Bahnen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden anbot. Väter zeigten sich beeindruckt, dass sogar ein OL mit zehn Posten auf der Schulhauskarte vorbereitet war, und ermunterten ihre Sprösslinge zu starten. Eine Mutter hingegen erinnerte sich mit Schrecken an ihre eignen OL-Erlebnisse im Schulalter. Und das grossformatige, anspruchsvolle Memory mit Kartenausschnitten verlockte zum Spielen. War es beim Einrichten ab 8 Uhr noch ruhig gewesen, herrschte ab 10.30 Uhr bis zum Schluss Hochbetrieb. Das Helferteam hatte alle Hände voll zu tun, um die vielen Kinder und ihre Eltern in die Handhabung der Karte, den Gebrauch des Badges oder der Stempelzange einzuführen, jedem Kind seinen Lauf auszuwerten und das Material wieder zu ordnen. Nur gut, dass es ab Mittag Verstärkung gab; denn mehr als 540 Kinder profitierten vom Angebot. Zur Bestätigung gab es einen Kleber vom Posten 14, und weiter ging es zum nächsten Posten. Zufriedene, glückliche Gesichter bei Klein und Gross prägten dieses sonnige Kinderfest.

Text und Foto: J. Bill

Jugendcup 2022: selektioniert sind Stefanie, Lotta und Janik

Stefanie Burki (Foto: Philipp von Arx)

Lotta Marit Lüthi (Foto: Alphafoto)

Stefanie Burki, D16 und Lotta Marit Lüthi D14 sind im A-Team Girls und Janik Burki H14 ist im D-Team Boys des Nachwuchskaders BE/SO selektioniert. Eine Premiere für unsere drei erfolgreichen Nachwuchsläufer*innen in einem Viererteam am Saison-Höhepunkt zu starten!

Janik Burki (Foto: Silvan Schletti)

Sie nehmen am zweitägigen Vergleichswettkampf zwischen den Regionalkadern der Schweiz teil. Am Samstag, 3. September ist der Staffellauf im Bad Schauenburg. Am Sonntag, 4. September findet der Einzellauf Kei-Thiersteinberg im Rahmen des 8. Nationalen OL Langdistanz statt.

«Die Selektion hat mich sehr gefreut. Sie bestätigt mir, dass ich auf einem guten Weg bin und gute Resultate erzielt habe», meint Janik. 

«Die Selektion hat mir gezeigt, dass ich diese Saison bis jetzt regional wie auch national vorne mitlaufen konnte», sagt Lotta.

Stefanie, die Nachwuchskaderläuferin, hält fest: «Ich freue mich sehr, dass ich dieses Jahr im A-Team laufen darf. Für mich ist es der Lohn für meine guten Resultate an den beiden Testläufen vom Frühjahr im französischen Jura. Cool, dass auch Lotta im selben Team läuft.»

Am Start stehen pro Kader je ein vierköpfiges Damen- und Herrenteam, welche aus einem D/H14-, D/H16-, D/H18- und D/H20-Mitglied besteht. Nur die Ergebnisse dieser acht Läuferinnen und Läufer werden für die Gesamtwertung gezählt und entscheiden darüber, welches Nachwuchskader den begehrten Jugendcup-Pokal mit nach Hause nehmen darf.

Ende Sommerferien findet ein Kaderzusammenzug statt, wo das Motto und das passende Outfit kreiert werden. Philipp von Arx und sein Trainer-Team werden die Soubäre sicher gut betreuen.

2018 hat das Regionalkader BE/SO das letzte Mal gesiegt. Wir wünschen weiterhin gutes Training, viel Vorfreude aufs Erlebnis und wünschen dann toi, toi, toi!

Text: J. Bill

Top Ten Plätze für Adrian Jäggi und Noé Henseler, Bike-OL EM in Litauen, 17. – 22.05.2022

Massenstart EMBTBOC2022, Foto: EMTBOC2022

Simon Brändli, Elite, wird Europameister in der Langdistanz! EM Langdistanz

Adrian Jäggi an der EMTBOC2022, Foto: EMTBOC2022
Adrian Jäggi beim Zielposten, Foto: Patrick Henseler

Adrian Jäggi, Elite, erreichte in der Langdistanz den 8. Rang im 63-köpfigen Teilnehmerfeld.Vier Schweizer (Brändli, Jäggi, Hotz, Rieder) massen sich mit den anderen 16 Nationen. Nach schwierigem Start (17. Rang) steigerte sich Adrian kontinuierlich und fuhr ab der zweiten Rennhälfte konstant auf dem 8. Rang. Mit seiner Zeit von 1:51:09 erreichte er gut vier Minuten hinter dem Erstplatzierten Simon Brändli das Ziel. Die weiteren Rennen hat Adrian auf seiner Homepage Adrian Jäggi eindrücklich dokumentiert. Adrian, wir freuen uns mit dir über deinen grossartigen 8. Rang und gratulieren herzlich zu deinen Leistungen!

Adrian, was bedeutet dir diese Rangierung?

Sie bedeutet viel für mich! Es ist eine Bestätigung für meine gute Form, die ich in den letzten beiden EM Langdistanzen zeigen konnte. Es stimmt mich zuversichtlich für die kommenden Saisonhöhepunkte!

Du hast letztes Jahr dein Elektroingenieurstudium abgeschlossen, und arbeitest nun 40 % als Assistent an der BFH in Burgdorf und an deinem Masterstudium, daneben setzt du auf den Leistungssport. Wie ist das für dich?

Es ist definitiv immer viel los. Im Masterstudium belege ich momentan 3 Module (9ECTS), daneben arbeite ich an der ersten Projektarbeit (ebenfalls 9 ECTS) an einem Projekt für das Institut, in dem ich angestellt bin. Mein Chef ist zum Glück äussert flexibel und verständnisvoll für meine sehr intensive «Nebenbeschäftigung». Ich freue mich trotzdem auf die Semesterferien nach den Prüfungen in den nächsten beiden Wochen, dann fällt zumindest 1/3 meiner Beschäftigung vorübergehend weg.

Als nächstes grosses Ziel stehen die Weltmeisterschaften in Schweden an, 10.-20. Juli 22. Wie sieht deine Vorbereitung darauf aus?

Nach der EM ging es direkt ins Trainingslager für die WM nach Falun und Leksand. Wir trainierten in relevanten Geländen und bestritten Schweden-Cup Rennen in Leksand. Dies war ein sehr wichtiger Teil der Vorbereitung. Unmittelbar danach stand noch ein Rennwochenende in Fontainebleau an, und da zeigte sich bei mir, dass langsam alles etwas zu viel wurde. Nach einer grossen Erschöpfung geht es mir aber unterdessen wieder super und meine Trainingswerte stimmen mich wieder zuversichtlich für die kommende WM! Mein Ellbogen, den ich Frankreich nähen musste, ist ebenfalls wieder geheilt!

Du hast Simon Brändli in dieser Saison national schon mehrmals bezwungen. Er hat sein eigentliches Ziel, den Spint zu gewinnen, verpasst. Nach seinem Europameistertitel in der Langdistanz wird er zitiert: « Ich musste diesen vierten Platz zuerst verarbeiten und mental daran arbeiten, dass ich trotzdem auch heute voll an mich glaube.» Welchen Stellenwert hat die mentale Vorbereitung für dich?

Simi ist einer, der sich sehr gut auf die wichtigen Wettkämpfe fokussieren kann. Nicht dass ihm die Swiss-Cup Rennen unwichtig wären, aber da schaffe ich es doch häufiger, ihn zu schlagen, als an wichtigen Rennen. Ich stehe an einem ganz anderen Punkt als Simi, der in jedem Rennen um die Medaillen kämpft. Ich weiss, dass ich in gewissen Geländen mehr Vorteile habe als in anderen, so liegen mir hügelige Gelände deutlich besser als flache. Während dem Rennen fokussiere ich mich ebenfalls nur aufs Hier und Jetzt, und versuche immer mein Bestes zu geben, auch wenn mir ein Gelände nicht liegt. Es geht bei mir schliesslich um jeden Rang, und (noch) nicht darum, der absolut Schnellste zu sein.

Noé Henseler beim Zielposten, Foto: Patrick Henseler

Noé Henseler (Jugend) gehört seit der Saison 2020 der Anschlussgruppe des Bike-OL Nationalkaders an. Er erreichte beim Mitteldistanz Rennen mit dem 6. Rang einen Diplomplatz. In der Langdistanz spurtet er zu Rang 5 in einem 33-köpfigen Teilnehmerfeld. Mit einer Zeit von 1:15:41 verlor er knapp 3.33 Minuten auf den Erstplatzierten Leclere. Noé, wir freuen uns mit dir über deine Erfolge und gratulieren herzlich zu diesen ausserordentlichen Leistungen!

Noé, was bedeuten dir diese Rangierungen?

Für mich war es eine Bestätigung meiner Leitungen nach der EYMTBOC in Portugal. Diese Resultate sind für mich eine gute Basis für weitere Wettkämpfe.

Was lässt dich in einem Feld von 13 Nationen so erfolgreich mithalten? Überwiegt jugendliche Unbekümmertheit oder grosses Selbstvertrauen?

Ich finde es sehr anspornend in diesem internationalen Feld starten zu dürfen. Der kollegiale Umgang mit den anderen Nationen bereitet mir viel Freude.

Wieviel Zeit wendest du inzwischen für dein Training auf?

Circa 10-15h pro Woche

Du bist 15-jährig und besuchst die Kantonsschule. Wie gelingt es dir Schule und Sport unter einen Hut zu bringen?

Ich habe einen grossen Hut. 😉

Text: J. Bill / Fotos: P. Henseler und EMTBOC2022

16 Jahre im Dienst von «OL und Umwelt»

Roger Müller

Roger Müller hatte 16 Jahre lang die Leitung der regionalen Fachstelle OL und Umwelt beim Solothurnischen OL Verband, SKOLV, inne. An der Delegiertenversammlung SKOLV vom 15. März 2022 wurde sein langjähriger Einsatz verdankt und sein Rücktritt Tatsache. Im folgenden Gespräch erfahren wir mehr über sein Engagement für die Karten des Orientierungslaufes.

Interview mit Roger Müller

Sein Nachfolger ist Alexander Schwab von der OL Regio Olten.

Text/Foto/Audiodatei: J. Bill

Saisonstart in die Nationale Bike-Saison mit der OLG Biberist SO, 26.3.22

Am 26.03.2022 fand der erste Bike-OL des Swiss Cup auf der Karte „Pfaffenweiher-Gensberg-Tannhubel“ mit Wettkampfzentrum in Wangenried statt. Laufleiter Thomas Jäggi von der OLG Biberist SO hatte sein ganzes Fachwissen als Kartograph, Bahnleger und Organisator eingesetzt, um der Bike-OL Community interessante und herausfordernde Bahnen und Routenwahlen zu bieten. So hat er für diesen Anlass eine neue Bike-OL-Karte geschaffen. Sie basiert auf der bisherigen Bike-OL-Karte des Pfaffenweihers und der Fuss-OL-Karten der beiden Wälder Gensberg und Tannhubel. Beim Bike-OL geht es darum, ausschliesslich auf etablierten Wegen die schnellste Route zu finden. 91 Teilnehmende, so auch das Bike-Kader, freuten sich nach zwei Jahren mit abgesagtem oder reduziertem Programm auf den ersten Lauf eines vollen Rennkalenders. Adrian Jäggi, Nummer 2 der nationalen Bike-OL Szene und Sohn von Thomas Jäggi, zeigte sich nach dem Start überrascht über die anforderungsreiche Tannhubel-Karte. Doch mit zunehmendem Rennverlauf und Wälder-Wechsel drehte er auf und fuhr seinem Sieg in der Kategorie «Herren lang» entgegen. Ein Saisonauftakt nach Mass, zumal er Simon Brändli, Nummer 1 im Bike-OL, um 26 Sekunden distanzieren konnte. Weitere erste Plätze holten sich Noé Henseler, H17 und Alina Fadel, D20 beide OLG Biberist SO. Thomas Jäggi strahlte mit der Sonne um die Wette: Der grosse Aufwand und die Arbeit der mehr als zwanzig Helfer/-innen wurde belohnt! Das motiviert für einen nächsten Bike-OL.

Rangliste Bike-OL

Eröffnung Swiss-O-Finder Solothurn, 24.3.22

Nun ist es so weit! Ab 24. März 2022 kann die Stadt Solothurn mit der OL-Karte «Solothurn»der OLG Biberist SO von Spaziergängern und Sportlichen neu entdeckt werden. Der Trail bietet an 11 Posten interessante Einblicke und Geschichten zur Ambassadorenstadt. https://www.swiss-o-finder.ch/stadt-solothurn/

Das etwas andere OL-Abenteuer kann mit Hilfe der Swiss-O-Finder APP auf dem Handy rund um die Uhr gestartet werden. Bei Solothurn Tourismus kann man sich während den Öffnungszeiten auch eine ausgedruckte Karte besorgen und so auf Spurensuche begeben.

Thomas Jäggi, Kartenchef der OLG Biberist SO, hat aufgrund der Initiative von Solothurn Tourismus Jürgen Hofer, die Umsetzung begleitet. Swiss-O-Finder, Christoph Schönenberger, ist ein Projekt von Swiss Orienteering, Christopher Gmür, mit den nationalen Partnern Stiftung OL Schweiz und Fixcontrol, Markus Zbinden. Sie waren als Gäste bei der stimmigen Eröffnung dabei.

Beitrag auf Radio 32

Beitrag auf Radio Canal 3

Text und Bilder: Jacqueline Bill

Weitere Impressionen vom Anlass:

SKI-OL – SM Lang 2021 / SM Kurz und Lang 2022

Lotta, Janik, Malin, Miron und Mirjam frönen dem Ski-OL und holen an Schweizer-Meisterschaften 2021 und 2022 gleich Podestplätze. Dazu gratulieren wir herzlich!

Wir tauchen mit ihnen in die Welt des Ski-OL ein:          

Lotta sagt: «Mich fasziniert am Ski-OL die Kombination von Langlauf und Kartenlesen. Ich weiss selbst nicht, warum ich so erfolgreich bin. Ich denke aber, da ich viel langlaufe und mich vom Fuss-OL her schnell orientieren kann.»

Janik berichtet: «Ich habe das Langlaufen entdeckt und bin dann ins Ski-OL-Lager gegangen. Dort nahmen wir an zwei Rennen teil und ich fand es eine gute Kombination zwischen Schnee, Langlaufen und OL. Es ist zudem auch ein gutes Fitnesstraining und man verbessert die Kondition. Es ist eine gute Abwechslung zum Fuss-OL. Kartentechnik und Routenwahlen sind auch sehr wichtig. Nach dem Rennen ist zudem eine gute Stimmung unter den Teilnehmern.»

Auf seine Podestplätze angesprochen meint er: «Ich mache viel Fuss-OL und dadurch bin ich gut in der Kartentechnik. Ich habe ausserdem eine gute Kondition, was mir zugutekommt. Auch ist die Konkurrenz nicht sehr gross.»   

Malin meint:«Mich fasziniert es, mich in einer schönen Winterlandschaft zu bewegenund dabei noch Posten zu finden.»                                                                            

Zu ihrem 3. Platz bemerkt sie: «Da eine Konkurrentin einen Postenfehler machte, erreichte ich den dritten Rang.» (Anmerkung: Malin mass sich mit dem Nachwuchskader.)

Mirjam bilanziert: «Ich habe es nur einmal ausprobiert, und werde es wohl auch dabei bleiben lassen.»

Miron gibt uns Einblick in seine Ski-OL Premiere: «Für mich stand wirklich nur das Erlebnis im Vordergrund, das „gute“ Resultat kommt definitiv von der geringen Teilnehmerzahl. Ich wollte persönlich einfach einmal Ski-OL ausprobieren, nachdem ich mich bereits im Bike-OL ausprobiert hatte und mich hauptsächlich im Fuss-OL zu Hause fühle. Ich würde sagen meine Premiere war ein tolles Erlebnis. Spannend war für mich vorallem, dass im Ski-OL zusätzlich zur Ausdauer und dem Orientieren auch noch die Langlauf-Technik eine Rolle spielt. Für mich als nicht so begnadeten Langläufer sicher eine zusätzliche Herausforderung, speziell auf den engen teilweise recht abenteuerlichen Scooterspuren.»

Die Ski-OL Karte Hier die Bahn von Lotta, D14 (2.6 km, 40 m Steigung,13 Posten), welche auch von Janik und Mirjam gelaufen wurde. Die grün gestrichelten Scooterspuren werden extra gelegt. 

Die Karte ist ähnlich wie beim Bike-OL, nicht so detailliert. Die Massstäbe sind die gleichen wie beim Fuss-OL. Janik hatte 1:5’000, 1: 7’500 und am Wochenende im Jura war es 1:10’000. Die Loipen sind mit einem grünen, dicken Strich gekennzeichnet. Die Winterwanderwege sind schwarz gekennzeichnet und befahrbar. Es hat auch sogenannte Scooterspuren, das sind kleinere, befahrbare Verbindungen zwischen den Loipen. Man darf aber auch quer fahren, solange man kein Sperrgebiet befährt.

Die Orientierung im verschneiten Gelände

Lotta orientierte sich, indem sie auf markante Vegetationen (Waldgruppe), Häuser und auf die Verzweigungen von Scooterspuren und Loipe schaute. Miron orientierte sich so gut es ging am Loipennetz und den Scooterspuren. Zusätzlich waren ihm markante Objekte wie Häuser, Waldränder oder ein Bach sehr hilfreich. Im Ski-OL sei speziell die Routenwahl entscheidend. Er wählte aber seine Route immer so, dass sie möglichst einfach war und wich häufig auf die grossen Loipen aus. Zum Glück sehe man die Posten auch von weitem, so dass man weniger aufpassen müsse als im Fuss-OL.

Bild: Janik Burki in Les Bugnenets

Die Postenstandorte

Im Gegensatz zum Fuss-OL sind die Postenstandorte beim Ski-OL direkt neben der Loipe oder an einer Loipe-Scooterspur-Gabelung. Zudem gibt es beim Ski-OL keine Postenbeschreibung. Die Postennummern sind gleich beim jeweiligen Posten auf die Karte aufgedruckt.

Die Skitechnik

Bei der Skitechnik ist es von Vorteil, wenn man sie gut beherrscht. Sie ist wichtig für das Befahren der Scooterspuren und das Fahren abseits der Loipen. Doch nicht alline die Skitechnik ist entscheidend für den Erfolg, sondern das schnelle Orientieren und die Routenwahl sind genauso wichtig.

Bild: Mirjam Lüthi, 1. Rang, SM kurz 2022, DB, in Grindelwald
Bild: Miron Rulka, 2. Rang, SM kurz 2022, HA, in Grindelwald

https://ski-o-swiss.ch/

Fotos: Martin Jörg

Text: Jacqueline Bill

Ehrung Brigitte Hammer, Vizepräsidentin, 2015 – 2021

anlässlich GV 2022, vom 8.01.2022, alte Turnhalle Biberist

Bildlegende: Präsident Henseler ehrt Brigitte Hammer

2015 An der GV hatte sich Brigitte Hammer bereit erklärt, das Ressort Beisitzerin zu besetzen und wurde einstimmig gewählt. Die Aufgaben dieses neuen Amtes sollten noch definiert werden.  Das Ziel war, sich in die Vorstandsaufgaben einzuarbeiten, so dass die Kontinuität bei Mutationen gewährleistet sei. Sie, die schon einmal im Vorstand mitgearbeitet hatte, und für ihre Verdienste schon Jahre zuvor als einziges weibliches OLG-Mitglied zum Ehrenmitglied ernannt wurde, liess sich nochmals für die Mitarbeit im Vorstand gewinnen.

Am 24. Juni 2015 findet sich die Protokoll-Notiz, Brigitte Hammer sei bereit das Vizepräsidium zu übernehmen, ein Pflichtenheft sei noch zu erarbeiten. Ein Pflichtenheft im Entwurf mit einer langen Aufgabenliste lässt sich in der Ablage finden.  Doch Brigitte Hammer wusste aufgrund ihrer rund 30-jährigen OL-Erfahrung wohl auch ohne Pflichtenheft, wo sie wie unterstützen konnte. Und das tat sie engagiert mit ihrer eigenen Ruhe und Gelassenheit.

Oft findet sich ihr Name bei der Laufauswertung sei es beim Biberister OL, beim Abendlauf oder Nacht-OL. Mit Brigitte Hammer in dieser Funktion ist garantiert, dass allenfalls auftretende Schwierigkeiten bewältigt werden. Bei IT-Fragen blieb sie als Fachfrau die Ruhe im Sturm. Die Website der OLG Biberist SO betreute sie umsichtig und zuverlässig. Neue Anliegen wie eine Umfrage zum Kommunikationsverhalten des Vorstandes nahm sie auf und setzte sie nach Wunsch um.

Sie organisierte das Vorstandessen auf dem Hinterweissenstein. Sie half mit bei der Trainerbestellung und bot den Mitgliedern an, Designentwürfe einzureichen. 2016 organisierte sie als Laufleiterin den Biberister OL. 2017 war sie für das Langlaufweekend in Kandersteg zuständig. Als ausgebildete J+S-Leiterin organisierte sie auch Trainings oder half beim Ferienpass mit.

Für die pandemiebedingte online-Durchführung der GV 2021 erstellte sie ein Google-Formular zum Abstimmen und Wählen. So konnten die Mitglieder zu den einzelnen Berichten und den vorgeschlagenen Wahlen online abstimmen. Danach wertete sie die Umfrage der 46 Teilnehmenden aus.

2021 Auf diese GV trat Brigitte Hammer nach sechs Jahren als Vizepräsidentin und Betreuerin der Webseite aus dem Vorstand aus.

Die OLG Biberist SO freut sich aber sehr, dass sie Brigitte weiterhin als Fachfrau zu Rate ziehen darf, sei dies im IT-Bereich oder bei Bestellungen bei Trimtex.

Wir wünschen Brigitte privat sowie beruflich viel Freude und Erfolg – auch in ihrer neuen APM-Therapie Praxis (Akupunktmassage).

30.12.2021/jbi

DEN BIBERN AUF DER SPUR

Die Jugendlichen, die Biber, der OLG Biberist SO engagieren sich bei den wöchentlichen Trainings. Dank der Jugendarbeit von Jost Hammer und Tanja Uhlmann machen einige dafür die Ausbildung zum 1418coach, die Ausbildung zur J+S-Leiterin oder sie zeichnen OL-Karten.

Wer ist dabei? Was motiviert sie? Welche Herausforderungen gibt es?

Die Antworten dazu findest du hier.

Saisonrückblick 2021 von Miron Rulka

Saisonbericht 2021 Miron Rulka

Was machen «Rentner», wenn sie in ihrem Leben viel Tolles erlebt haben? Genau, sie versuchen sich an einer Autobiographie. Dass ich mit 20 schon eine Autobiographie schreiben würde, wäre vielleicht etwas übertrieben und ich gehe ja auch nicht als echter «Rentner» in den Ruhestand. Ich blicke aber dankbar und wehmütig auf eine tolle Zeit als «Soubär» zurück und möchte gerne nochmals darüber berichten.

Diese Saison war nun also meine letzte bei den «Soubären» und gleichzeitig die erste volle Saison als Student. Aufgrund der Pandemie und dem Studium trainierte ich durch den Winter häufig allein und lief meine Runden einsam mit der Stirnlampe bewaffnet durch den Wald. Da waren die einzelnen Tage, an welchen wir trotzdem zusammen in kleineren Gruppen als Kader trainieren konnten grosse Highlights. Es war nicht nur toll, die Kolleg:innen wieder zu sehen, sondern es motivierte auch noch über mehrere Wochen hinaus. 

Fun O im TL Tessin

Konkret fand ein Langlauf-Tag in Kandersteg bei besten Bedingungen statt, bei welchem wir in kleineren Gruppen in einem Postenlauf mit Ski-OL bis Langlauf-Impro-Theater gefordert wurden. Der allgemein beliebte indoor-Rumpfkrafttest konnte pandemiebedingt leider nicht stattfinden (und die Trauer unter den Athleten war begrenzt😉). Dafür konnten wir im Februar an einem Sprint-Kazu im Februar an unserer Technik feilen und testen, ob wir nach dem Winter noch schnelle Beine haben. Ich kam ohne grosse Verletzungen durchs Winter-Training und war bereit für den Saisonstart.

Da aber wiederum viele Wettkämpfe nicht stattfinden konnten, beschränkte sich der Saisonstart auf ein Kazu in den Wäldern in der Nähe von Neuchatel und auf einzelne Trainingswettkämpfe nur für die Junioren. Umso erfreulicher war deshalb die Nachricht, dass das Frühlingstrainingslager des Regionalkaders trotzdem im Tessin stattfinden konnte. Ich genoss eine richtig tolle Woche in den fordernden Hängen und engen Gassen der italienischen Schweiz und hatte trotz den vielen Kastanien-Stacheln unter meiner Haut eine großartige Zeit. Speziell die Regenerationsbäder im eiskalten Ticino blieben mir gut in Erinnerung. 

Nach dem Trainingslager standen mit den Testläufen für die Junioren-WM endlich die ersten richtigen Wettkämpfe auf dem Programm. Ich fand mich aber in den Hägen oberhalb von Neuchatel nicht so gut zurecht, wie ich erwartet hatte und war ein bisschen enttäuscht von den Resultaten. Noch schlechter lief es mir an der Sprint Schweizermeisterschaft, als ich einen Posten ausliess und somit nicht klassiert wurde. Die Enttäuschung verflog aber schnell, als ich an einem Nationalen OL auf den 4. Platz lief und eine neue PB über 3000m aufstellen konnte.

Auch das Sommer-Trainingslager durfte stattfinden und ermöglichte mir eine wichtige Pause in der strengen Lernphase. Zusammen mit dem Regionalkader machte ich die Wälder und Sprintgelände im Wallis unsicher und genoss wahrscheinlich das schönste Wetter des ganzen Sommers. Im wunderbaren alpinen Gelände erkannte ich immer wieder, warum ich diesen wunderbaren Sport ausübe. Aber auch neben den Trainings gab es schöne Momente, z.B. das gemeinsame Rätseln, was die Moderatorin vom Radio Oberwallis wohl gerade gesagt haben könnte oder das gegenseitige Haare schneiden.

OL Genuss im TL Wallis

OL-Genuss im TL Wallis

Nach dem Trainingslager und mit überstandenen Prüfungen war ich bereit für die Herbstsaison. Der alljährliche Jugendcup war Motto-mässig definitiv top, aber sportlich leider ein Flop. Als Trump-Meute verkleidet und unter dem Motto: «Make Soubäre great again» starteten wir in den Wettkampf der Regionalkader. Ich macht aber leider einen Misstritt und bangte schon um den Rest der Saison.

Glücklicherweise erholte ich mich schnell und konnte and den diversen OL-Weekends auf der Bettmeralp, rund um die Marbachegg und auf dem Flumserberg in «Bijoux»-Gelände starten. Dabei lief ich solide Läufe, klassierte mich regelmässig in den Top 10 und schlug zu meiner Freude auch immer wieder Juniorennationalkaderathleten. Mein bestes Relsultat gelang mir mit einem 7. Rang an der Langdistanz Schweizermeisterschaft. 

Die Saison ging dann mit meinen letzten Kazu’s im Regionalkader zu Ende. Dazu gehörte auch der emotionale Abschied nach 6 tollen Jahren im Regionalkader. Ich entwickelte mich dabei nicht nur als Athlet, sondern genoss auch eine richtige Lebensschule. Mit 15 allein früher aus dem Trainingslager in Frankreich nach Hause fahren, einfach so für 30 Leute kochen oder auch eine «halb-legale Aktion» auf einem Golfplatz, sind nur einige Lektionen dieser Lebensschule. Dazu kommen noch die vielen Freundschaften aus dieser Zeit. Die wichtigste Lektion ist für mich aber, dass egal wie schwierig und unbekannt das Gelände (im übertragenden Sinn auch die Lebenssituation) ist, am Schluss findet man immer aus dem Wald und nach ein paar weiteren Versuchen wird man sogar richtig gut darin.

Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, welche mich in dieser Zeit unterstützt haben: Bei all den Klubmitgliedern, welche mich mit diesem Sport angefixt haben und mir die Selektion ins Regionalkader ermöglicht haben (ein besonderes Merci an meinen PB Jost!), bei meinen Trainern, welche mich zu einem immer besseren OL-Läufer gemacht haben und auch bei meinen Gönnern, welche mich und das Kader finanziell unterstützt haben. Ganz speziell bedanke ich mich natürlich auch bei meiner Familie.

Ich freue mich nun auf meine Zeit in der «Elite» und hoffe, dass ich noch viele Dinge auf meiner OL-Bucketlist werde abhaken können!

Mein letzter Wettkampf als Junior

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