So die spontane Aussage des Vertreters des Hauptsponsors Raiffeisenbanken Untere Emme und Weissenstein, der an der Kasse darauf bestand seinen Kaffee als Dankesgeste zu bezahlen.
Ein grosses Dankeschön gebührt all unseren Helferinnen und Helfern für ihren ausserordentlichen und sehr engagierten Einsatz! Nur mit eurer grossartigen Unterstützung konnte der Nationale Mitteldistanz OL in der Martinsflue am 1. April für die 1571 Teilnehmenden realisiert werden.
Jost Hammer, Laufleiter Urs Hofer, Technischer Delegierter Swiss Orienteering Patrick Henseler, Sponsoring, Festwirtschaft und Auswertung Mirjam Lüthi, Logistik und Festwirtschaft Ari Lüthi, Verkehr/Markierung Hans-Ueli Lüthi, Wettkampfzentrum Karin Schaller und Markus Marti, Dopingkontrolle/Info Petra Henseler, Kinderhort Alina Fadel und Daniel Notz, Kinder-OL Regula Gygax, Daniela Burki, Markus Lüthi und Jacqueline Bill, Festwirtschaft Thomas Jäggi, Technik und Wettkampfrichter Beat Roth und Martin Gygax, Bahnleger, Kontrolle und Postensetzer Brigitte Hammer, Anmeldung/Auswertung Roland Schneider, Start Thomas Reinhart, Ziel Dano Schwarz und Daniel Laubscher, Offen OL/Info Ruedi Bösch, Medien und Gästebetreuung Remo Bill, Gästebetreuung Noé Henseler, Fotos Malin Lüthi und Lotta Lüthi, Instagram und Festwirtschaft Regula Jäggi, Finanzen und Start sowie Noé E., Ruedi, Bruno, Markus, Annik, Matti, Daniela, Sandra, Daniel, Lisa, Nils, Anders, Fabian, Laurin, Elio, Nora, Annelise, Hannelore, Stefanie, Siri, Anne-Françoise, Janik, Thomas B., Fabian, Adrian J., Miron, Ueli, Daniel, Alfons, Heinz, Beatrice, Andrzej, Noé R., Sabrina, Adrian v. F., Ursi, Len, Jano und Timo.
«Ihr habt alle einen super Job gemacht, yeah!»
Ebenso bedanken wir uns bei unseren Sponsoren: Raiffeisenbanken Untere Emme und Weissenstein, COMP-SYS, JABIL, GLB, SWISSLOS Sportfonds Kanton Solothurn, Neuenschwander AG und Ypsomed.
Am Wochenende vom 1. / 2. April treffen sich die Schweizer Orientierungs-läuferinnen und -läufer zu zwei nationalen Wettkämpfen in der Region. Die beiden Waldgebiete Martinsflue nördlich der Stadt Solothurn und der Roggen bei Balsthal versprechen abwechslungsreiche, technisch anspruchsvolle und interessante Wettkämpfe. Am Start ist das gesamte Schweizer Elitekader, bei dem es um die Qualifikation für die Weltcupläufe von Ende April in Norwegen geht.
An beiden Anlässen werden je rund 1300 Läuferinnen und Läufer aus der ganzen Schweiz erwartet. Sie messen sich in 43 Kategorien und unterschiedlichen Altersklassen zwischen zehn und über 85 Jahren. Für diese Kategorien ist es bereits das dritte und vierte nationale Aufeinandertreffen in der laufenden Saison. Bei den Spitzenathletinnen und -athleten geht es um die Plätze für die Weltcupläufe vom 26.-30. April im norwegischen Østfold. Vor allem aber ist es eine erste wichtige Standortbestimmung im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt, die Heim-Weltmeisterschaft vom 11.-16. Juli in Flims Laax.
Unterschiedliche Laufgebiete
Die beide Laufgebiete entlang dem Jurasüdfuss unterscheiden sie sich recht stark. Das Gelände Martinsflue zwischen der Verenaschlucht im Westen und den Winterhalden bei Niederwil im Osten, ist mit dem dichten Weg- und Pfadnetz gut belaufbar. Die teils mit Felsen und Findlingen durchsetzten Gebiete verlangen von den Teilnehmenden aber eine hohe Konzentration, damit die Posten fehlerlos angelaufen werden können.
Die Karte Roggen ist Teil der ersten Jurakette und stellt durch seine Steilheit hohe Anforderung an die Kondition. Schnelle Partien mit guter Sicht wechseln sich mit sehr technischen, teils Felslabyrinth-ähnlichen Passagen ab.
Zuschauen oder selber mitmachen
Wer sich am Samstag noch spontan mit Karte und Kompass auf die Postensuche machen will, kann sich zwischen 10 Uhr und 13 Uhr direkt im Wettkampfzentrum der Kantonsschule Solothurn für eine von drei Kategorien mit unterschiedlicher Streckenlänge anmelden. Attraktiv ist für Zuschauerinnen und Zuschauer am Samstag auch der Zieleinlauf, der im Hof des Schlosses Waldegg endet. Die Spitzenläuferinnen und -läufer werden ab zirka 13 Uhr im Ziel eintreffen.
Auch am Sonntag kann man noch spontan in der Kategorie Offen/Familien am OL teilnehmen. Die Anmeldung ist offen von 08:30 Uhr bis 11:30 Uhr im Wettkampfzentrum in der Haulismatthalle in Balsthal. Das Ziel am Sonntag befindet sich südlich von Balsthal und ist ab dem Wettkampfzentrum markiert und in rund 15 Minuten zu Fuss erreichbar. Die besten Athleten werden hier ab zirka 10:45 Uhr erwartet.
Lotta hat an der Jugend-EM vom 31. Januar bis am 4. Februar 2023 in Madona (Lettland) überzeugt. Von Rennen zu Rennen konnte sie sich steigern und erreichte in der Langdistanz und in der Staffel je einen Platz in der Top-Ten.
Janik sammelte in den drei Rennen wichtige internationale Erfahrungen. Er konnte zudem in einer finnisch-schweizerischen Staffel mitlaufen.
Dienstag, 31. Januar 2023, Sprint
Aus Schweizer Sicht überzeugten insbesondere die Jugendläufer Lavio Müller und Nesa Schiller mit einem zweiten resp. dritten Rang sowie die Juniorin Alina Niggli mit dem Gewinn der Bronzemedaille.
Lotta lief auf Rang 12 bei D17 ein. Lotta war nicht so zufrieden mit ihrem ersten internationalen Einsatz: «Es hatte gute Abschnitte drin, aber die Routenwahl war nicht immer so optimal.»
Janik Burki platzierte sich auf Rang 23 bei H17. Er sagte: «Ich bin gut gestartet, war zurückhaltend. Nach zwei grossen Fehlern hat es gedauert, bis ich mich wieder zurechtfand.» Janik zeigte sich zufrieden mit seinem ersten Lauf auf internationalem Parkett.
Alina Niggli krönte sich zur neuen Junioren-Weltmeisterin. Eine weitere Medaille gab es für Lavio Müller an der Jugend-EM, währenddem Nicola Müller (Elite-EM) und Nesa Schiller (Jugend-EM) je ein Diplom holten.
Lotta erreichte den 13. Rang bei D17. Auf die Frage wie es gelaufen sei, meinte sie: «Leider nicht besser als gestern. Die Planung war gut, aber an der Umsetzung hat es gefehlt.»
Janik platzierte sich bei H17 auf Rang 26. Er bilanzierte: «War nicht gerade so mein Lauf. Eine Schlaufe habe ich zweimal gemacht. Da habe ich auch mental eingebüsst.» Er buchte es als weitere Erfahrung ab und blieb motiviert weiter Gas zu geben.
Aus Schweizer Sicht überzeugten dabei insbesondere Nicola Müller mit dem Gewinn der Bronzemedaille in der Elitekategorie, sowie Nesa Schiller und Alina Niggli mit Medaillen an der Juniorinnen-WM und der Jugend-EM.
Lotta platzierte sich mit ihrem 8. Rang bei D17 in der internationalen Top Ten. «Die erste Erfahrung mit Massenstart war nicht so gut. Ich brachte die Karte nicht in den Halter. So war es ein bisschen blöd, weil die andern schon weg waren. Bei der ersten Schlaufe war ich mega unsicher und dachte sogar, dass ich einen falschen Posten hätte. Doch dann lief ich auf Risiko weiter und holte bis fast zum vordersten Tram auf. Im Zielsprint merkte ich, dass ich physisch nicht mithalten mochte.»
Janik platzierte sich bei H17 auf Rang 27 von 34 Teilnehmern.
Erstmals gewann ein Schweizer Damen-Team an internationalen Titelkämpfen auf Elite-Stufe eine Staffelmedaille: Lea Widmer, Flurina Müller und Eliane Deininger laufen zu Bronze. Auch das Herren-Team überzeugte mit der Silbermedaille. Daneben gibt es je eine Silber-Medaille bei den Junioren und eine Bronze-Medaille bei den Juniorinnen.
Lotta war Startläuferin in der Staffel mit Nesa Schiller und Coralie Widmer der Jugendkategorie D17. Sie erreichten den 4. Schlussrang und holten ein Diplom!
Janik Burki konnte sich nicht für die Schweizerstaffel qualifizieren, bekam aber die Möglichkeit in einem finnisch/schweizerischen Team zu laufen. Er schaffte es, den Rückstand auf die Erstplatzierten mit + 09:20 in Grenzen zu halten.
Die Ski-OL-Europameisterschaften der Elite, die Junioren-WM sowie die Jugend-EM werden vom 31. Januar bis am 5. Februar 2023 in Madona (Lettland) ausgetragen.
Fotos: Martin Jörg
An der Ski-OL Schweizermeisterschaft Langdistanz im Val Mustair erreichten Lotta Marit Lüthi, 2008, den 2. Rang bei D17 und Janik Burki, 2008, den 3. Rang bei H17.
Nun sind sie für die Jugend EM in Litauen selektioniert und nehmen zum ersten Mal an einer internationalen Meisterschaft statt. Ein schöner Erfolg, zu dem wir ganz herzlich gratulieren!
Sie sind am vergangenen Samstag angereist, um Skis zu testen und an einem Modelevent teilzunehmen. Ihr/Das Wettkampfprogramm ist wie folgt:
Dienstag, 31. Januar 2023 Sprint
Mittwoch, 1. Februar 2023 Mitteldistanz
Freitag, 3. Februar 2023 Langdistanz (Massenstart)
Samstag, 4. Februar 2023. Staffel (bei Qualifikation)
Sonntag, 5. Februar 2023 Sprint-Staffel (nur Elite)
Die 45. Generalversammlung der Orientierungslaufgruppe Biberist SO konnte diesmal ohne Auflagen in der Alten Turnhalle in Biberist durchgeführt werden.
Der Präsident Patrick Henseler begrüsste die 39 Anwesenden darunter auch das 91-jährige Gründungsmitglied Hans Schneider.
Gleich zu Beginn gedachten die Anwesenden des kürzlich unerwartet verstorbenen Mitgliedes Markus Sieber. Aufgrund der tiefen Trauer wurde die vorgesehene Verabschiedung seiner Frau Tanja Uhlmann aus dem Vorstand vertagt.
Regula Jäggi trat nach neun Jahren als Kassierin aus dem Vorstand zurück. Nebst ihrem Amt hat sie sich vielfältig, so auch am Kinderfest Biberist, für den Orientierungslauf engagiert. Der Präsident verdankte ihr die langjährige und gewissenhafte Arbeit als Kassierin und ihr Engagement für den Verein.
Präsident Henseler dankt der Kassierin Jäggi
Präsident Henseler wirbt nachdrücklich um neue Vorstandmitglieder!
Das Tätigkeitsprogramm 2023 sieht zu den wöchentlichen Jugend- und Erwachsenen-Trainings, den Nationalen OL am 1. April in Solothurn im Rahmen des solothurnischen OL-Weekends vor. Der Verein engagiert sich mit 19 sCOOL-Etappen in den Schulen der Region und organisiert den sCOOL-Cup in Gerlafingen. Anlässlich des 20-jährigen sCOOL-Jubiläums findet neu ein Talentbox-Event statt.
Patrick Henseler gratulierte den drei Junior*innen zur Selektion ins BE/SO Nachwuchskader sowie dem Nachwuchs- und dem Elite-Fahrer zur Selektion ins MTBO Kader.
Alle Geschäfte wurden einstimmig angenommen. Der Präsident und die Vorstandsmitglieder wurden mit Applaus wieder gewählt.
Im gemütlichen zweiten Teil gab der Doppelbürger Miron Rulka äusserst unterhaltsam Einblick in seine wahr gewordene WUC-Teilnahme unter polnischer Flagge.
Regula Jäggi wurde an der 36. GV im Saalbau Derendingen einstimmig zur Kassierin der OLG Biberist SO gewählt. Nach neun Jahren gibt sie nun ihr Amt weiter. Wir danken Regula für ihre geschätzte, umsichtige und gewissenhaft Arbeit. Im Gespräch lassen wir ihre Arbeit Revue passieren.
Adrian Jäggi, 1998, selektioniert sich im zweiten Jahr für das A-Kader der Herren. Noé Henseler, 2006, selektioniert sich wiederum für die Anschlussgruppe. Wir gratulieren den beiden herzlich und wünschen eine gute Vorbereitung für die Saison 2023.
Adrian Jäggi in Pole-Position (Foto: Lars Gustafsson)
Adrian,du hast ein befrachtetes Jahr hinter dir. Sportlich wie auch beruflich hast du Vollgas gegeben. International konntest du mit dem 8. Rang an der Europameisterschaft in Litauen dein bestes Einzelergebnis feiern. National erreichtest du in der Jahrespunkteliste 59 Punkte. Das bedeutet nur einen Punkt Rückstand auf den acht Jahre älteren, abtretenden Dominator Simon Brändli.
Was heisst das nun für dich auf nationaler Ebene?
Nach sehr guten Rennen im Frühling, als ich drei von vier Wertungen für den SwissCup gewonnen habe, lag ich sogar lange in Führung. Gegen Schluss war aber Simon dann wieder etwas schneller als ich, und so reichte es am Ende ganz knapp nicht für den Sieg. Das soll sich aber in den nächsten Jahren ändern.
Was traust du dir auf dem internationalen Parkett in der kommenden Saison zu?
Ich möchte mich stetig verbessern, und nach dem 8. Rang an der EM letztes Jahr setze ich mir ein Diplom (bis 6. Rang) zum Ziel für diese Saison. Es wird ebenfalls spannend zu sehen, ob wir nach dem Abtritt von Simon mit dem Herrenteam in der Staffel an die Erfolge der letzten beiden Jahre anknüpfen können.
Noé Henseler (Foto: Adrian Jäggi)
Noé, 2006, du giltst als Nachwuchstalent: an der Europameisterschaft in Litauen hast du mit 5. und 6. Platz, zwei Diplome erreicht, an der Schweizermeisterschaft Langdistanz als 16-Jähriger bei H20 den 1. Rang.
Welches Fazit ziehst du persönlich in Bezug auf die nationale und internationale Saison 2022?
Die Resultate in der Saison 2022 fielen deutlich konstanter aus im Vergleich zum vorherigen Jahr. Die internationalen Wettkämpfe fanden für mich zwischen März und Juni statt. Die nationalen Rennen, welche im Herbst stattfanden, konnte ich erneut erfolgreich beenden. Allerdings sind diese Wettkämpfe für den Vergleich zur Gegnerschaft nicht wirklich ausschlaggebend, da es an teilnehmenden Personen in meinem Alter fehlt. Dies ist zum Glück international nicht der Fall. So kann ich mit den konstanten Resultaten voll motiviert in die Saison 2023 starten.
Wie können wir uns das Training in der Anschlussgruppe vorstellen?
Da ich in der Anschlussgruppe bin, darf ich bei Trainings des Nationalkaders, wie z. B. zur EM-Vorbereitung teilnehmen. Diese finden vor allem vor internationalen Wettkämpfen statt, können aber auch ausserhalb der Saison sein. Der grösste Teil besteht aus MTBO-Trainings jedoch gibt es jährlich auch einen Leistungs-Test auf dem Bremerloop in Bern.
Da die meisten Trainingsstunden ausserhalb der Anschlussgruppe absolviert werden, steht bei den gemeinsamen Trainings der Vergleich zu den anderen Sportlern im Vordergrund.
Die Saison 2022 verlief deutlich ruhiger und besser planbar (keine Covid-Unsicherheiten), als die Vorherige. Dementsprechend war es einfacher auf die Wettkämpfe zu trainieren, was dann auch zu konstanteren Resultaten führte. Der Höhepunkt des Jahres stellte die Jugend-Europameisterschaft (kurz EYMTBOC) in Litauen dar. Mit diversen kleineren Internationalen Wettkämpfe konnte ich meine Fähigkeiten in der Orientierung sowie auf dem Bike verbessern.
Dieses Jahr musste ich früher aus dem Winterschlaf erwachen, da bereits im Mai die Europameisterschaft stattfand. Ich erhöhte das Trainingspensum im Januar und legte den Fokus grosstenteils auf die Orientierung, da in Litauen das Gelände augenfällig mit kleineren Wegen gespickt ist. Die nötige Kondition konnte ich durch das Grundlagentraining problemlos auf einem guten Niveau halten und sukzessive zu der EM erhöhen.
Um möglichst gute Resultat zu erzielen, sind nicht nur die trainierbaren Aspekte wichtig, sondern auch das Material, bei mir das Fahrrad. Durch das Nationalkader hatte ich im Februar die Möglichkeit von einem hervorragenden Fahrervertrag bei „Thömus“ zu profitieren. Das Cross-Country Bike das ich in dieser Saison gefahren bin, konnte nach Wunsch konfiguriert und somit perfekt auf einen abgestimmt werden. Nun war ich perfekt auf den Saisonstart vorbereitet.
Startvorbereitung in Ignalina (Foto: Jürg Hellmüller)
Der erste Wettkampf war in Frankreich, genauer in Besançon. So konnte ich mich bereits früh mit internationalen Konkurrenten vergleichen. An diesem Wochenende fanden vier Wettkämpfe statt. Am Samstag Morgen durfte ich von einem Sprint, welchen ich auf dem ersten Platz beenden konnte profitieren. Nachmittags fand eine zweier Staffel statt, welche ich mit Noah Rieder in der Kategorie Elite auf dem 4. Platz beenden konnte. Am darauf folgenden Tag fand morgens erneut ein Sprint in der Gruppe mit der Elite statt. Dieser konnte ich leider nicht ohne Fehler beenden und klassierte mich auf dem 22. Platz. Der Massenstart fand am Nachmittag statt, in welchem ich auf den dritten Platz fahren konnte. Nach diesem Wochenende war mir klar, wo ich auf die Konkurrenten Zeit verlor.
Am darauf folgenden Wochende startete die nationale Rennserie mit dem Biberister Bike-OL. Da diese Wettkämpfe weniger besucht sind, ist auch der Vergleich mit anderen Wettkämpfern schwieriger. Trotzdem dienen sie dem Selbstvergleich.
Bereits zwei Wochen später fand das MTBO Camp in Dänemark statt. Das Terrain ist deutlich flacher als in der Schweiz. So konnte ich weitere wichtige Erkenntnisse sammeln, welche ich später an der EM bei ähnlichem Gelände gut umzusetzen vermochte. Natürlich war auch an diesen acht Wettkämpfen in vier Tagen der internationale Vergleich im Vordergrund. Zwei der Rennen zählten zudem zur „Young Guns World Series“ (kurz YGWS). Ich konnte beide dieser Rennen für mich entscheiden. Die Krönung des Camps war für mich die „Ultralong-Distance“. Nach einem Massenstart folgten anschliessend drei Schlaufen, um des Teilnehmerfeld zu trennen. Wieder vereint, kämpfte ich gegen einen gleichaltrigen Konkurrenten die übrigen 40km bis ins Ziel. Zirka drei km vor dem Ziel konnte ich den Wettkampf für mich entscheiden und als erster in meiner Kategorie das Rennen beenden. Nun hatte ich Gewissheit, dass die Kondition und die Orientierung auf dem geplanten Niveau für die EYMTBOC 2022 waren.
MTBO Camp in Dänemark (Fotos: Noé & Patrick Henseler)
Einen Monat später sassen wir voller Vorfreude und Neugierde im Flugzeug nach Litauen. Wir reisten einen Tag vor dem Model-Event an, so dass wir uns ohne Stress auf die Wettkämpfe vorbereiten konnten. Am Model-Event konnte ich das Gelände mit den vielen kleinen, schwierig erkennbaren Wegen auskundschaften. Ich konnte die letzten kleinen Optimierungen vornehmen und an der Mitteldistanz am nächsten Tag nahezu wunschgemäss umsetzen. So konnte ich bereits am ersten Wettkampf ein Diplom mit dem sechsten Rang entgegennehmen. Nach der Medaillenübergabe inspizierten wir den geöffneten Teil der Stadt, wo am folgenden Tag der Sprint stattfand. Diesen empfand ich als schwer, aufgrund der vielen kleinen, teils undeutlichen Wegen. Allerdings konnte ich mich auch in diesem Wettkampf mit fortlaufender Zeit verbessern und mich in die Top-Ten fahren. Am folgenden Tag fand die Langdistanz im hügligeren Gelände statt. Die kleinen aber sehr steilen Rampen lagen mir, jedoch verlor ich beim zweiten Posten wichtige Zeit. Entsprechend konnte ich die Langdistanz auf dem fünften Platz und einem Diplom beenden. Nach diesen drei Wettkämpfen war die EYMTBOC 2022, und damit der Höhepunkt der Saison 2022, vorüber.
Schlusssprint an der EYMTBOC 2022 (Foto: Patrick Henseler)
Wenige Wochen später wurden erneut Wettkämpfe für die YGWS ausgetragen, diesmal in Fontainebleau. Diese konnte ich auf dem ersten und zweiten Platz beenden und infolgedessen wichtige Punkte für mich gewinnen. Schlussendlich klassierte ich mich in dieser “globalen” Serie mit 193 Punkten auf dem dritten Platz.
In den kommenden Monaten wurde der Swiss Cup mit regionalen Rennen sowie den beiden Schweizermeisterschaften fortgesetzt. Ich konnte erneut konstante Leistungen in den Kategorien H/U17 und H/U20 zeigen und diese Wettkämpfe sowie den MTBO Swiss Cups in diesen Kategorien H/U17 und H/U20 für mich entscheiden.
So kann ich auf den konstanten Resultaten, die ich in der Saison 2022 erzielt habe, aufbauen und erneut voll motiviert in das nächste Wettkampfjahr starten.
Neu schaffen es Lotta Lüthi, 2008, und Janik Burki, 2008, auf Anhieb in den Kategorien Damen 16 und Herren 16 ins Nachwuchskader BE/SO. Stefanie Burki, 2006, selektioniert sich erneut für einen Kaderplatz bei Damen 18. Wir gratulieren Stefanie, Lotta und Janik ganz herzlich zu ihren erfolgreichen Selektionen für das Soubäre-Kader!
Lotta Lüthi, Foto: OL Regio Wil
Lotta,du bist die Überfliegerin der Saison 2022 in der Kategorie Damen 14. Ungezählte erste Ränge hast du erreicht. Als Krönung wurdest du am OL-Fest in Nottwil als Saisonbeste bei den D14 geehrt. Die Kaderselektion ist nun das Sahnehäubchen, nicht wahr?
Ja, ich habe mich sehr über die Selektion gefreut. Das war mein grosses Ziel.
Nebst der OLG Biberist SO läufst du auch für die OL norska. Nun habt ihr euch zu dritt von der OL norska für D16 selektioniert. Was bedeutet dir das?
Es ist schön, dass wir alle drei es geschafft haben. Da wir uns gut miteinander verstehen, wäre es schade gewesen, wenn nicht alle selektioniert worden wären.
In der kommenden Saison wirst du in der nächsthöheren Kategorie D16 laufen. Welche Herausforderungen bringt das für dich?
Bei D16 wird die Konkurrenz ziemlich gross sein, da es viele starke Läuferinnen hat, die alle schon 1-2 Jahre länger im Kader sind.
Janik Burki
Janik, noch im Herbst warst du dir nicht so sicher, ob es für die Selektion reicht. Was hat den Ausschlag gegeben, dass du dich im sechsköpfigen H16-Kader selektionieren konntest?
Nach starken Läufen im Frühling, ich gewann meinen 1. Nationalen in Bremgarten, verlief die weitere Saison mit Hochs und Tiefs. Flüchtigkeitsfehler und die damit verbundenen Postenfehler brachten mich aus dem Konzept. Ich denke, dass dann mein 5. Platz an der LOM im Toggenburg viel zur Selektion beigetragen hat.
Worauf freust du dich am meisten im Nachwuchskader?
Da ich oft allein trainiere und wir in unserem Verein auch keine gleichaltrigen Jungs haben, freue ich mich am meisten auf die gemeinsamen Trainings und das Zusammensein mit den SouBären, dich ich von den Wettkämpfen, Lagern und dem Jugendcup 2022 bereits kenne.
Nun wirst du ein Trainingstagebuch führen. Wie findest du das?
Da ich bereits auf Strava einzelne Trainings aufschalte, freue ich mich, meine Trainingseinheiten im T-Pak zu erfassen.
Stefanie Burki
Stefanie, Sprungbrett, Kaderselektion D16 und nun Kaderselektion D18. Welche Ziele waren dir wichtig in den vergangenen zwei Jahren, um das zu erreichen?
Da ich physisch fit bin, war und ist für mich das Feilen an der Technik im Vordergrund. Dank der Unterstützung des Trainerteams und von Jost, habe ich grosse Fortschritte gemacht und einige sehenswerte Resultate an den Testläufen erzielt. Auch mental gelingt es mir immer besser, Rückschläge wegzustecken und aus weniger guten Läufen zu lernen.
Was motiviert dich pro Saison zwei Lager, zehn Weekends und viele persönliche Trainings für den OL zu investieren?
Der Teamgeist im SouBären-Kader ist sehr gross und motiviert mich, auch an Regentagen meine Trainingsrunde zu absolvieren. Auch sind der Sport und das Bewegen draussen im Wald für mich ein nicht mehr wegzudenkender Ausgleich zur Schule.
In deiner Alterskategorie D18 geht es unter anderem darum Aufgaben innerhalb des Teams zu übernehmen. Welche bisherigen Erfahrungen kommen dir da zugute?
Auch ich war vor zwei Jahren froh, dass die Älteren mich in die «Regeln» des SouBären-Haufens einführten. So bin ich gerne bereit, nun auch mehr und mehr Verantwortung zu übernehmen und meinen Teil zum guten Gelingen der KAZUs und TLs beizutragen.
Die Verantwortlichen des Nachwuchskaders halten fest: «OL ist eine Familiensportart. Der Einfluss auf die OL-Karriere des Jugendlichen besteht deshalb nicht nur von Seite des Kaders.» So interessiert uns die Reaktion der Eltern auf die Selektionen.
Mirjam und Markus Lüthi: Was löst die Selektion von Lotta bei euch aus?
Wir freuen uns für Lotta und unterstützen sie gerne auf ihrem weiteren Weg.
Daniela und Manfred Burki: Nach Stefanie selektioniert sich nun auch Janik für das Nachwuchskader. Was lösen diese Selektionen bei euch aus?
Wir freuen uns sehr für Stefanie wie auch für Janik, denn beide lieben den OL Sport sehr und trainieren gerne. Somit unterstützen wir beide, indem wir sie an die Wettkämpfe begleiten und sie, wenn nötig, zum Training fahren. Wir vermitteln ihnen, dass die Freude an der Bewegung draussen nach wie vor im Vordergrund stehen soll. Nicht nur der Erfolg ist massgebend und kann insbesondere nicht erzwungen werden, sondern auch die vielen Erfahrungen und Erlebnisse, die sie in der Kaderzeit sammeln können. Vor den Läufen motivieren wir sie immer mit «Häb Fröid im Waud!» oder natürlich «i dr Stadt», wenn es ein Sprint ist.
Mit grosser Vorfreude auf die neue Saison begann ich mit der Saisonplanung und setzte mir meine Ziele. Um im Frühling physisch möglichst fit zu sein, erstellte ich mit Hilfe von Jost einen Grundlagentrainingsplan. Bei einem Grundlagentraining setzt man den Schwerpunkt auf die Ausdauer. Das heisst, dass man die Trainingsdauer der Trainingseinheiten erhöht. Zu einem abwechslungsreichen Training gehören aber auch intensivere Trainingseinheiten, wie Intervalle. Durch das Grundlagentraining legt man in der Wintersaison eine physische Basis, auf der man im Frühling aufbauen kann. Jedoch wollte ich meine OL-Technischen Fähigkeiten nicht vernachlässigen und begann mit dem Erstellen eines Drehbuches. Ein Drehbuch ist eine klare Anleitung für den OL oder so zusagen das Kochrezept für den OL.
Es hilft in Stresssituationen, wie zum Beispiel in der Startphase, beim einem Gegnerkontakt oder bei der Fehlerverarbeitung, einen roten Faden zu haben. Beim Erstellen dieses Drehbuches, wurde mir schnell klar, dass es bei dem Umsetzen von der Theorie in die Praxis viel Geduld brauchen wird, bis es funktioniert. Jedoch machte es mir Spass, mich mit mir auseinander zu setzen und herauszufinden, wie ich wirklich OL mache und wie ich im Optimalfall OL machen würde.
Die Wintersaison ging durch die Kartentrainings der OLG Biberist, die Kazu’s mit dem NWK Be/So und das Ski-O Lager in Davos wie im Flug vorbei und ich war gut für die neue Saison vorbereitet. Somit startete ich gut in die Wettkampfsaison und lief an den Nationalen-OLs konstant in die Top 10. Jedoch unterliefen mir immer noch kleinere Fehler und ich hatte Mühe, mein Drehbuch während des Wettkampfs anzuwenden.
Um die Anwendung meines Drehbuches zu üben, nutzte ich das Frühlingstrainingslager, das in Haut- Valromey, Frankreich, stattfand. Dabei stellte ich fest, dass ich bei meinem Drehbuch noch mehr ins Detail gehen muss
und es ein längerer Prozess ist, ein perfektes Drehbuch aufzustellen. Allerdings steigerte es mein Selbstvertrauen und gab mir immer mehr Sicherheit während des OLs. Es freute mich, dass sich die Arbeit auszahlte und ich so meine Fehleranzahl minimieren konnte. Das Gelände war ein typisches Juragelände und eine technische Herausforderung. Jedoch machte es mir sehr viel Spass, mit Hilfe des Reliefs OL zu machen.
Kurz darauf fanden die Testläufe für die EYOC und JWOC auf der Karte Le Risoux, Frankreich, statt. Für mich war das Frühlingstrainingslager eine gute Vorbereitung und ich fühlte mich in guter Form. Das bestätigte sich auch, als ich auf den 5. Rang in der Mitteldistanz und auf den 8. Rang in der Langdistanz lief. Obwohl ich bei beiden Läufen Fehler machte, freute ich mich sehr über die guten Resultate. Beim Sprint-Testlauf in Neuenburg versuchte ich noch einmal alles zu geben. Doch leider kam nicht alles wie geplant. Denn vier Tage vor dem Sprinttestlauf machte ich an der 3. Etappe der 5 EGK Days in Neuenburg einen Misstritt und musste aufgeben. Nun war Fuss hochlagern, kühlen, Druckverband und einen klaren Kopf bewahren angesagt. Aber zum Glück war die Schwellung am Sonntag wieder weg und ich fühlte mich genug fit, um am Sprint teilzunehmen. Jedoch rutschte ich vor dem 9. Posten aus und machte wieder einen Misstritt, dieses Mal aber mit dem anderen Fuss. Mir wurde schnell bewusst, dass es keinen Sinn machte, mit Schmerzen den Wettkampf weiter zu laufen. So landete ich in dieser Woche zum zweiten Mal bei der Sanität. Was für ein Pech! Die Enttäuschung war gross, aber ich wusste, dass die Saison noch lange nicht vorbei ist und ich wollte mich nicht von dieser Niederlage klein kriegen lassen. Nachdem ich mich drei Wochen lang mit lockerem Lauftraining, Velofahren, Kraftübungen und Fussgelenkübungen zufriedengeben musste, begann ich wieder im alten Trainingsrhythmus zu trainieren.
Die Vorfreude auf das zweiwöchige Trainingslager in Schweden war gross, da ich noch nie in Schweden OL gemacht hatte. Deshalb konnte ich es kaum erwarten, als es endlich mit dem Zug los ging. In der ersten Woche trainierten wir in der Gegend von Göteborg, das ist im Süden von Schweden. In der zweiten Woche trainierten wir in Mora, das weiter nordwärts liegt und uns ermöglichte, in einem anderen Gelände zu laufen. Die Wälder waren ein Traum, denn sie sind perfekt geeignet, um das Kompasslaufen zu üben. Jedoch war es sehr verlockend in einem etwas höheren Tempo zu laufen, da man eine gute Sicht hatte und es keine Dornen gab. Ich nutzt dies wohl zu fest aus und machte trotz Tape in der Mitte des Trainingslagers erneut einen Misstritt, bei dem mein Fuss wieder anschwoll. Ich hatte wirklich Pech! So verpasste ich zwei Trainingseinheiten und konnte die restlichen Trainings nur in einem langsameren Tempo absolvieren. Trotzdem war es ein unvergessliches Erlebnis. Schweden, ich komme wieder!
Durch die guten Testlaufresultate im Frühling durfte ich für das A-Team des NWK Be/So am Jugendcup starten.
Da meine Füsse mir auch in der Herbstsaison immer wieder Schwierigkeiten bereiteten, ging ich schlussendlich zum Arzt. Nun war klar, dass ich meine Bänder überdehnt hatte und sich meine Füsse durch die hohe Belastung gar nicht richtig erholen konnten. Mit gezielter Physio sollte ich dies jedoch wieder hinkriegen.
Als letzte Programmpunkte dieser Saison waren der Berner Team-OL und die TOM angesagt. Bei beiden Wettkämpfen lief mein Team auf das Podest, was mich sehr freute.
Nun neigte sich die Saison dem Ende zu und ich machte mich an das Auswerten, leider zum letzten Mal mit meiner Kadertrainerin Tahlia, da sie den Soubärehufe verlässt. Vielen herzlichen Dank Thalia, dass du mich während meinen zwei ersten Kaderjahren immer unterstützt hast, ich wünsche dir alles Gute!
Aber auch von Jost bekomme ich immer wieder nützliche Tipps, wie ich mich insbesondere technisch verbessern kann. Das ich sehr schätze, denn ich weiss, es ist nicht selbstverständlich, dass mich mein Umfeld immer unterstützt! Merci vüu mou!